Buntesgesetzblatt

G0815

1999

Ausgegeben zu Köln am 16. Mai 1999

Nr. 13

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Sonntag

VerkehrsbereinigungsGesetz(VerberG)

007

Bekanntmachung des VerkehrsbereinigungsGesetzes (VerberG)

Artikel 1

Mit diesem Gesetz werden aIle vorhergehenden Gesetze, die “Verkehr“ betreffen, hinfällig. Das ist mehr als berechtigt, da VerberG den idealen Kompromiss zwischen Umwelt und Schröder darstellt. Dieses Gesetz gilt, bis der ADAC oder weitere Behörden Einspruch erheben. Außerdem muss es auch VW, Daimler und anderen Trägern öffentlicher Belange gefallen.

§ 1 Konversion des BVWP

(1) Der Bundesverkehrswegeplan BVWP wird durch einen Bundesverkehrswegeseitenstreifenundgräbenbegrünungsplan (BVWSSuGBP) praktisch aufgehoben.

(2) Wenn nicht, dann auf jeden Fall ergänzt.

(3) Zumindest aber wo nicht verschärft da jedoch verschönt (Unsere Bundesverkehrswege sollen schöner werden!)

§ 2 Fußgänger

(1) Als Zeichen gegen Fremdenhass werden Zebrastreifen in rotgrün angelegt.

(2) Tempo 30 gilt auf allen Gehwegen. Mindestens.

§ 3 Bahn

(1) Aus Sicherheitsgründen fährt beim ICE der Lokführer hinten.

(2) Ausnahme: Der ICE fährt rückwärts.

(3) In Bahnbistros und -restaurants werden nur noch biovolldynamische Gerichte gereicht.

(4) Ausnahme: Eintöpfe und Fertiggerichte.

(5) Nachtzüge werden grün angestrichen.

(6) Ausnahme: Keine. Da lassen wir nicht mit uns spaßen!

§ 4 Autos (Mobilität)

(1) Höchstens drei Liter Hubraum. Über den Benzinverbrauch müssen wir noch reden.

(2) Eine Begrenzung auf 100 Stundenkilometer gilt auf allen Iandseitigen Verkehrswegen. Es sei denn, es sind Autostraßen.

(3) Niemand darf mehr auf Autobahnen bei mehr als Tempo 100 verunglücken.

(4) Sonst hätten die Ökos Recht.

(5) Autotelefone dürfen nur mit Solarstrom betrieben werden. Bei Dunkelheit, Regen und Aquaplaning gilt dies natürlich nicht (Notwehr!).

§ 5 Flugzeuge

(1) Zur Verkleinerung der Vergrößerung des Ozonlochs dürfen Flugzeuge auch nicht mehr die Ozonschicht kaputt machen.

(2) Eine Kerosinsteuer wird bei allen lnlandsflügen über acht Stunden erhoben.

(3) Warteschleifen zählen nicht.

(4) Vielleicht wird eventuell auf Flugtickets eine Umweltabgabe erhoben. Dies jedoch nur im Einvernehmen mit dem Bundesaußenminister (größter Posten im Budget des Ministeriums!)

(5) An Flughäfen müssen ausreichend Fahrradständer und beleuchtete Frauenparkplätze bereitgehalten werden.

§ 6 Umwelt

(1) Führerscheine dürfen nur noch auf chlorfreiem recyceltem Papier ausgestellt werden.

(2) Es sei denn, die EU ordnet an, Führerscheine nur noch auf diesen chicen praktischen Plastikkarten auszugeben.

§ 7 Nicht nur Gleichstellung sondern auch Förderung von Minderheiten

(1) Beim Ausbau von Flughäfen und Autobahnen sollen bevorzugt Homosexuelle, Behinderte und Kinder beschäftigt werden.

(2) Keine Ampelmännchen mehr! Sondern Weibchen!

 

Köln, 16.05.1999

Der Bundesminister für Grüne Infrastruktur