A-Drache
anarch-o-mat - Bin ich ein/e Anarchist/in?

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen” — Warren Buffett (Multimilliardär)


Politisches Labor – Anarchismus
Wie können wir in einer unfreien Welt freie Menschen werden?

Wann: 6.-14.6.2020
Wo: Freiraum, Maiergasse II, 97070 Würzburg

Internetseite: https://politischeslabor.wordpress.com/ 
Kalenderpad (einfach eintragen): https://ethercalc.openstack.org/9m3o5poxq2mt
Mitwohngelegenheit für die Zeit, Anfragen: politisches-labor@riseup.net

Einladung zum Politischen Labor in Würzburg

Neun Tage lang wird der Freiraum ein Ort des Austausches, des Lernens und Lebens zu Anarchismus, Anarchie und Herrschaftsfreiheit aus verschiedenen Perspektiven sein: Theorie, Liebe, Organisation, Wirtschaften, Wohnen, Ausstellungen, Konzerte.... Wir, die Menchen der Initiative Politisches Labor, laden Euch zum mitgstalten (Vortrag, Workshop, andere Formate, Konzert) und/oder zum Teilnehmen und Teilhaben ein.

Was ist das Politische Labor?

Das politische Labor ist ein Veranstaltungsformat, dass wir im Freiraum das erste Mal vor 4 Jahren organisiert haben - als Antwort auf die Aussage "Da kann man doch eh nix machen". Es wollte Werkzeuge für gesellschaftliche und politische Einflussnahme an die Hand geben. Im nächsten Jahr suchten wir nach dem "guten Leben" in ganz unterschiedlichen Bereichen. Was heißt gute Bildung, gute Landwirtschaft, Recht auf Faulheit, gute Ökonomie, usw. 

Das Politische Labor 2020

Nach 2 Jahren Pause wollen wir uns dieses Jahr dem Thema Anarchismus und Anarchie widmen. Dazu wünschen wir uns, das Menschen, die sich selbst als Anarchist*innen verstehen oder einfach herrschaftsfrei(er) leben, in Projekten mitwirken oder sich in Theorien eingearbeitet haben, ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns teilen. 
Wir wollen die Organisation herrschaftsfrei gestalten. Im Kalenderpad (siehe Link oben) können Menschen sich selbst eintragen, wann sie was einbringen möchten, die frei bleibenden Zeiten können auch spontan bespielt werden. In unserer Vorstellung ist in diesen Tagen der Freiraum dauerhaft offen. Wenn gerade kein Vortrag ist, kochen Menschen zu Mittag, kommen miteinander ins Gespräch, musizieren oder malen Transpis für eine Spontandemo.

Kommt nach Würzburg, bringt euch ein!

Zum Veranstaltungsort: Der Freiraum kommt aus der Umsonstladenbewegung. Im Luftschloss, dem Umsonstladen Würzburg, entstand die Idee eines Raumes, wo freies Geben und Nehmen nicht auf Sachen beschränkt ist. Im Freiraum werden Veranstaltungen, Kurse, gemeinschafliches Essen, Wissen und Zeit ohne Gegenleistung verschenkt - nach Bedürfnissen und Faehigkeiten.

Einleitung zum politischen Labor
Von Geburt an sind wir den Einflüssen unserer Umgebung ausgesetzt. Wir bekommen eine Identität. Wir lernen was richtig und was falsch ist – mit Belohnung und Strafe, mit Liebe und Liebesentzug. Wir verarbeiten diese Einflüsse. Wir entwickeln ein Raster, was gut und was schlecht für uns ist.

Was stellen wir in Frage?

Eltern, Schule, Meinungsmanagement unterschiedlicher Institutionen und Bürokratie möchten ihre Ziele durchsetzen. Mit Propaganda oder Einschüchterung. Mit Sprache, die gezielt eingesetzt oder unbewusst reproduziert wird, werden wir dahingehend manipuliert, das wir die Herrschaftsverhältnisse anerkennen und vielleicht sogar für moralisch halten.

Anarchist*innen erkennen die Herrschaftsverhältnisse nicht an. Sie möchten zu keiner Nation gehören, zerschneiden vielleicht ihren Ausweis oder kämpfen für die Gleichberechtigung aller. Sie möchten niemandem dominieren, sich aber auch nicht dominieren lassen. Deshalb handeln Anarchist*innen oft anders, als es vorgesehen ist. Das Beispiel, dass wir alle kennen ist die rote Ampel: Die Straße ist frei, kein Auto weit und breit und die Fußgänger*innen gehen nicht über die gähnendleere Straße. Von alltäglichen Akten wie dem Gang über die rote Ampel reicht der Widerstand bis zur gewaltsamen Verteidigung gegen totalitäre Systeme, wie es z.B. in Rojava passiert. Machtstrukturen entdecken, bearbeiten und laut sein, statt alles zu akzeptieren. Hierarchiefreie Gemeinschaften bilden, kollektiv wirtschaften statt unter einer*m Chef*in buckeln, dem Schulanwesendheitszwang entkommen um Bildung vielschichtiger, frei gestalten. Sexualität befreien aus einengenden, verkrampften Moralvorstellungen. Wissen teilen statt einer Verwertungslogik unterwerfen. Eine lebendige, selbstversorgende Dorfstruktur entwickeln, statt in einem anonymisierten Vorort zu leben. Dinge langlebig nutzen und reparieren statt von profitorientierten Unternehmen abhängig zu sein. Orte, Treffpunkte, Gemeinschaften und Kommunen bauen, die sich für ein Leben außerhalb kapitalistischer Strukturen entscheiden.

Wir sind glücklich, dass es dieses Jahr klappt und freuen uns auf jede Art der Mitgestaltung - als Gast, Köch*in, Vortragende, Netzwerker*in...

Solidarische Grüße,
Initiative Politisches Labor

c/o Freiraum Würzburg
Maiergasse 2, 97082 Würzburg
Spendenkonto: Freiraum Würzburg e.V,
IBAN: DE08430609676040293300,
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: Politisches Labor


Der Meininger Wanderverein Bakuninhütte e.V. erhält für sein ehrenamtliches Engagement den diesjährigen Erich Mühsam-Förderpreis.

Der Meininger Wanderverein Bakuninhütte erhielt den Erich-Mühsam-Förderpreis am 26. Oktober im Berliner Literaturhaus verliehen. Über 80 Menschen waren der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt, die von vertonten Erich Mühsam-Gedichten, hervorragend interpretiert von Isabel Neuenfeldt (Gesang / Akkordeon), umrahmt war.
Der Namensgeber der Auszeichnung, Erich Mühsam, hatte die Bakuninhütte 1930 mehrmals besucht, für deren Erhalt und Belebung sich der Wanderverein seit 2005 unermüdlich einsetzt.

Für den Verein ein langer, steiniger Weg, den der Kreisheimatpfleger Axel Wirth in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Literaturhaus Berlin beschreibt: "Dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement – teils aus großer Ferne – wurde begleitet von geradezu unlösbar erscheinenden Problemen bezüglich Eigentum, Baurecht, Nutzung und Bewirtschaftung, Zufahrtsrecht, persönlicher und ideologischer Missgunst und anderem mehr. […] Mit unzähligen weiteren Maßnahmen der hoch professionellen Öffentlichkeitsarbeit des Vereins ist es gelungen, verschollenes heimatgeschichtliches Wissen maßgeblich wieder ins öffentliche Bewusstsein zu holen: 2015 wurde die Bakuninhütte zum Kulturdenkmal erklärt. Die Akteure des „Wandervereins Bakuninhütte e.V.“ waren und sind dabei die ausschlaggebende Triebfeder – wissenschaftlich, handwerklich und äußerst gastfreundlich."

Für den Wanderverein Bakuninhütte betonte Kai Richarz in seiner Dankesrede insbesondere die überaus wertvolle Unterstützung durch eine Vielzahl von Freunden und Förderern. Gleichzeitig honorierte er die große Anerkennung für die Arbeit der Ehrenamtlichen, die das Wirken des Vereins in hohem Maße beflügeln wird. Er versprach im Namen der Ausgezeichneten, auch weiterhin im Sinne und Geiste Erich Mühsams zu wirken, sein Andenken zu bewahren, und davon ausgehend mit gesellschaftlichen Verhältnissen kritisch umzugehen und nach freiheitlichen Alternativen zu suchen. Darüber hinaus versicherte er die nicht nachlassenden Bemühungen zur Einrichtung des Erich-Mühsam-Wanderweges zur Bakuninhütte. Abschließend bat Kai Richarz alle Mitstreiter um ihre nicht versiegenden Bemühungen, gemeinsam die gesteckten Ziele zu erreichen.

Der Autor und Anarchist Mühsam wurde am 26. April 1878 in Berlin geboren und wuchs in Lübeck auf. Er lebte als Bohemien und Revolutionär in München, Ascona (Schweiz) und Berlin. Maßgeblich war er an der Ausrufung der Münchener Räterepublik beteiligt. Als einer der ersten Opfer des Nationalsozialismus wurde er am 28. März 1933 verhaftet und ein Jahr später in der Nacht auf den 10. Juli 1934 im Konzentrationslager Oranienburg ermordet.

Die Erich-Mühsam-Gesellschaft fördert die Verbreitung seines Werkes und Bestrebungen, die in seinem Sinn für Frieden, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit eintreten. Der Erich-Mühsam-Preis, gestiftet von dem Lübecker Galeristen Frank- Thomas Gaulin, wird alle drei Jahre verliehen.

Die diesjährigen Preisträger des Erich-Mühsam-Preises sind Chris Hirte und Conrad Piens, die Herausgeber der Mühsam-Tagebücher, die er von 1910 bis 1924 verfasst hat. Seit 2009 arbeiten der Literaturwissenschaftler Chris Hirte und der Informatiker und Antiquar Conrad Piens an der Gesamtausgabe der Tagebücher, deren 15. und letzter Band in diesem Jahr im Verbrecher-Verlag, Berlin, erschienen ist.
Spurensuche im historischen Scheunenviertel

Bereits am Nachmittag hatte der Wanderverein Bakuninhütte zu einer historischen Spurensuche „Erich Mühsam und die anarchistischen Gruppen in Berlin“ im Stadtteil Mitte eingeladen: “Dort wo heute Touristenmassen ein Stück “Alt-Berlin” erkunden und in teuren Designerläden “shoppen”, schlug einst das Herz des schwarzen-roten Berlins. Wir erkunden auf diesem Rundgang die authentischen Orte, an denen Erich Mühsam für sein Ideal einer freien Gesellschaft im Rahmen der anarchistischen Gruppen der Kaiserzeit und später der FAUD wirkte.”

Bei sonnigem Herbstwetter fanden sich ca. 22 Personen ein, die interessiert den Ausführungen des fachkundigen Kollegen von der Gustav-Landauer-Denkmalinitiative lauschten. Startpunkt war die Wadzeckstraße 3, wo Mühsams Genossen Berthold Cahn und Fritz Scherer gemeinsam lebten.

Weitere Informationen und Bilde dazu können online eingesehen werden:
https://bakuninhuette.de/2019/10/wanderverein-bekommt-erich-muehsam-foerderpreis/


Internationale Mediziner*innen-Delegation in Nordostsyrien - Dr. Michael Wilk berichtet vor Ort

In Rojava ist am 23. Oktober 2019 eine medizinische Delegation eingetroffen, um akut Hilfe zu leisten. Acht Ärzte*innen und Gesundheitsschaffende aus vier Ländern – Dänemark, Schweiz, Schweden und Deutschland. Die Lage ist auf vielen Ebenen schwierig bis desaströs, mehrere hunderttausend Menschen sind aus dem türkischen Invasionsbereich und dem nördlichen Grenzgebiet nach Süden geflohen. Viele Menschen sind durch die Angriffe getötet und schwer verletzt worden. Viele Leichen liegen noch unter Trümmern. Krankenhäuser wurden beschädigt, lagen im Kampfbereich und mussten geräumt werden. Die notwendige medizinische Versorgung überfordert sowohl das selbstverwaltete Gesundheitssystem als auch Heyva Sor a Kurd, den Kurdischen Roten Halbmond.  Im Bewusstsein, dass unsere Anwesenheit eher Ausdruck der Solidarität und nur eine kleine Unterstützung darstellt, geben wir unser Bestes. 

Dr. Michael Wilk, Quamishlo/Rojava 

“Eine schwierige Lage bedeutet noch nicht das Ende…”

In Rojava ereignet sich himmelschreiendes Unrecht. Nicht erst seit den erneuten Angriffen der Türkei auf nord-ostsyrisches Gebiet vor nunmehr 15 Tagen wurde  klar, was eine von Erdogan befohlene Invasion als Ziel verfolgt. Schon im Frühjahr 2018 zeigte der Einmarsch in Afrin, worum es geht: Die Zerstörung selbstverwalteter Strukturen, der Selbstbestimmung an sich. Eine Macht, die nicht zögert, dschihadistisch-islamistische Söldner auf Menschen loszulassen, benutzt Worte wie Frieden und Freiheit im orwellschen Sinne. Die “Operation Friedensquelle”  steht für Vertreibung, Mord und Totschlag, Leichen und Schwerverletzte. Gleichberechtigung der Geschlechter und Menschenrechte sollen dauerhaft entsorgt werden, ebenso wie die Freiheit des Wortes. 

Der Vertrag zwischen Russland und der Türkei besiegelt diese Absicht, indem er den türkischen Invasoren zwei Städte und ein über hundert Kilometer breites und 30 Kilometer tiefes Gebiet überlässt. Der Verrat Trumps und der Rückzug der USA öffneten den Raum für die völkerrechtswidrige Invasion und zwangen die Menschen Rojavas, ihre selbstverwalteten Gebiete für das Assad-Regime und Russland zu öffnen. Eine Dynamik mit Folgen: Hundertausende flohen in Richtung Süden, das Gesundheits- und Versorgungssystem ist regional am Rande des Zusammenbruchs.  Die Selbstverteidigungseinheiten der YPG/YPJ  werden sich unter Androhung weiterer Bombardements in unterschiedlicher Entfernung zur Grenze zurückziehen, eine Eingliederung der Syrian Democratic Forces (SDF) in Assads Armee wird diskutiert. Ohne Zweifel steht das gesellschaftliche Modell Rojavas auf der Kippe.

Und doch, so wird es einem in jedem Gespräch entgegengehalten, “eine schwierige Lage bedeutet noch nicht das Ende.” Die Menschen sind zum Teil erstaunlich gelassen, die Erfahrung von Rückschlägen und von unmenschlicher Unterdrückung währen schon lange. Die Situation ist durchaus ambivalent, in der Nähe der Kampfzonen müssen Strukturen und ganze Siedlungen aufgegeben werden,  in anderen Regionen Rojavas ist hingegen noch alles unter Kontrolle der Selbstverwaltung. Die Asayesh Polizei kontrolliert an den Checkpoints, die Situation erscheint in der Großstadt Quamishlo (von gelegentlichen Attentaten abgesehen) vergleichsweise normal. 

Während Europas Regierungen Lippenbekenntnisse ablegen, ohne wirklich Druck auf die Türkei auszuüben – zu groß ist die Angst vor politisch-sozialen Verwerfungen und ökonomischen Einbußen – kämpfen die Menschen Rojavas um das Überleben. Um ihr eigenes substantielles und das der von ihnen geschaffenen sozialen Strukturen. Diese Auseinandersetzung dauert an und ist noch lange nicht zu Ende. “Wir sind Rückschläge gewöhnt und werden es schaffen”, ist die Aussage vieler. Die Menschen Rojavas haben Solidarität und Unterstützung verdient.  Es ist nicht unsere Aufgabe zu bestimmen, wann das Modell einer anderen menschlicheren Gesellschaft gescheitert ist oder nicht. 

Solidarität mit Rojava!

Quelle: https://frankfurt-kobane.com/bericht-aus-rojava-von-dr-michael-wilk.html

Spendenkampagne für Rojava
 
Die Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM) verweist auf ihre Kampagne „Spendet für medizinische Hilfe“ für den Gesundheitsaufbau in Rojava auf das Konto von Dr. Michael Wilk.
Empfänger: Dr. M. Wilk
Bankverbindung/IBAN: DE77 5105 0015 0173 0709 39 (BIC NASSDE55XXX)
Verwendungszweck: Gesundheitsaufbau

 

Ein weiterer Bericht aus Rojava von Dr. Michael Wilk:

"Wir haben die Menschheit vor dem IS beschützt. Andere haben Gesetze gemacht die Menschen und Krankenhäuser im Krieg schützen sollen und nun sind sie es, die die Gesetze nicht befolgen- es brennen unsere Krankenhäuser, sie greifen die Krankenwagen an, ermorden unsere Mitarbeiter*innen und werfen sie in die Kanalisation". Cemila Heme Co- Vorsitzende Kurdischer Roter Halbmond.

Die humanitäre Lage in Rojava Nord/Ostsyrien ist dramatisch und droht sich weiter zu verschärfen. Cemila Heme beziffert die Anzahl der nach der türkischen Invasion geflohenen Menschen auf mindestens 300 000- möglicherweise auch mehr. Die Infrastruktur der Gebiete, in die sich die Familien unter Mitnahme meist nur weniger Güter flüchteten, leidet unter der Masse der Hilfsbedürftigen. In drangvoller Enge hausen sie notdürftig in Wohnungen, Gehöften und Schulen. Zur Zeit sind 55 Schulen nicht benutzbar, 86.000 Kinder können nicht zum Unterricht.
Die westlichen Landesteile um Kobane und Ain Issa sind durch die Besetzung türkischer Truppen vom Osten zunehmend abgeschnitten, was die Versorgungslage deutlich verschärft. Im okkupierten Gebiet wurden beim Einmarsch 10 Kliniken und Gesundheitseinrichtungen beschossen, beschädigt und unbrauchbar. Außerhalb der umkämpften Zonen sind die Hospitäler noch funktionsfähig, jedoch an der Belastungsgrenze. Der Rückzug US amerikanischer Truppen und die militärische Aggression Erdogans zwang die Selbstverwaltung Rojavas zur Annäherung an das Assad-Regime. Die Akzeptanz syrisch russischer Militäreinheiten führte zum Rückzug der humanitär wichtigen NGOs, die nun ihren Aufenthalt als gefährdet betrachten. Die regionale Selbstverwaltung und der Kurdische Rote Halbmond (Heyva sor a kurd) sehen sich unter diesen eskalierenden Bedingungen allein gelassen. Die zu bewältigenden Aufgaben sind immens: Neben der medizinischen Versorgung von 14 Camps mit Abertausenden Geflohenen, allein Al Hol mit ca 70.000, erwarten die existierenden Ambulatorien und viele Krankenhäuser extreme Anforderungen- mit jedoch immer schlechter werdenden Resourcen. Als ihre größte Sorge beschreibt Cemila Heme den deutlichen Schwund an materiellen und finanziellen Reserven, die zum Einbrechen der Leistungsfähigkeit des Kurdischen Halbmonds führen könnten. Die Folgen wären katastrophal.
Die türkische Invasion hat bis jetzt über 550 Menschen getötet, mit einer unklaren Dunkelziffer, viele liegen unter den Trümmern ihrer Häuser begraben.
Über 1100 Menschen wurden verletzt. Zahlreiche Kinder sind unter den Opfern. Trotz eines "Waffenstillstands", der diese Bezeichnung nicht verdient (ich berichtete aus Tal Tamir) sterben täglich Menschen in einem Krieg, der zum Machterhalt Erdogans und zur Erweiterung territorialer Claims geführt wird. Autoritäre inhumane Systeme triumphieren, das Assad-Regime unter dem Patronat Russlands, ebenso wie die Türkei Erdogans, die ungehindert Teile Syriens annektiert. Europa ergeht sich in Ermahnungen und Lippenbekenntnissen, zu schwer wiegen die ökonomischen und militärischen Beziehungen zum Aggressor Türkei. Vergessen wer den Kampf gegen den IS führte, die 11.000 toten kurdischen und SDF Kämpfer*innen, die 21.000 schwerverletzten und verstümmelten jungen Menschen, die nun sehen können wo sie bleiben.
Die hochgepriesenen humanitären Ansprüche Europas entpuppen sich als moralisch-ethisches Totalversagen, als Verrat an der Bevölkerung Rojavas.
Der Versuch in Rojava ein gesellschaftliches Model der Selbstverwaltung, der Gleichberechtigung von Mann und Frau und basisdemokratischer Ansätze zu errichten, ist irritierend, störend oder wird bestenfalls ignoriert. Geschützt, gefördert und finanziert werden von den Staaten Europas hingegen mörderische Diktaturen, die Menschenrechte mit Füßen treten.
Hier hingegen kämpfen die Menschen um nichts weniger als um ihr Leben, im leibhaftigen und erweiterten Sinn.
Respekt und Hilfe für die Menschen Rojavas.
#Rojava defend.
Dr. Michael Wilk, Qamishlo 27.10.19


Libertärer Podcast – Dezemberrückblick 2019

Ein ernster und satirischer Blick auf Ereignisse des letzten Monats aus libertärer Perspektive. Vom Anarchistischen Radio Berlin.

Den zugehörigen Audiobeitrag könnt ihr ab sofort hier herunterladen: archive.org (mp3 | ogg).

Hier könnt ihr ihn direkt anhören:

Unsere dieses Mal 60-minütige Sendung blickt auf folgende Themen aus dem Vormonat zurück:

* Linktipp: Interviewprojekt mit linken DDR-Oppositionellen
** Online: Herbst ’89: Nennen wir es Revolution?!
** Alle Videos (YouTube)
** Interviews als Audios
* Tübingen: Gespräch mit der besetzten Gartensia
** Website des Projekts
* Freiheit für Yildiz – Defend Feminism: Gespräch mit der Unterstützungsgruppe
** Website der Kampagne (weitere Interviews etc.)
* Wo herrscht Anarchie
** Die Schiffbrüchigen des »Jonathan« als E-Book in HTML auf zeno.org

Musik

NOXe: no slave, no master
Geigerzähler – Das Land dass es nicht mehr gibt
Test Their Logik – Run This Town (remix)


Neue Terminseite zum 50. Todestag B.Traven's und zum Travenjahr 2019/20

https://bt50.de/event/26-maerz/


In eigener Sache:

Wir haben auf unserer Homepage einige pdf-Dateien zu den Libertären Tagen für per OCR für die Textrecherche durchsuchbar gemacht: http://anarchismus.de/libertaere-tage/lt.htm

Zudem wurde einige Ausgaben des anarchistischen Magazins AKTION aus den 1980er Jahren in Form von durchsuchbaren pdf-Dateien hochgeladen: http://anarchismus.de/aktion/aktion.htm


Anarchistischer Spiele-Kreis

- Aufruf zur Gründung -

Dies ist kein politisches Manifest und keine moralische Forderung, dies ist die Formulierung einer Suche nach alternativen anarchistischen Spielen, auf Grund dessen, dass mich einfach die bürgerliche Spielewelt nur noch erschöpft und bedrückt. Es ist die Formulierung eines Bedürfnisses und ein Aufruf an Alle mit demselben Bedürfnis, um mit ihnen zusammen anarchistische Spiele zu entwickeln. Eines Bedürfnisses, das darauf fußt anders zusammen sein und spielen zu wollen, als durch die gesellschaftlichen Normen vorgegeben.
Für mich ist dies eine Suche nach einer Alternative zur Logik der Vergleiche, der Konkurrenz, der warenförmigen Selbstvermarktung und fremdbestimmter Leistungsansprüche. Ich will mich nicht abarbeiten an anderen Menschen, nicht konkurrieren, nicht im Leben und nicht als Spiel, wozu? Ich will auf der einen Seite mit anderen Menschen zusammen nachdenken, ausprobieren, spielen, gemeinsam Ziele entwickeln, und andererseits für mich selbst meine ganz eigenen Ziele verfolgen können und dies auch anderen zubilligen, ohne das wir uns wechselseitig behindern - ich will frei fliegen und mir nicht Bleigewichte der Konkurrenz und äußerer Leistungsanforderungen, die nichts mit dem, was ich will, zu tun haben, an die Füße hängen lassen. Ich habe genug von den Gewaltverhältnissen dieser Gesellschaft, die diese den Menschen selbst beim Spielen aufzwingt. Ich will eine Gesellschaft in der sich Menschen gegenseitig bei ihren je individuellen Zielen unterstützen bzw. sich mindestens gegenseitig die Freiräume lassen.

Spiele, die fördern andere niederzumachen, die Menschen aufeinander hetzen, VerliererInnen und SiegerInnen produzieren als Einübung in die Asozialität der Konkurrenzgesellschaft lehne ich ab. Die Dressur der Menschen in den Irrsinn dieser Gesellschaft hinein, die Einübung in die Akzeptanz einer Gesellschaft der VerliererInnen und GewinnerInnen, die Einübung in die Akzeptanz eines oben und unten, durch Spiele, die eben dies produzieren, VerliererInnen und GewinnerInnen, halte ich für falsch. Diese Spiele verweigere ich.
Welche das tut, der wird nicht selten vorgehalten, sie wäre eine schlechte VerliererIn. Es gibt jedoch keine schlechten VerliererInnen, sondern das Problem liegt in Spielen wie in Gesellschaftsverhältnissen, die GewinnerInnen und VerliererInnen produzieren. Die VerliererInnen haben ein Recht auf ihre Wut. Dies gilt zumindest dort, wo sie ihre Wut gegen diese Gesellschaft und ihre Spieleordnung ansich wenden und das Mitspielen bei Konkurrenzspielchen verweigern und nicht ihre Position in der Hierarchie, das ist, was sie umtreibt.

Ich will andere Spiele, absurde, anarchische, lustvolle Spiele, die die Konkurrenz und Herrschaftsideologie unterlaufen und außer Kraft setzen - widerständige Spiele. Da es diese bisher nicht gibt, ist es an uns, uns diese auszudenken und sie zu realisieren. Der Anarchistische Spiele-Kreis soll dafür eine Basis schaffen. Alle die Lust haben sind aufgefordert mitzuwirken.

In den weiteren - Texten - hier findet Ihr noch etwas ausführlichere Überlegungen, dies sind aber alles nur erste Gedanken, nicht abschließend, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit.

Kontakt unter - 3.Jahrtausend@gmx.net -. Bitte "Anarchistische Spiele" in Betreff schreiben, da E-Mails sonst als Spam aussortiert werden. 

Um dies auch diskutieren zu können, habe ich ein Forum angelegt - Anarchistischer Spielekreis - Forum - - Schreibrechte setzen aber eine Anmeldung voraus.


Praxis- und Bewegungsanalyse: Die Krise des Antiparlamentarismus

Spätestens seit der Bedrohung durch den Rechtsruck befindet sich die antiparlamentarische Linke in einer Krise. Doch diese Krise ist eine Chance.

Hier geht es zum Artikel: http://www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch/politik/theorie/die_krise_des_antiparlamentarismus_4965.html

Drei Frauen und ihre Ideale - Anarchistinnen

Jedes Individuum ist frei. Auch in der Liebe. Das ist für Julia aus Berlin und Nathalie aus Valencia Anarchie, nicht Chaos und Zerstörung. So versuchen sie zu leben. Ihr Vorbild ist die Anarcho-Syndikalistin Federica Montseny. Sie war 1936 Ministerin in der spanischen Republik und wollte nichts weniger als eine bessere Welt.

Hier der Link mit weiteren Infos und dem Radiobeitrag des Deutschlandfunks: https://www.deutschlandfunk.de/drei-frauen-und-ihre-ideale-anarchistinnen.1247.de.html?dram:article_id=420368


Beim Widerstand innerhalb der Wehrmacht im besetzten Frankreich spielte ausgerechnet ein Berliner Jude eine tragende Rolle.
Martin Monath war während des 2. Weltkriegs Herausgeber und Redakteur der Zeitung «Arbeiter und Soldat», die in mehreren Ausgaben erschien und unter den Soldaten große Verbreitung fand.

Seine Biografie liegt nun unter dem Titel

Wladek Flakin:
«Arbeiter und Soldat»
Martin Monath ─ Ein Berliner Jude unter Wehrmachtssoldaten

http://www.schmetterling-verlag.de/page-5_isbn-3-89657-158-3.htm vor.

Das Buch ist im Buchhandel und im Webshop www.schmetterling-verlag.de erhältlich.


Robert Kain:
Otto Weidt - Anarchist und "Gerechter unter den Völkern"

Otto Weidt steht bisher vor allem wegen seiner Hilfe für verfolgte jüdische Mitbürger in der Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der öffentlichen und historischen Betrachtung.  Weniger bekannt ist dagegen ein früheres Kapitel im Leben Weidts: In der Kaiserzeit war er in der anarchistischen Arbeiterbewegung aktiv und wurde von der Politischen Polizei überwacht. Den Ideen und Idealen des Anarchismus blieb er auch in späteren Jahren verbunden. Zeitlebens war er demnach ein strikter Gegner des Militarismus, Nationalismus und staatlicher Bevormundung.

In seiner biographischen Studie nähert sich Robert Kain zunächst dem Anarchisten Weidt. Darüber hinaus werden dessen Militärdienstzeit, Ehen, Scheidungen und auch seine Erblindung um 1924 und der daraus resultierende Weg zum Bürstenmacher beleuchtet. Einen Schwerpunkt der Untersuchung stellen natürlich die Weidt'schen Hilfsaktionen für verfolgte jüdische Mitmenschen zu Beginn der 1940er Jahre dar. Hierbei bewegte sich Weidt in einem weit verzweigten Hilfsnetzwerk für NS-Verfolgte. (Buchvorstellung durch den Autor, mit Diskussion) (Eintritt frei)

Robert Kain: Otto Weidt. Anarchist und "Gerechter unter den Völkern". Lukas Verlag, Berlin 2017. ISBN 978-3-86732-271-3
Ausgezeichnet von der Bibliothek der Freien als Buch des Jahres 2017


„Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.“

Anarchistische Parteinahmen

Zur Geschichte und Perspektive anarchistischer Parteien

ein A-Laden-im-Exil-Impulsvortrag zur Diskussion von R@lf G. Landmesser 2016 im Baiz/Berlin

Hier der Link: http://uepd.de/wordpress/de/2015/09/14/anarchistische-parteinahmen/


Spendenaufruf für einen gut finanzierten Anarchismus ;-)

Wir wollen auf die finanzielle Misere vieler anarchistischen Projekte hinzuweisen. Aktives Engagement ist gut und wichtig. Aber "passives" Enagement in Form von finanziellen Zuwendungen - vor allem regelmäßig - ist ebenso wichtig. Ihr müsst nur einmal aktiv werden und einen Dauerauftrag einrichten. Als Richtschnur für einen monatlichen Beitrag sollten mindestens ein Prozent eures verfügbaren Nettoeinkommens gelten. Nach oben gibt es selbstverständlich keine Grenzen. Durch die Kollektivität kleiner regelmäßiger Spenden können auch ganz große Dinge entstehen. Eine Faustregel könnte sein, dass ihr Läden, Projekte, Gruppen in eurer Stadt bzw. Region unterstützt. Auf geht's - gebt euch einen Ruck, falls ihr nicht sowieso schon regelmäßig spendet.

Auf unserer Homepage findet ihr z. B. unter A- Links viele Gruppen und Projekte, die ihr unterstützen könnt.

Eine ganz besondere Vision wäre, dass es endlich eine strömungsübergreifende Stiftung der anarchistischen Bewegung gibt, die aus Spenden und Nachlässen nachhaltig anarchistische Projekte finanzieren kann. Bei Interesse könnt ihr euch unter info@anarchismus.de melden.


Neuerscheinungen im AV-Verlag

http://www.edition-av.de/images/kischinew.jpg

Kischinew - Das Pogrom 1903
herausgegeben von Andreas W. Hohmann und Jürgen Mümken
ISBN 978-3-86841-123-2
246 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/kischinew.html

http://www.edition-av.de/images/nyborg-2-newyork01.jpg

Ernest Nybørg
Lena Halberg - New York '01

Thriller
ISBN 978-3-86841-128-7
310 Seiten
14,50 €
http://www.edition-av.de/buecher/nyborg-2-newyork01.html

http://www.edition-av.de/images/machno_2.jpg

Valentin Tschepego (Hrsg.)
MACHNO. Zeugnisse einer Bewegung
Band 2: Aus Machnos Feder
ISBN 978-3-86841-159-1
138 Seiten
12 €
http://www.edition-av.de/buecher/machno_2.html

http://www.edition-av.de/images/sattler-risse_im_gesicht.jpg

Renate Sattler
Risse im Gesicht
Roman
ISBN 978-3-86841-157-7
211 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/sattler-risse_im_gesicht.html

http://www.edition-av.de/images/landauer12.jpg

Gustav Landauer
Friedrich Hölderlin in seinen Gedichten
Hrsg., kommentiert, mit einer Einleitung sowie einem Register versehen von Siegbert Wolf. Illustrationen von Uwe Rausch.
ISBN 978-3-86841-152-2
159 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/landauer12.html

http://www.edition-av.de/images/mendyka-libertaere_schulkritik.jpg

Mathias Mendyka
Libertäre Schulkritik und anarchistische Pädagogik

ISBN 978-3-86841-155-3
123 Seiten
14 €
http://www.edition-av.de/buecher/mendyka-libertaere_schulkritik.html

http://www.edition-av.de/images/degen-ffs.jpg

Hans Jürgen Degen
Anarchismus in Deutschland 1945 - 1960
Die Föderation Freiheitlicher Sozialisten
ISBN 978-3-86841-115-9
523 Seiten
24,50 €
http://www.edition-av.de/buecher/degen-ffs.html

http://www.edition-av.de/images/ne_znam_2.jpg

Ne znam - Zeitschrift für Anarchismusforschung
Nummer 2 | Herbst 2015

Herausgeber von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-153-9
146 Seiten
12 €
http://www.edition-av.de/buecher/ne_znam_2.html

http://www.edition-av.de/images/lepoupil.jpg

Paul Le Goupil
Résistance und Todesmarsch

Ein Franzose in Buchenwald, Halberstadt und Langenstein
Übersetzt und bearbeitet von Pierre Dietz
ISBN 978-3-86841-137-9
424 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/lepoupil.html

http://www.edition-av.de/images/syfo_2014.jpg

Syfo- Forschung & Bewegung
Mitteilungen des Instituts für Syndikalismusforschung - Nr. 5 - 2015

ISSN 2192-6980
ISBN 978-3-86841-138-6
121 Seiten
10 Euro
http://www.edition-av.de/buecher/syfo_2015.html

http://www.edition-av.de/images/sie_werden_nicht_durchkommen_1.jpg

Werner Abel & Enrico Hilbert
„Sie werden nicht durchkommen“
Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution
unter Mitarbeit von Harald Wittstock, Friedrich Villis und Dieter Nelles
ISBN 978-3-86841-112-6
570 S.
45 €
http://www.edition-av.de/buecher/sie_werden_nicht_durchkommen_1.html

http://www.edition-av.de/images/doering_oertner.jpg

Helge Döhring (Hg.)
Fritz Oerter: Texte gegen Krieg und Reaktion
Reihe: Kapital braucht Kriege - Wir nicht! AnarchistInnen und SyndikalistInnen im I. Weltkrieg.
Band 4
ISBN 978-3-86841-116-4
174 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/doering_oertner.html

http://www.edition-av.de/images/militant.jpg

Martin Veith
Militant!
Stefan Gheorghiu und die revolutionäre Arbeiterbewegung Rumäniens
ISBN 978-3-86841-134-8
296 Seiten
19,90 €
http://www.edition-av.de/buecher/militant.html
 

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Günter Rückert
Das Karbidkommando
Edelweißpiraten gegen Miesmolche
Herausgegeben von Heiko Koch
 
ISBN 978-3-86841-142-3
64 Seiten
14 €
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Ruth Weiss
WEGE IM HARTEN GRAS
Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England
Mit einem Nachwort von Nadine Gordimer
ISBN 978-3-86841-162-1
306Seiten
18 €
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Oskar Kanehl
„Kein Mensch hat das Recht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen“
Herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Haug
ISBN 978-3-86841-146-1
400Seiten
18 €
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Anarchismus und Geschlechterverhältnisse
Band 1
Herausgegeben von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-139-3
206 Seiten
16 €
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Lutz Finkeldey
Im Kino der Gesellschaft
Eine soziologische Skizze zwischen Wirklichkeit und Wahrheit 
ISBN 978-3-86841-154-6
337 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/finkeldey_kino.html

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Ne znam - Zeitschrift für Anarchismusforschung
Nummer 3 | Frühjahr 2016
Herausgeben von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-161-4
178 Seiten
12 €
http://www.edition-av.de/buecher/ne_znam_3.html

Werner Abel, Enrico Hilbert & Harald Wittstock
„Sie werden nicht durchkommen“
Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution.
Band 2: Bilder und Materialien

ISBN 978-3-86841-113-3
330 S.
24,50 €

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David H.T. Wong:
Flucht zum Goldenen Berg
Comic

ISBN 978-3-86841-144-7
243 Seiten
19,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/wong.html

Miriam Magall
Kindheit in Ägypten
Roman

ISBN 978-3-86841-111-9
340 Seiten
18 €

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Sulamith Sparre
La Liberté  - die Freiheit ist eine Frau
Der Kampf der Frauen um ihre Bürger- und Menschenrechte in der Französischen Revolution

ISBN 978-3-86841-163-8
500 Seiten
24,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/sparre-la_liberte.html

Sarah Endsee
Der Tag dazwischen
Kriminalroman

ISBN978-3-86841148-5
352 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/der_tag_dazwischen.html

Günter Rückert
Das Karbidkommando
Edelweißpiraten gegen Miesmolche
Comic

ISBN 978-3-86841-142-3
64 Seiten
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/edelweisspiraten.html

Oskar Kanehl
„Kein Mensch hat das Recht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen“
Herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Haug

ISBN 978-3-86841-146-1
400Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/kanehl.html

Ruth Weiss
ZIMBABWES DIKTATOR

Die Perle, die den Glanz verlor

ISBN 978-3-86841-175-1
156 Seiten
14,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/weiss-simbabwe.html

Andreas Losch, Thomas Reichert und Johannes Waßmer (Hrsg.)
»Alles in der Schrift ist echte Gesprochenheit«

Martin Buber und die Verdeutschung der Schrift
Martin Buber-Studien 2

ISBN 978-3-86841-117-1
294 Seiten
19,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/buber-studien_2.html

Steckbriefe
gegen Eisner, Kurt und Genossen wegen Landesverrates
Ein Lesebuch über Münchner Revolutionärinnen und Revolutionäre im Januar 1918
herausgegeben von Cornelia Naumann und Günther Gerstenberg

ISBN 978-3-86841-173-7
310 Seiten
24,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/steckbriefe.html

Ernest Nybørg
Lena Halberg - London '05
Thriller
Der dritte Teil der Trilogie über die Verflechtungen von Politik, Geheimdiensten und Rüstungsindustrie
ISBN 978-3-86841-123-0
314 Seiten
14,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/nyborg-3-london05.html

Gustav Landauer
Die Revolution
Textkritische Ausgabe der Erstauflage
Hrsg., kommentiert, mit einer Einleitung sowie einem Register versehen von Siegbert Wolf. Illustrationen von Uwe Rausch.
ISBN 978-3-86841-168-3
192 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/landauer13.html

Ruth Weiss
Die Löws
Der Aufstieg
Eine jüdische Familiensaga in Deutschland - Band 3

Roman
ISBN 978-3-86841-169-0
247 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/weiss-die_loews_3.html

Augustin Souchy
Die tragische Woche im Mai 1937
eingeleitet und herausgegeben von Wolfgang Haug
ISBN 978-3-86841-164-5
169 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/souchy-mai_1937.html

 

Heinz Ratz
Taumel ist mein Leben

Gedichte

ISBN 978-3-86841-186-7
98 Seiten
10 €

http://www.edition-av.de/buecher/ratz-taumel_ist_mein_leben.html

 

Wolfram Beyer (Hrsg.)
INTERNATIONALE DER KRIEGSDIENSTGEGNER/INNEN
1947 - 2017

Beiträge zur Geschichte
Pazifismus – Antimilitarismus – Gewaltfreiheit - Widerstand gegen den Krieg

ISBN978-3-86841-187-4
129 Seiten
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/idk.html

 

Gruppe russischer Anarchisten in Deutschland
Die Verfolgung des Anarchismus in Sowjetrussland (1918 - 1922)
Herausgegeben von Philippe Kellermann

ISBN 978-3-86841-184-3
259 Seiten
17 €

http://www.edition-av.de/buecher/verfolgung_des_anarchismus_in_sowjetrussland.html

 

Miriam Magall
„O Deutschland, deine Dichter und Denker!“

Wie deutsche Schriftsteller, Politiker und Kirchen Juden und Israel heute sehen
ISBN 978-3-86841-150-8
194 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/magall-dichter_und_denker.html

 

 

Michael Englishman
163256: laut und klar
Aus der Asche des Holocaust

ISBN 978-3-86841-143-0
228 Seiten
16 €

http://www.edition-av.de/buecher/englishman.html

 

 

Helge Döhring
Anarcho-Syndikalismus

Einführung in die Theorie und Geschichte einer internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung

ISBN 978-3-86841-143-0
228 Seiten
16 €

http://www.edition-av.de/buecher/doehring-anarchosyndikalismus.html

http://edition-av.de/images/projekt_a.jpg

Horst Stowasser
Das Projekt A
herausgegeben vom Horst-Stowasser-Institut

ISBN 978-3-86841-221-6
248 Seiten
18,00 €

http://edition-av.de/buecher/projekt_a.html

Günther Gerstenberg
Räte in München
Anmerkungen zum Umsturz und zu den Räterepubliken 1918/19

ISBN 978-3-86841-225-3
226 Seiten
19,90 €

http://edition-av.de/buecher/raete_in_m%FCnchen.html

Sulamith Sparre
"Fremde der Heimat"
Sprachzertrümmerung und Welterschaffung in der Dichtung Paul Celans und Tuvia Rübners

ISBN 978-3-86841-197-3
175 Seiten
16 €

http://edition-av.de/buecher/sparre-femde_der_heimat.html

Helge Döhring
Organisierter Anarchismus in Deutschland 1919 bis 1933
Die Föderation kommunistischer Anarchisten Deutschlands (FKAD)

ISBN 978-3-86841-192-8
350 Seiten
20 €

http://edition-av.de/buecher/doehring-fkad_1.html

Stefan Gurtner
Doña Isidora und ihre unglaublichen Geschichten
Eine Familiensaga aus Bolivien

ISBN 978-3-86841193-5
568 Seiten
24,50 €

http://edition-av.de/buecher/gurtner-isidoras_unglaubliche_geschichte.html

 

Eveline Goodman-Thau
Vom Archiv zur Arche
Geschichte als Zeugnis

ISBN 978-3-86841-222-2
365 Seiten
20 €

http://edition-av.de/buecher/goodman-thau.html

Werner Abel
„Mit Salud und Händedruck!“
Militärzensur der Internationalen Brigaden in Spanien
Dokumente und Briefe
Teil 1: Dokument

ISBN 978-3-86841-165-2
305 Seiten
18 €

http://edition-av.de/buecher/abel-mit_salud_und_haendedruck.html

 


Fernseh-Interview mit David Graeber zu Anarchismus, Schulden, Geld und der Idee des bedingungslosen Grundeinkommen
http://www.grundeinkommen.ch/srf-sternstunde-philosophie-mit-david-graeber/

David Graeber ist Professor für Anthropologie in England. Er hat ein sensationelles Buch geschrieben zur Geschichte von Schulden. Graeber zeigt darin auf, dass seit der Erfindung des Kredits (und damit des Geldes) vor 5000 Jahren das Versprechen auf Rückzahlung die Menschen in die Sklaverei treibt. Und er zeigt auf, dass das Mittel eines Schulderlass oder Schuldenschnittes in der Geschichte immer wieder praktiziert wurde und auch heute eine relevates und vielleicht notwendiges Mittel sein könnte zum Ausstieg aus der weltweiten Schuldenkrise.


Urkommunismus: Utopie - das Erbe einer fernen Vergangenheit - Entstehung und Entfaltung einer egalitären Gesellschaft von Bernhard Brosius

Nach der Verbrennung der sozialistischen Utopie im Stalinismus hat die Entdeckung jener Gesellschaft (der von Catal Hüyük in der heutigen Türkei) eine besondere Bedeutung erhalten. Sie ermöglicht es, empirische Erfahrungen zu sammeln und gibt ein Beispiel für die Beziehungen zwischen kommunistischen Produktionsverhältnissen und den gesellschaftlichen Verhältnissen - und zwar bei einer Gesellschaft, die nicht 80 Jahre bestand, sondern 3.000 Jahre (ab 7200 v. Chr). Dass eine Entwicklung wie die beschriebene in der Steinzeit möglich war, bestätigt einmal mehr, dass nicht der technische Standard, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse über die Lebensqualität und den Gesellschaftscharakter entscheiden. Und was wäre heute möglich - auf dem heutigen Stand unserer technischen Entwicklung -, wenn wir endlich vernünftige gesellschaftliche Verhältnisse hätten...


n-tv-Interview mit Dr. Heide Göttner-Abendroth, der Begründerin der modernen Matriarchatsforschung: Wie lebt es sich im Matriarchat? "Frauenherrschaft? Das ist Unfug!"

Der Kabarettist Volker Pispers erklärt den Kapitalismus - sehenswert!

Marc-Uwe Kling: Wer hat uns verraten? - Ein Song über die SPD.


Anarchie ist Freiheit und Freude am Leben

Die Anarchie ist eine Quelle von Kreativität. Vom gesellschaftlichen Druck befreit, beginnen die Menschen ganz spontan zu erfinden, nach Schönheit und Intelligenz zu suchen, miteinander zu kommunizieren. In guter Erde können sogar die kleinsten Sachen zu großen Bäumen heranwachsen, die reiche Früchte tragen.
Revolutionsregel Nr. 54, in: Bernard Werber "Revolution der Ameisen", Dritter Band der Trilogie, Heyne-Verlag, 1998, S. 386


Was ist eigentlich Anarchie? - Ein immer noch und immer wieder aktueller Redebeitrag


„Ich bin nicht der Eigentümer des Anarchismus. Ich glaube nicht an Eigentum an Ideen. Der Anarchismus existierte vor mir, wie er nach mir existieren wird. Ich kann ihn nur für mich selbst interpretieren.“
Benjamin R. Tucker (in: „Liberty“, XI vom 30.11.1895, S. 3)


Vergleich von echtem Ökostrom


„Man wäre kein wahrer Anarchist, wenn man auf Grundsätzen beharren würde.“
Eva Demsik (in: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9159225.html)