A-Drache
anarch-o-mat - Bin ich ein/e Anarchist/in?

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen” — Warren Buffett (Multimilliardär)


A-Camp - Ein Experiment gelebter Anarchie vom 29. Juli bis 6. August 2020 bei Linz/Österreich

Das A-Camp 2020 richtet sich an alle, die sich in anarchistischen Ideen wiedererkennen oder sich für solche interessieren. Auf der Grundlage von Solidarität, gegenseitiger Hilfe, freier Assoziation und Selbstorganisation soll über eine Woche mit Anarchie(n) experimentiert werden.

Die Tage des A-Camps werden gefüllt mit Auseinandersetzung, Diskussionen, praktischen Workshops, Sport, Kreativem und allem, was Leute initiativ einbringen und daraus machen.Du brauchst keine Erfahrung mit Workshops, um einen zu starten. Es geht nicht darum, etwas perfekt zu können, sondern kollektiv zu lernen.

Dabei steht der Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und das Vertiefen von bereits geknüpften Beziehungen im Vordergrund, um Perspektiven und Wege zu finden die Überwindung der bestehenden Ordnung voranzutreiben.

Wir möchten, dass das A-Camp ein Treffpunkt für Menschen mit gemeinsamen Kämpfen ist, um sich zu vernetzen und auszutauschen. Das Camp wird in Österreich stattfinden, aber wir möchten alle einladen, die teilnehmen möchten, besonders Menschen und Kollektive von Orten außerhalb von Östereich und Deutschland. Wir werden versuchen, alle Personen, die kein Deutsch oder Englisch sprechen, durch Flüsterübersetzung zu inkludieren.

Weiterhin planen wir für Menschen und Kollektive, die zum Camp anreisen müssen (scheiß Grenzen), einen Topf mit finanziellen Mitteln aufzustellen. Schreibt uns dafür gerne an. Es ist uns wichtig einen Weg für jede Person zu finden, die teilnehmen möchte.

Wir möchten das Camp so barrierefrei wir möglich machen. Informationen zur Erreichbarkeit mit Rollstuhl, überdachten Schlafplätzen, Kinderbetreuung, Tiere, Wägen usw. findet ihr auf dieser Website unter Infrastruktur.

Wir werden kein exkludierendes/diskriminierendes oder belästigendes Verhalten am Camp tolerieren. Es wird am Camp Raum und Materialen geben, um über solches Verhalten individuell und kollektiv zu reflektiern und zu hinterfragen.

Du kannst uns gerne scheiben, wenn es für dich wichtige Themen/Dinge gibt, die hier bisher nicht erwähnt wurden. (a-camp@riseup.net).

Um die Vorfreude zu erhöhen, hier der Link zum Ankündigungsvideo 

Das A-Camp wird das, was jede* Einzelne* daraus macht.
Für die Anarchie!

Wenn du teilnehmen, einen Workshop abhalten oder mithelfen möchtest, dann lass es uns wissen.

acamp2019@systemli.org


Libertärer Podcast Aprilrückblick 2020

Die 60-minütige Sendung blickt auf folgende Themen aus dem Vormonat zurück:

Berlin: Protest am Kotti und die Coronakrise

Sri Lanka: Die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Interview: Politischer Burnout? Radical Resilience!

Wo herrscht Anarchie?

LinktippMontags 20 Uhr ans Fenster

Musik

Time: These Songs Kill Fascists (Song: SEEDS)


Links zur Corona-Pandemie:


Zombiwalk des Kapitals: „Hygienedemos“ und die Linke


Internetfund: Jede Unterhaltung über Corona. Immer.

„Ich glaube nicht an das Virus!“
Ich: „Das ist nicht schlimm – das Virus ist so oder so da, auch wenn Du nicht daran glaubst.“
„Es ist sowieso Teil einer großen Verschwörung!“
Ich: „Wie das? Ich dachte, es sei nicht da?“
„Ist es auch nicht, aber es soll uns Angst machen.“
Ich: „Wieso?“
„Weil man uns impfen will!“
Ich: „Also ich möchte geimpft werden, sobald eine Impfung gegen COVID-19 verfügbar ist.“
„Hast Du Dich auch gegen die anderen 18 impfen lassen?“
Ich: „Welche anderen 18?“
„Na, COVID-19‽“
Ich: „Ähm, das ist das Entdeckungsjahr.“
„Das ist nicht entdeckt worden. Gibt es ja auch gar nicht.“
„Bill Gates will uns alle impfen.“
Ich: „Wieso?“
„Er hat die WHO gekauft! 80 % von deren Geld stammen von ihm. Wusstest Du, dass COVID für Impfpass steht? Certification of Vaccination Identification!“
Ich: „Tut es nicht. Und die 80 % kommen von Ken Jebsen und sind falsch, steht im WHO-Jahresbericht. Kann man nachlesen.“
„Aber er will uns alle chippen. Das steht auch in der Johannes-Offenbahrung. Glaubst Du dem WHO-Jahresbericht mehr als der Bibel?“
Ich: „Gott hat was über Bill Gates reingeschrieben, aber nicht über das Virus?“
„Ich weiß nicht, was er genau geschrieben hat, musst Du selbst lesen. Sei kein Schaf!“
Ich: „Aber Du hast es nicht gelesen?“
„Nein, aber ich habe darüber gelesen! Bei Leuten, die sich damit auskennen!“
Ich: „Hast Du geprüft, ob das stimmt?“
„Nein. Wieso auch? Das leuchtet doch ein!“
Ich: „Also glaubst Du alles ungeprüft, was einleuchtet?“
„Nein.“
Ich: „Aber das?“
„Nein. Ich hinterfrage alles!“
Ich: „Aber Du hast es doch nicht selbst gelesen?“
„Muss ich auch nicht. Ich habe meine Quellen. Denen vertraue ich.“
Ich: „Und warum möchtest Du Dich nicht impfen lassen?“
„Weil da Gift drin ist!“
Ich: „Aber die Impfung gibt es doch noch gar nicht.“
„Doch klar! Die, die das Virus in Wuhan erschaffen haben, haben das Gegenmittel. Das geht alles von den Chinesen aus.“
Ich: „Das Virus gibt es also doch?“
„Nein.“
Ich: „Wieso gibt es dann schon eine Impfung?“
„Na, das gehört zum Plan.“
Ich: „Welchem Plan?“
„Na, dem von Bill Gates.“
Ich: „Der arbeitet mit den Chinesen zusammen?“
„Ja, und Trump und Putin tun ja ihr Möglichstes dagegen. Aber es hilft nichts.“
Ich: „Was tun die denn?“
„5G aufhalten! Das Land öffnen, gegen die Opposition! Kinder retten!“
Ich: „Was hat jetzt 5G damit zu tun?“
„Damit soll unser Immunsystem geschwächt werden, damit uns das Virus erwischen kann. Die Weltbevölkerung soll dezimiert werden. Kannst Du im Internet nachlesen.“
Ich: „Man kann alles im Internet nachlesen, das sagt noch nichts über den Wahrheitsgehalt aus. Und wie kann ein erfundener Virus unser schwaches Immunsystem ausnutzen?“
„Die retten auch Kinder.“
Ich: „Wovor? Und was ist jetzt mit dem Virus? Erfunden oder nicht?“
„Vor der Folter!“
Ich: „Welcher Folter?“
„Tom Hanks und viele aus der Elite wollen das Kinderblut trinken.“
Ich: „Warum wollen sie das? Und der Virus?“
„Damit sie länger leben!“
Ich: „Woher hast Du das?“
„Xavier Naidoo hat mich darauf gebracht. Er hat das herausgefunden. Er recherchiert da seit 20 Jahren!“
Ich: „Nein, er macht seit 20 Jahren schlechte Musik. Er ist Sänger, kein Journalist oder Wissenschaftler. Und auch nicht Ermittler.“
„Sänger können auch recherchieren!“
Ich: „Und was ist jetzt mit dem Virus?“
„Was soll damit sein?“
Ich: „Na, existiert es, oder nicht?“
„Das kann ich nicht genau sagen. Aber eher nicht. Ich kenne niemanden, der es hat.“
Ich: „Naja, es sind bloß 0,2 % der Bevölkerung in Deutschland infiziert. Die Chance, dass man niemanden kennt, der das Virus hat, ist recht groß.“
„Na also, da haben wir’s!“
Ich: „Was?“
„Na, niemand ist infiziert!“
Ich: „Mit einem Virus, das es nicht gibt?“
„Genau!“
Ich: „Im Ernst, wie kommst Du drauf?“
„Na, hast Du doch gerade eben gesagt!“
Ich: „Wo das?“
„Du hast gesagt, es sind nur 0,2 % infiziert. Das ist doch fast niemand!“
Ich: „Das sind bei über 83 Millionen Deutschen immer noch über 170.000 Menschen!“
„Das stimmt nicht. Das sind nur 0,2. Und außerdem sind das ja nicht alles Deutsche!“
Ich: „Was hat das denn damit zu tun?“
„Na, Du hast doch gesagt: 83 Millionen Deutsche. Da sind doch auch Ausländer dabei!“
Ich: „Nein. Aber was hat das damit zu tun?“
„Ausländer füttern wir mit durch!“
Ich: „Wie kommst Du jetzt drauf?“
„Na, die kriegen den Impfstoff ja kostenlos!“
Ich: „Selbst wenn es so wäre: Du willst ihn doch gar nicht, was schert Dich das?“
„Wenn Ausländer ihn kostenlos bekommen, wieso müssen wir ihn bezahlen?“
Ich: „Musst Du ja nicht. Das ist doch Deine Entscheidung!“
„Ich darf ja nichts mehr, wenn ich mir kein Gift spritzen lasse.“
Ich: „Was darfst Du dann nicht mehr?“
„Rausgehen.“
Ich: „Wer sagt das?“
„Merkel.“
Ich: „Hast Du eine Quelle?“
„Weiß doch jeder.“
Ich: „Also hast Du keine Quelle?“
„Habe ich gelesen.“
Ich: „Wo?“
„Bei jemandem, dem ich vertraue.“
Ich: „Okay. Und wie kommst Du darauf, dass der Impfstoff Gift ist, oder sogar tödlich?“
„Weil ich den Plan kenne.“
Ich: „Welchen Plan?“
„Den Plan, die Bevölkerung zu dezimieren.“
Ich: „Du weißt schon, dass es noch keinen Impfstoff gibt?“
„Jeder weiß, was da drin sein wird.“
Ich: „Wieso haben wir ihn dann noch nicht, wenn jeder das weiß?“
„Gift. Es ist immer Gift drin. Um uns zu kontrollieren. Schon als Kinder!“
Ich: „Du weißt, dass auf Impfstoffen draufsteht, was drin ist, oder?“
„Das glaubst Du?“
Ich: „Es gibt kaum etwas in Deutschland, was so gut kontrolliert wird, wie Medizin.“
„Ja, von Merkel. Was ich davon halte, weißt Du ja.“
Ich: „Merkel kontrolliert Impfstoffe?“
„Nein, aber ihre Handlanger.“
Ich: „Ich weiß nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll.“
„Ich auch nicht. Mit Dir kann man sich nicht vernünftig unterhalten. Das bringt nichts.“
Ich: „Oh, woran meinst Du, könnte das liegen?“
„Ich habe so viele Informationen über alles, was so passiert, und Du bist ein höriges Schlafschaf, das der Elite wirklich alles glaubt. Du solltest besser aufwachen.“


Hier findet ihr viele Artikel aus weltweiter anarchosyndikalistischer Perspektive


CORONA-EPIDEMIE: TAGEBUCH DER INNEREN SICHERHEIT

Cilip: Bürgerrechte &Polizie: Seit 1978 Berichte, Analysen, Nachrichten zu den Themen Polizei, Geheimdienste, Politik „Innerer Sicherheit“ und BürgerInnenrechte.


Die beste Entschwörung ist Klassenkampf

Der Text wurde von einer großen linken Zeitschrift bestellt und dann abgelehnt, weil sie lieber lesen wollten, “warum Linke so anfällig für Verschwörungstheorien” seien.


In der Zeit entdeckt Michael Ebmeyer unter der Überschrift "Mit Anarchie gegen Corona" gerade Pjotr Kropotikin: Nur die Fittesten überleben?

Ja, aber fit bedeutet nicht rücksichtslos. Warum uns ausgerechnet ein beargwöhnter Naturforscher lehren kann, den Rückzug zu akzeptieren.

Podcast: Benni Bärmann und Antje Schrupp reden über Corona und Anarchismus. Und Sozialsysteme. Und Wissenschaft. Und Klima.


Kurzanalysen zu Staat, Kapital und bürgerlicher Öffentlichkeit in Zeiten der Corona-Pandemie

Die Ereignisse überschlagen sich rasant, die Debatten ändern sich teils von Tag zu Tag. Deshalb veröffentlichen die Gruppen gegen Kapital und Nation schneller diskutierte Kurzanalysen, die weniger stringent argumentiert sein mögen, als man es sonst vielleicht kennt. Dennoch viel Spaß beim Lesen.


NEUERSCHEINUNG: Corona und die Demokratie. Eine linke Kritik – Gerald Grüneklee, Clemens Heni, Peter Nowak

Erscheinungsdatum: 15. Mai 2020

190 Seiten | 14,8 x 21 cm | Softcover | ISBN 978-3-946193-33-3 | 14€,

Wir erleben seit März 2020 die größten Freiheits- und Grundrechtsbeschränkungen aller Zeiten in der Bundesrepublik seit dem Ende des Nationalsozialismus am 8. Mai 1945. Wir sind Zeugen des Entstehens einer Gesundheitsdiktatur, oder sind wir bereits mittendrin? Was ist von der linken Gesellschaftskritik übriggeblieben? Die Linke vertritt die Moral: „Wir sind die Guten“ – und nun auch noch mit Abstand. Alle machen mit oder feuern den Staat an, nicht locker zu lassen.

Das ermöglicht es der politischen Rechten, dieses Protest-Vakuum zu füllen und sie tun dies mit enormer Aggressivität und Geschwindigkeit, Reichsbürger, Antisemiten, Nazis, die Querfront, Verschwörungsideologen, Irrationalisten. Das zeigt sich exemplarisch in der ganz neuen Partei Widerstand2020, die vorgeblich weder rechts noch links ist, was immer ein Anzeichen für Rechte ist. Wir befinden uns mitten in einem Lehrstück. Die Staaten nutzen die Corona-Krise als Testballon. Wieviel Staatsmacht werden wir künftig erleben? Gibt es noch Opposition? Wie wird die kapitalistische Wirtschaft organisiert sein? Überhaupt: wie wird es weitergehen? Wie wollen wir leben? Sitzen „wir“ alle in „einem Boot“ oder haben manche ’ne Luxusjacht, andere ein Schlauchboot?

Nach der Krise ist vor der Krise. Es geht um linke Diskussionen und linke Antworten, wir dürfen weder den Affirmatoren der Massenpanik noch den Rechten das Feld kampflos überlassen.

WIR VERSTEHEN UNSERE TEXTE ALS AUFFORDERUNG ZUM

SELBERDENKEN, ZUM NACHDENKEN, ZUM WEITERDENKEN.

GERALD GRÜNEKLEE: arbeitet als Sozialpädagoge in Bremen, er ist seit vielen Jahren in der Buchbranche als Publizist, Antiquar, Verlagsservice, Lektor aktiv.

CLEMENS HENI: Dr. phil., ist Politikwissenschaftler und Direktor des Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA).

PETER NOWAK: ist Journalist und schreibt u.a. für Telepolis, Konkret, jungle world, Freitag, Neues Deutschland.


Erich Mühsam und die Politisierung der ‚Kunden’ (Wohnsitzlose / Obdachlose) - Dokumente eines Scheiterns.
Zusammengestellt von Ulrich Linse.

Quelle: Künstlerhaus Bethanien (Hrsg): Wohnsitz: Nirgendwo – Vom Leben und vom Überleben auf der Strasse, Verlag Fröhlich und Kaufmann, Berlin 1982, S. 179 - 190.
https://www.drstefanschneider.de/1511-muehsam-politisierung-wohnungsloser.html

+++ STREIK BEI SPARGEL RITTER IN BORNHEIM (BONN) +++

Seit einem Monat arbeiten über 250 rumänische Beschäftigte als Erntehelfer*innen auf dem Spargelhof Ritter. Ohne Schutzausrüstung ernten sie hier jeden Tag pro Person circa 30 Kisten Erdbeeren  einen Stundenlohn gibt es nicht. Theoretisch sollen etwa drei Euro pro Kiste gezahlt werden. Manchmal sind es noch weniger. Das bedeutet, dass die Arbeiter*innen teils weniger als ein Drittel des gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohns bekommen. Das ist ein Skandal!
Es fehlt an Hygieneartikeln, das vom Lohn abgezogene Essen ist verdorben und die Beschäftigten dürfen das Gelände nicht ohne weiteres selbstständig verlassen.

Während der Arbeit am letzten Donnerstag kam großer Unmut auf, als sich rumsprach, dass einzelne Angestellte etwas mehr Geld bekamen als andere.
Daraufhin verließen die Erntehelfer*innen geschlossen das Feld und wollten zum Chef. Dieser aber war für keine Gespräche bereit und ging nicht auf die gerechtfertigten Vorwürfe ein. Am nächsten Tag rief er direkt die Polizei, die zog aber ohne wirklich benötigt zu werden bald vom Wohngelände der Arbeiter*innen ab.

Der zu diesem Zeitpunkt bereits insolvente Spargel- und Erdbeerenproduzent Ritter hatte seinen Erntehelfer*innen drei Monate Arbeit vertraglich zugesichert. Nun sollen sie nach einem Monat bereits auf eigene Kosten nach Rumänien abreisen  dabei kostet schon eine Strecke die Hälfte des unvollständig gezahlten Lohns.
Am Dienstag müssen die Erntehelfer*innen ihr Unterkünfte verlassen und müssen zusehen, wo sie bleiben. Die ca. 250 Personen stehen vor der Obdachlosigkeit und stehen kurz davor, ohne das dringend benötigte Geld für sich und ihre Familien heimreisen zu müssen. Aus Protest wurde die Arbeit am Freitag niedergelegt. Diesen Protest unterstützen wir und fordern euch alle auf, an diesem Protest teilzunehmen!

Wir solidarisieren uns mit den Arbeiter*innen und fordern gemeinsam mit den Arbeiter*innen die Auszahlung der zustehenden Löhne. Weiterhin wehren wir uns gegen die ausbeuterische, menschenunwürdige Unterbringung und Versorgung der Beschäftigten.

Wir rufen zur Unterstützung und zur Selbstorganisation aller in vergleichbaren Situationen auf, denn Bornheim ist kein Einzelfall.

Gemeinsam mit den Beschäftigten ruft die FAU Bonn zu einer Demonstration für Montag den 18. Mai um 9 Uhr morgens in Bornheim auf. Treffpunkt ist:
Im Ühlchen, 53332 Bornheim.

Solidarität ist eine Waffe!
One world one struggle!


„Wird unser Mut langen?“

Online-Buchlesung: Sonntag, den 17. Mai 2020 um 11 Uhr

mit Alice Grünfelder

Sie lebte in den 80er Jahren als junge Frau in Mutlangen. Sie hat von der Stationierung der Pershing II und den gewaltfreien Blockaden wenig mitbekommen. Heute beschäftigen sie Fragen wie: Wie konnte es einer Handvoll Friedensbewegten in Mutlangen über Jahre hinweg und gegen sämtliche Anfeindungen gelingen, den Abzug der Pershing-II-Raketen zu erzwingen? Warum engagieren sich die einen, warum schauen andere weg? In welchem Spannungsfeld entsteht Zivilcourage, und was kann Mutlangen noch heute bedeuten als Symbol des zivilen Ungehorsams?
Interessierte Menschen sind herzlich zur Online Lesung der Presshütte Mutlangen eingeladen

Nach Anmeldung unter
redaktion@pressehuette.de
werden die Zugangsdaten zugeschickt.

Unterstützt die Anarchistische Bibliothek in Wien beim Umbau ihrer Räume!

"Nun haben wir auch den Rest des Bauschutts entsorgt – die im vergleich zur ersten Runde lächerlichen 3m³ haben wir sorgfältigst getrennt auf die Wiener Müllplätze verteilt. Hier seht ihr einige Impressionen von den lieben Holzwürmern, welche Gefallen an den Trägern der Decke gefunden haben und die ihnen sehr zu schmecken scheinen.
https://a-bibliothek.org/bilder/umbau-baustelle-02/

Deshalb mussten wir auch die zweite Zwischendecke herausreißen, was eigentlich nicht geplant war und die Folgekosten dafür schon gar nicht.
!!!CROWDFUNDING!!! https://www.startnext.com/a-bib-wien

Aber der erfreuliche Nebeneffekt dabei war, dass ein wunderschönes Gewölbe zum Vorschein kam. Das wird nun verputzt, um die Bücher und Archivmaterialien vor dem langsam herabrieselnden Mauerstaub zu schützen. Die Eisenträger, auf denen das Gewölbe aufliegt, entrosten wir gerade und sie sollen dann mit einer Rostschutzfarbe in Anthrazit gestrichen werden.

Wir wollen uns auch bei allen bedanken, welche bereits unser Crowdfunding unterstützt haben. Nach diesem guten Start hoffen wir das die Unterstützung weiter geht. Deshalb bitte die Kampagne fleißig verteilen, wir bauen dafür fleißig weiter."

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ANARCHISTISCHE BIBLIOTHEK | ARCHIV | INSTITUT | WIEN DIE BIBLIOTHEK | ARCHIV | INSTITUT FÜR ANARCHISMUSFORSCHUNG IST ZUR ZEIT AUF WANDERSCHAFT https://a-bibliothek.org/ https://katalog.a-bibliothek.org/
spendenkonto: Verein zur Förderung libertärer Bibliotheks- und Archivkultur, IBAN: AT78 1400 0108 1000 0703, BIC: BAWAAATWW
Das Gestern im Gedächtnis behalten, das Heute in die Hand nehmen!
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Connection e.V. und War Resisters’ International

15. Mai – Beteilige Dich an der Aktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Schicke uns Dein Video

Weitere Infos unter https://de.Connection-eV.org/article-2986

Es sind beunruhigende und ungewöhnliche Zeiten. Angesichts der Corona-Pandemie haben wir darüber nachgedacht, wie wir dieses Jahr den Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung begehen können. Connection e.V. und die War Resisters‘ International haben eine Idee, wie Du Dich daran beteiligen kannst.

Schwerpunkt 2020: Als Schwerpunktthema für den diesjährigen Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung steht das Thema "KDV und Asyl". Viele gegenwärtige Flüchtlinge mussten ihre Herkunftsländer verlassen, um zwangsweiser Rekrutierung zu entgehen. Ihnen wird das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung verwehrt. Aber die Flucht vor Krieg und Zwangsrekrutierung wird in aller Regel nicht als Asylgrund gesehen. Wir sagen: Der Schutz von Menschen, die sich nicht am Krieg beteiligen wollen, wäre ein wichtiger und notwendiger Schritt gegen Krieg und Unterdrückung!

Für den diesjährigen Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung möchten wir folgende Aktion vorschlagen:
War Resisters’ International und Connection e.V. haben einen YouTube-Kanal eröffnet. Am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung möchten wir dort so viele Beiträge wie möglich veröffentlichen und über den Hashtag #CODay2020 verbreiten. Einige Videos wurden dafür bereits von uns vorbereitet (www.youtube.com/channel/UC0WZGT6i5HO14oLAug2n0Nw).

Wir wünschen uns dafür von Dir:
1. Ein kurzes Video (nicht länger als 2,5 Minuten) mit einer persönlichen Erklärung oder Mitteilung.
2. Du könntest z.B. folgende Fragen darin beantworten:
                a. Warum habe ich den Kriegsdienst verweigert?
                b. Was geschah, nachdem ich diese Entscheidung getroffen habe?
                c. Wo bin ich und was tue ich jetzt?
Ähnliche Fragen könnten auch von Unterstützer*innen genutzt werden, die sich an der Aktion beteiligen wollen.
3. Wir nehmen Beiträge in allen Sprachen entgegen. Wenn das Video nicht in Englisch ist, benötigen wir eine Abschrift des Textes. Soweit möglich bitten wir um eine Übersetzung des Textes ins Englische. Bitte nimm dafür so bald wie möglich mit uns Kontakt auf.
4. Das Video sollte eine Auflösung von mindestens 640x360 (360px) haben.
5. Bitte beachte, dass benutzte Fotos und Musik frei von Copyright-Rechten sein müssen, z.B. GEMA, VG WORT, Copyright für Bilder und Texte.
6. Wenn Du ein Video an uns senden willst, melde Dich bitte bei einer der beiden folgenden eMail-Adressen: info@wri-irg.org oder office@Connection-eV.org.

Geplante Veröffentlichung: Wir werden die Videos so hochladen, dass sie zu einem gemeinsamen Zeitpunkt am 15. Mai öffentlich zugänglich sind. Im Titel werden wir den Namen (zumindest Vornamen), das Land/die Länder und ein Zitat von Dir nennen. Wie das aussieht: Hier ist ein Beispiel: https://youtu.be/KovQP36a-s8.  

Wir freuen uns auf zahlreiche Beteiligung.


"MÜNCHEN LIEST - AUS VERBRANNTEN BÜCHERN"

10. Mai 2019 von 10 bis 18 Uhr am Königsplatz in München

86 Jahre nach der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz in München:

Am 10. Mai 2019 um 10 Uhr wird der Künstler Wolfram P. Kastner einen Brandfleck in den Rasen des Königsplatzes brennen (damit kein Gras über die Geschichte wächst) und
von 11 – 18 Uhr eine Lesung "München liest - aus verbrannten Büchern" moderieren.

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtübergabe an die Nazis, beteiligten sich 50.000 Münchnerinnen und Münchner (großenteils Akademiker) an der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz, die von Studenten der Münchner Universitäten und dem Rektor der LMU inszeniert wurde.

Verbrannt wurden Bücher von Autoren wie Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Irmgard Keun, Heinrich Mann, Erich Mühsam, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und Stefan Zweig. Ab März 1933 wurden in Deutschland (in über 60 Städten) und später in den besetzten Ländern Bücher und Bibliotheken verbrannt und vernichtet. Dem folgte die Vernichtung von Menschen und die Zerstörung von Städten und Ländern.

In München begann der Terrorakt gegen das angeblich "volkszersetzende Schrifttum" mit einer pompösen Auftaktveranstaltung im Lichthof der Münchner Universität am 10. Mai 1933. Nach einem nächtlichen Fackelzug durch die Stadt wurde dann auf dem Königsplatz der Verbrennungsakt inszeniert, die Bücher der "Reichsfeinde" auf den Scheiterhaufen geworfen.

Viele der 1933 verbrannten Bücher sind bis heute weitgehend unbekannt.

Veranstalter: Institut für Kunst und Forschung, München, Wolfram P. Kastner, Tel. 089 - 157 32 19

Mitveranstalter: Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Bayern; Bund für Geistesfreiheit; DGB Landesbezirk Bayern; Evangelisch-Lutherisches Dekanat München; Evangelische Versöhnungskirche, Dachau; Kulturreferat und Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München; Hochschule München; Institut für Deutsche Philologie/LMU; Münchner Kammerspiele; Münchner Volkshochschule; Münchner Stadtbibliothek?; Oskar Maria Graf Gesellschaft; Stiftung Bayerische Gedenkstätten; Verband Deutscher Schriftsteller (VS); ver.di Bayern

Die Universität München/LMU hat sich bisher nicht bereitgefunden, als Mitveranstalter die Lesung mitzutragen, obwohl sie 1933 die Bücherverbrennung organisierte.

Weitere Informationen unter 089 – 157 32 19 (Wolfram P. Kastner)


Einladung Politisches Labor – Anarchismus
Wie können wir in einer unfreien Welt freie Menschen werden?

Wann: 5.-13. September 2020
Wo: Freiraum, Maiergasse 2, 97070 Würzburg

Internetseite: https://politischeslabor.wordpress.com/ 
Kalenderpad (einfach eintragen): https://ethercalc.openstack.org/9m3o5poxq2mt
Mitwohngelegenheit für die Zeit, Anfragen: politisches-labor@riseup.net

Einladung zum Politischen Labor in Würzburg

Neun Tage lang wird der Freiraum ein Ort des Austausches, des Lernens und Lebens zu Anarchismus, Anarchie und Herrschaftsfreiheit aus verschiedenen Perspektiven sein: Theorie, Liebe, Organisation, Wirtschaften, Wohnen, Ausstellungen, Konzerte.... Wir, die Menchen der Initiative Politisches Labor, laden Euch zum mitgstalten (Vortrag, Workshop, andere Formate, Konzert) und/oder zum Teilnehmen und Teilhaben ein.

Da wir nicht einschätzen können, welche Art von Beschränkungen es im September geben wird, wollen wir das Politische Labor so oder so größer denken. Wir wollen Menschen die Möglichkeit geben, per Livestream als Teilnehmende oder als Referierende dabei zu sein - das eröffnet uns die Möglichkeit, Anarchist*innen aus aller Welt zu hören!

Was ist das Politische Labor?

Das politische Labor ist ein Veranstaltungsformat, dass wir im Freiraum das erste Mal vor 4 Jahren organisiert haben - als Antwort auf die Aussage "Da kann man doch eh nix machen". Es wollte Werkzeuge für gesellschaftliche und politische Einflussnahme an die Hand geben. Im nächsten Jahr suchten wir nach dem "guten Leben" in ganz unterschiedlichen Bereichen. Was heißt gute Bildung, gute Landwirtschaft, Recht auf Faulheit, gute Ökonomie, usw. 

Das Politische Labor 2020

Nach 2 Jahren Pause wollen wir uns dieses Jahr dem Thema Anarchismus und Anarchie widmen. Dazu wünschen wir uns, das Menschen, die sich selbst als Anarchist*innen verstehen oder einfach herrschaftsfrei(er) leben, in Projekten mitwirken oder sich in Theorien eingearbeitet haben, ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns teilen. 
Wir wollen die Organisation herrschaftsfrei gestalten. Im Kalenderpad (siehe Link oben) können Menschen sich selbst eintragen, wann sie was einbringen möchten, die frei bleibenden Zeiten können auch spontan bespielt werden. In unserer Vorstellung ist in diesen Tagen der Freiraum dauerhaft offen. Wenn gerade kein Vortrag ist, kochen Menschen zu Mittag, kommen miteinander ins Gespräch, musizieren oder malen Transpis für eine Spontandemo.

Kommt nach Würzburg, bringt euch ein!

Zum Veranstaltungsort: Der Freiraum kommt aus der Umsonstladenbewegung. Im Luftschloss, dem Umsonstladen Würzburg, entstand die Idee eines Raumes, wo freies Geben und Nehmen nicht auf Sachen beschränkt ist. Im Freiraum werden Veranstaltungen, Kurse, gemeinschafliches Essen, Wissen und Zeit ohne Gegenleistung verschenkt - nach Bedürfnissen und Faehigkeiten.

Einleitung zum politischen Labor
Von Geburt an sind wir den Einflüssen unserer Umgebung ausgesetzt. Wir bekommen eine Identität. Wir lernen was richtig und was falsch ist – mit Belohnung und Strafe, mit Liebe und Liebesentzug. Wir verarbeiten diese Einflüsse. Wir entwickeln ein Raster, was gut und was schlecht für uns ist.

Was stellen wir in Frage?

Eltern, Schule, Meinungsmanagement unterschiedlicher Institutionen und Bürokratie möchten ihre Ziele durchsetzen. Mit Propaganda oder Einschüchterung. Mit Sprache, die gezielt eingesetzt oder unbewusst reproduziert wird, werden wir dahingehend manipuliert, das wir die Herrschaftsverhältnisse anerkennen und vielleicht sogar für moralisch halten.

Anarchist*innen erkennen die Herrschaftsverhältnisse nicht an. Sie möchten zu keiner Nation gehören, zerschneiden vielleicht ihren Ausweis oder kämpfen für die Gleichberechtigung aller. Sie möchten niemandem dominieren, sich aber auch nicht dominieren lassen. Deshalb handeln Anarchist*innen oft anders, als es vorgesehen ist. Das Beispiel, dass wir alle kennen ist die rote Ampel: Die Straße ist frei, kein Auto weit und breit und die Fußgänger*innen gehen nicht über die gähnendleere Straße. Von alltäglichen Akten wie dem Gang über die rote Ampel reicht der Widerstand bis zur gewaltsamen Verteidigung gegen totalitäre Systeme, wie es z.B. in Rojava passiert. Machtstrukturen entdecken, bearbeiten und laut sein, statt alles zu akzeptieren. Hierarchiefreie Gemeinschaften bilden, kollektiv wirtschaften statt unter einer*m Chef*in buckeln, dem Schulanwesendheitszwang entkommen um Bildung vielschichtiger, frei gestalten. Sexualität befreien aus einengenden, verkrampften Moralvorstellungen. Wissen teilen statt einer Verwertungslogik unterwerfen. Eine lebendige, selbstversorgende Dorfstruktur entwickeln, statt in einem anonymisierten Vorort zu leben. Dinge langlebig nutzen und reparieren statt von profitorientierten Unternehmen abhängig zu sein. Orte, Treffpunkte, Gemeinschaften und Kommunen bauen, die sich für ein Leben außerhalb kapitalistischer Strukturen entscheiden.

Wir sind glücklich, dass es dieses Jahr klappt und freuen uns auf jede Art der Mitgestaltung - als Gast, Köch*in, Vortragende, Netzwerker*in...

Solidarische Grüße,
Initiative Politisches Labor

c/o Freiraum Würzburg
Maiergasse 2, 97082 Würzburg
Spendenkonto: Freiraum Würzburg e.V,
IBAN: DE08430609676040293300,
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: Politisches Labor


Der Meininger Wanderverein Bakuninhütte e.V. erhält für sein ehrenamtliches Engagement den diesjährigen Erich Mühsam-Förderpreis.

Der Meininger Wanderverein Bakuninhütte erhielt den Erich-Mühsam-Förderpreis am 26. Oktober im Berliner Literaturhaus verliehen. Über 80 Menschen waren der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt, die von vertonten Erich Mühsam-Gedichten, hervorragend interpretiert von Isabel Neuenfeldt (Gesang / Akkordeon), umrahmt war.
Der Namensgeber der Auszeichnung, Erich Mühsam, hatte die Bakuninhütte 1930 mehrmals besucht, für deren Erhalt und Belebung sich der Wanderverein seit 2005 unermüdlich einsetzt.

Für den Verein ein langer, steiniger Weg, den der Kreisheimatpfleger Axel Wirth in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Literaturhaus Berlin beschreibt: "Dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement – teils aus großer Ferne – wurde begleitet von geradezu unlösbar erscheinenden Problemen bezüglich Eigentum, Baurecht, Nutzung und Bewirtschaftung, Zufahrtsrecht, persönlicher und ideologischer Missgunst und anderem mehr. […] Mit unzähligen weiteren Maßnahmen der hoch professionellen Öffentlichkeitsarbeit des Vereins ist es gelungen, verschollenes heimatgeschichtliches Wissen maßgeblich wieder ins öffentliche Bewusstsein zu holen: 2015 wurde die Bakuninhütte zum Kulturdenkmal erklärt. Die Akteure des „Wandervereins Bakuninhütte e.V.“ waren und sind dabei die ausschlaggebende Triebfeder – wissenschaftlich, handwerklich und äußerst gastfreundlich."

Für den Wanderverein Bakuninhütte betonte Kai Richarz in seiner Dankesrede insbesondere die überaus wertvolle Unterstützung durch eine Vielzahl von Freunden und Förderern. Gleichzeitig honorierte er die große Anerkennung für die Arbeit der Ehrenamtlichen, die das Wirken des Vereins in hohem Maße beflügeln wird. Er versprach im Namen der Ausgezeichneten, auch weiterhin im Sinne und Geiste Erich Mühsams zu wirken, sein Andenken zu bewahren, und davon ausgehend mit gesellschaftlichen Verhältnissen kritisch umzugehen und nach freiheitlichen Alternativen zu suchen. Darüber hinaus versicherte er die nicht nachlassenden Bemühungen zur Einrichtung des Erich-Mühsam-Wanderweges zur Bakuninhütte. Abschließend bat Kai Richarz alle Mitstreiter um ihre nicht versiegenden Bemühungen, gemeinsam die gesteckten Ziele zu erreichen.

Der Autor und Anarchist Mühsam wurde am 26. April 1878 in Berlin geboren und wuchs in Lübeck auf. Er lebte als Bohemien und Revolutionär in München, Ascona (Schweiz) und Berlin. Maßgeblich war er an der Ausrufung der Münchener Räterepublik beteiligt. Als einer der ersten Opfer des Nationalsozialismus wurde er am 28. März 1933 verhaftet und ein Jahr später in der Nacht auf den 10. Juli 1934 im Konzentrationslager Oranienburg ermordet.

Die Erich-Mühsam-Gesellschaft fördert die Verbreitung seines Werkes und Bestrebungen, die in seinem Sinn für Frieden, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit eintreten. Der Erich-Mühsam-Preis, gestiftet von dem Lübecker Galeristen Frank- Thomas Gaulin, wird alle drei Jahre verliehen.

Die diesjährigen Preisträger des Erich-Mühsam-Preises sind Chris Hirte und Conrad Piens, die Herausgeber der Mühsam-Tagebücher, die er von 1910 bis 1924 verfasst hat. Seit 2009 arbeiten der Literaturwissenschaftler Chris Hirte und der Informatiker und Antiquar Conrad Piens an der Gesamtausgabe der Tagebücher, deren 15. und letzter Band in diesem Jahr im Verbrecher-Verlag, Berlin, erschienen ist.
Spurensuche im historischen Scheunenviertel

Bereits am Nachmittag hatte der Wanderverein Bakuninhütte zu einer historischen Spurensuche „Erich Mühsam und die anarchistischen Gruppen in Berlin“ im Stadtteil Mitte eingeladen: “Dort wo heute Touristenmassen ein Stück “Alt-Berlin” erkunden und in teuren Designerläden “shoppen”, schlug einst das Herz des schwarzen-roten Berlins. Wir erkunden auf diesem Rundgang die authentischen Orte, an denen Erich Mühsam für sein Ideal einer freien Gesellschaft im Rahmen der anarchistischen Gruppen der Kaiserzeit und später der FAUD wirkte.”

Bei sonnigem Herbstwetter fanden sich ca. 22 Personen ein, die interessiert den Ausführungen des fachkundigen Kollegen von der Gustav-Landauer-Denkmalinitiative lauschten. Startpunkt war die Wadzeckstraße 3, wo Mühsams Genossen Berthold Cahn und Fritz Scherer gemeinsam lebten.

Weitere Informationen und Bilde dazu können online eingesehen werden:
https://bakuninhuette.de/2019/10/wanderverein-bekommt-erich-muehsam-foerderpreis/


Internationale Mediziner*innen-Delegation in Nordostsyrien - Dr. Michael Wilk berichtet vor Ort

In Rojava ist am 23. Oktober 2019 eine medizinische Delegation eingetroffen, um akut Hilfe zu leisten. Acht Ärzte*innen und Gesundheitsschaffende aus vier Ländern – Dänemark, Schweiz, Schweden und Deutschland. Die Lage ist auf vielen Ebenen schwierig bis desaströs, mehrere hunderttausend Menschen sind aus dem türkischen Invasionsbereich und dem nördlichen Grenzgebiet nach Süden geflohen. Viele Menschen sind durch die Angriffe getötet und schwer verletzt worden. Viele Leichen liegen noch unter Trümmern. Krankenhäuser wurden beschädigt, lagen im Kampfbereich und mussten geräumt werden. Die notwendige medizinische Versorgung überfordert sowohl das selbstverwaltete Gesundheitssystem als auch Heyva Sor a Kurd, den Kurdischen Roten Halbmond.  Im Bewusstsein, dass unsere Anwesenheit eher Ausdruck der Solidarität und nur eine kleine Unterstützung darstellt, geben wir unser Bestes. 

Dr. Michael Wilk, Quamishlo/Rojava 

“Eine schwierige Lage bedeutet noch nicht das Ende…”

In Rojava ereignet sich himmelschreiendes Unrecht. Nicht erst seit den erneuten Angriffen der Türkei auf nord-ostsyrisches Gebiet vor nunmehr 15 Tagen wurde  klar, was eine von Erdogan befohlene Invasion als Ziel verfolgt. Schon im Frühjahr 2018 zeigte der Einmarsch in Afrin, worum es geht: Die Zerstörung selbstverwalteter Strukturen, der Selbstbestimmung an sich. Eine Macht, die nicht zögert, dschihadistisch-islamistische Söldner auf Menschen loszulassen, benutzt Worte wie Frieden und Freiheit im orwellschen Sinne. Die “Operation Friedensquelle”  steht für Vertreibung, Mord und Totschlag, Leichen und Schwerverletzte. Gleichberechtigung der Geschlechter und Menschenrechte sollen dauerhaft entsorgt werden, ebenso wie die Freiheit des Wortes. 

Der Vertrag zwischen Russland und der Türkei besiegelt diese Absicht, indem er den türkischen Invasoren zwei Städte und ein über hundert Kilometer breites und 30 Kilometer tiefes Gebiet überlässt. Der Verrat Trumps und der Rückzug der USA öffneten den Raum für die völkerrechtswidrige Invasion und zwangen die Menschen Rojavas, ihre selbstverwalteten Gebiete für das Assad-Regime und Russland zu öffnen. Eine Dynamik mit Folgen: Hundertausende flohen in Richtung Süden, das Gesundheits- und Versorgungssystem ist regional am Rande des Zusammenbruchs.  Die Selbstverteidigungseinheiten der YPG/YPJ  werden sich unter Androhung weiterer Bombardements in unterschiedlicher Entfernung zur Grenze zurückziehen, eine Eingliederung der Syrian Democratic Forces (SDF) in Assads Armee wird diskutiert. Ohne Zweifel steht das gesellschaftliche Modell Rojavas auf der Kippe.

Und doch, so wird es einem in jedem Gespräch entgegengehalten, “eine schwierige Lage bedeutet noch nicht das Ende.” Die Menschen sind zum Teil erstaunlich gelassen, die Erfahrung von Rückschlägen und von unmenschlicher Unterdrückung währen schon lange. Die Situation ist durchaus ambivalent, in der Nähe der Kampfzonen müssen Strukturen und ganze Siedlungen aufgegeben werden,  in anderen Regionen Rojavas ist hingegen noch alles unter Kontrolle der Selbstverwaltung. Die Asayesh Polizei kontrolliert an den Checkpoints, die Situation erscheint in der Großstadt Quamishlo (von gelegentlichen Attentaten abgesehen) vergleichsweise normal. 

Während Europas Regierungen Lippenbekenntnisse ablegen, ohne wirklich Druck auf die Türkei auszuüben – zu groß ist die Angst vor politisch-sozialen Verwerfungen und ökonomischen Einbußen – kämpfen die Menschen Rojavas um das Überleben. Um ihr eigenes substantielles und das der von ihnen geschaffenen sozialen Strukturen. Diese Auseinandersetzung dauert an und ist noch lange nicht zu Ende. “Wir sind Rückschläge gewöhnt und werden es schaffen”, ist die Aussage vieler. Die Menschen Rojavas haben Solidarität und Unterstützung verdient.  Es ist nicht unsere Aufgabe zu bestimmen, wann das Modell einer anderen menschlicheren Gesellschaft gescheitert ist oder nicht. 

Solidarität mit Rojava!

Quelle: https://frankfurt-kobane.com/bericht-aus-rojava-von-dr-michael-wilk.html

Spendenkampagne für Rojava
 
Die Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM) verweist auf ihre Kampagne „Spendet für medizinische Hilfe“ für den Gesundheitsaufbau in Rojava auf das Konto von Dr. Michael Wilk.
Empfänger: Dr. M. Wilk
Bankverbindung/IBAN: DE77 5105 0015 0173 0709 39 (BIC NASSDE55XXX)
Verwendungszweck: Gesundheitsaufbau

 

Ein weiterer Bericht aus Rojava von Dr. Michael Wilk:

"Wir haben die Menschheit vor dem IS beschützt. Andere haben Gesetze gemacht die Menschen und Krankenhäuser im Krieg schützen sollen und nun sind sie es, die die Gesetze nicht befolgen- es brennen unsere Krankenhäuser, sie greifen die Krankenwagen an, ermorden unsere Mitarbeiter*innen und werfen sie in die Kanalisation". Cemila Heme Co- Vorsitzende Kurdischer Roter Halbmond.

Die humanitäre Lage in Rojava Nord/Ostsyrien ist dramatisch und droht sich weiter zu verschärfen. Cemila Heme beziffert die Anzahl der nach der türkischen Invasion geflohenen Menschen auf mindestens 300 000- möglicherweise auch mehr. Die Infrastruktur der Gebiete, in die sich die Familien unter Mitnahme meist nur weniger Güter flüchteten, leidet unter der Masse der Hilfsbedürftigen. In drangvoller Enge hausen sie notdürftig in Wohnungen, Gehöften und Schulen. Zur Zeit sind 55 Schulen nicht benutzbar, 86.000 Kinder können nicht zum Unterricht.
Die westlichen Landesteile um Kobane und Ain Issa sind durch die Besetzung türkischer Truppen vom Osten zunehmend abgeschnitten, was die Versorgungslage deutlich verschärft. Im okkupierten Gebiet wurden beim Einmarsch 10 Kliniken und Gesundheitseinrichtungen beschossen, beschädigt und unbrauchbar. Außerhalb der umkämpften Zonen sind die Hospitäler noch funktionsfähig, jedoch an der Belastungsgrenze. Der Rückzug US amerikanischer Truppen und die militärische Aggression Erdogans zwang die Selbstverwaltung Rojavas zur Annäherung an das Assad-Regime. Die Akzeptanz syrisch russischer Militäreinheiten führte zum Rückzug der humanitär wichtigen NGOs, die nun ihren Aufenthalt als gefährdet betrachten. Die regionale Selbstverwaltung und der Kurdische Rote Halbmond (Heyva sor a kurd) sehen sich unter diesen eskalierenden Bedingungen allein gelassen. Die zu bewältigenden Aufgaben sind immens: Neben der medizinischen Versorgung von 14 Camps mit Abertausenden Geflohenen, allein Al Hol mit ca 70.000, erwarten die existierenden Ambulatorien und viele Krankenhäuser extreme Anforderungen- mit jedoch immer schlechter werdenden Resourcen. Als ihre größte Sorge beschreibt Cemila Heme den deutlichen Schwund an materiellen und finanziellen Reserven, die zum Einbrechen der Leistungsfähigkeit des Kurdischen Halbmonds führen könnten. Die Folgen wären katastrophal.
Die türkische Invasion hat bis jetzt über 550 Menschen getötet, mit einer unklaren Dunkelziffer, viele liegen unter den Trümmern ihrer Häuser begraben.
Über 1100 Menschen wurden verletzt. Zahlreiche Kinder sind unter den Opfern. Trotz eines "Waffenstillstands", der diese Bezeichnung nicht verdient (ich berichtete aus Tal Tamir) sterben täglich Menschen in einem Krieg, der zum Machterhalt Erdogans und zur Erweiterung territorialer Claims geführt wird. Autoritäre inhumane Systeme triumphieren, das Assad-Regime unter dem Patronat Russlands, ebenso wie die Türkei Erdogans, die ungehindert Teile Syriens annektiert. Europa ergeht sich in Ermahnungen und Lippenbekenntnissen, zu schwer wiegen die ökonomischen und militärischen Beziehungen zum Aggressor Türkei. Vergessen wer den Kampf gegen den IS führte, die 11.000 toten kurdischen und SDF Kämpfer*innen, die 21.000 schwerverletzten und verstümmelten jungen Menschen, die nun sehen können wo sie bleiben.
Die hochgepriesenen humanitären Ansprüche Europas entpuppen sich als moralisch-ethisches Totalversagen, als Verrat an der Bevölkerung Rojavas.
Der Versuch in Rojava ein gesellschaftliches Model der Selbstverwaltung, der Gleichberechtigung von Mann und Frau und basisdemokratischer Ansätze zu errichten, ist irritierend, störend oder wird bestenfalls ignoriert. Geschützt, gefördert und finanziert werden von den Staaten Europas hingegen mörderische Diktaturen, die Menschenrechte mit Füßen treten.
Hier hingegen kämpfen die Menschen um nichts weniger als um ihr Leben, im leibhaftigen und erweiterten Sinn.
Respekt und Hilfe für die Menschen Rojavas.
#Rojava defend.
Dr. Michael Wilk, Qamishlo 27.10.19


Neue Terminseite zum 50. Todestag B.Traven's und zum Travenjahr 2019/20

https://bt50.de/event/26-maerz/


In eigener Sache:

Wir haben auf unserer Homepage einige pdf-Dateien zu den Libertären Tagen für per OCR für die Textrecherche durchsuchbar gemacht: http://anarchismus.de/libertaere-tage/lt.htm

Zudem wurde einige Ausgaben des anarchistischen Magazins AKTION aus den 1980er Jahren in Form von durchsuchbaren pdf-Dateien hochgeladen: http://anarchismus.de/aktion/aktion.htm


Anarchistischer Spiele-Kreis

- Aufruf zur Gründung -

Dies ist kein politisches Manifest und keine moralische Forderung, dies ist die Formulierung einer Suche nach alternativen anarchistischen Spielen, auf Grund dessen, dass mich einfach die bürgerliche Spielewelt nur noch erschöpft und bedrückt. Es ist die Formulierung eines Bedürfnisses und ein Aufruf an Alle mit demselben Bedürfnis, um mit ihnen zusammen anarchistische Spiele zu entwickeln. Eines Bedürfnisses, das darauf fußt anders zusammen sein und spielen zu wollen, als durch die gesellschaftlichen Normen vorgegeben.
Für mich ist dies eine Suche nach einer Alternative zur Logik der Vergleiche, der Konkurrenz, der warenförmigen Selbstvermarktung und fremdbestimmter Leistungsansprüche. Ich will mich nicht abarbeiten an anderen Menschen, nicht konkurrieren, nicht im Leben und nicht als Spiel, wozu? Ich will auf der einen Seite mit anderen Menschen zusammen nachdenken, ausprobieren, spielen, gemeinsam Ziele entwickeln, und andererseits für mich selbst meine ganz eigenen Ziele verfolgen können und dies auch anderen zubilligen, ohne das wir uns wechselseitig behindern - ich will frei fliegen und mir nicht Bleigewichte der Konkurrenz und äußerer Leistungsanforderungen, die nichts mit dem, was ich will, zu tun haben, an die Füße hängen lassen. Ich habe genug von den Gewaltverhältnissen dieser Gesellschaft, die diese den Menschen selbst beim Spielen aufzwingt. Ich will eine Gesellschaft in der sich Menschen gegenseitig bei ihren je individuellen Zielen unterstützen bzw. sich mindestens gegenseitig die Freiräume lassen.

Spiele, die fördern andere niederzumachen, die Menschen aufeinander hetzen, VerliererInnen und SiegerInnen produzieren als Einübung in die Asozialität der Konkurrenzgesellschaft lehne ich ab. Die Dressur der Menschen in den Irrsinn dieser Gesellschaft hinein, die Einübung in die Akzeptanz einer Gesellschaft der VerliererInnen und GewinnerInnen, die Einübung in die Akzeptanz eines oben und unten, durch Spiele, die eben dies produzieren, VerliererInnen und GewinnerInnen, halte ich für falsch. Diese Spiele verweigere ich.
Welche das tut, der wird nicht selten vorgehalten, sie wäre eine schlechte VerliererIn. Es gibt jedoch keine schlechten VerliererInnen, sondern das Problem liegt in Spielen wie in Gesellschaftsverhältnissen, die GewinnerInnen und VerliererInnen produzieren. Die VerliererInnen haben ein Recht auf ihre Wut. Dies gilt zumindest dort, wo sie ihre Wut gegen diese Gesellschaft und ihre Spieleordnung ansich wenden und das Mitspielen bei Konkurrenzspielchen verweigern und nicht ihre Position in der Hierarchie, das ist, was sie umtreibt.

Ich will andere Spiele, absurde, anarchische, lustvolle Spiele, die die Konkurrenz und Herrschaftsideologie unterlaufen und außer Kraft setzen - widerständige Spiele. Da es diese bisher nicht gibt, ist es an uns, uns diese auszudenken und sie zu realisieren. Der Anarchistische Spiele-Kreis soll dafür eine Basis schaffen. Alle die Lust haben sind aufgefordert mitzuwirken.

In den weiteren - Texten - hier findet Ihr noch etwas ausführlichere Überlegungen, dies sind aber alles nur erste Gedanken, nicht abschließend, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit.

Kontakt unter - 3.Jahrtausend@gmx.net -. Bitte "Anarchistische Spiele" in Betreff schreiben, da E-Mails sonst als Spam aussortiert werden. 

Um dies auch diskutieren zu können, habe ich ein Forum angelegt - Anarchistischer Spielekreis - Forum - - Schreibrechte setzen aber eine Anmeldung voraus.


Praxis- und Bewegungsanalyse: Die Krise des Antiparlamentarismus

Spätestens seit der Bedrohung durch den Rechtsruck befindet sich die antiparlamentarische Linke in einer Krise. Doch diese Krise ist eine Chance.

Hier geht es zum Artikel: http://www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch/politik/theorie/die_krise_des_antiparlamentarismus_4965.html

Drei Frauen und ihre Ideale - Anarchistinnen

Jedes Individuum ist frei. Auch in der Liebe. Das ist für Julia aus Berlin und Nathalie aus Valencia Anarchie, nicht Chaos und Zerstörung. So versuchen sie zu leben. Ihr Vorbild ist die Anarcho-Syndikalistin Federica Montseny. Sie war 1936 Ministerin in der spanischen Republik und wollte nichts weniger als eine bessere Welt.

Hier der Link mit weiteren Infos und dem Radiobeitrag des Deutschlandfunks: https://www.deutschlandfunk.de/drei-frauen-und-ihre-ideale-anarchistinnen.1247.de.html?dram:article_id=420368


Beim Widerstand innerhalb der Wehrmacht im besetzten Frankreich spielte ausgerechnet ein Berliner Jude eine tragende Rolle.
Martin Monath war während des 2. Weltkriegs Herausgeber und Redakteur der Zeitung «Arbeiter und Soldat», die in mehreren Ausgaben erschien und unter den Soldaten große Verbreitung fand.

Seine Biografie liegt nun unter dem Titel

Wladek Flakin:
«Arbeiter und Soldat»
Martin Monath ─ Ein Berliner Jude unter Wehrmachtssoldaten

http://www.schmetterling-verlag.de/page-5_isbn-3-89657-158-3.htm vor.

Das Buch ist im Buchhandel und im Webshop www.schmetterling-verlag.de erhältlich.


Robert Kain:
Otto Weidt - Anarchist und "Gerechter unter den Völkern"

Otto Weidt steht bisher vor allem wegen seiner Hilfe für verfolgte jüdische Mitbürger in der Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der öffentlichen und historischen Betrachtung.  Weniger bekannt ist dagegen ein früheres Kapitel im Leben Weidts: In der Kaiserzeit war er in der anarchistischen Arbeiterbewegung aktiv und wurde von der Politischen Polizei überwacht. Den Ideen und Idealen des Anarchismus blieb er auch in späteren Jahren verbunden. Zeitlebens war er demnach ein strikter Gegner des Militarismus, Nationalismus und staatlicher Bevormundung.

In seiner biographischen Studie nähert sich Robert Kain zunächst dem Anarchisten Weidt. Darüber hinaus werden dessen Militärdienstzeit, Ehen, Scheidungen und auch seine Erblindung um 1924 und der daraus resultierende Weg zum Bürstenmacher beleuchtet. Einen Schwerpunkt der Untersuchung stellen natürlich die Weidt'schen Hilfsaktionen für verfolgte jüdische Mitmenschen zu Beginn der 1940er Jahre dar. Hierbei bewegte sich Weidt in einem weit verzweigten Hilfsnetzwerk für NS-Verfolgte. (Buchvorstellung durch den Autor, mit Diskussion) (Eintritt frei)

Robert Kain: Otto Weidt. Anarchist und "Gerechter unter den Völkern". Lukas Verlag, Berlin 2017. ISBN 978-3-86732-271-3
Ausgezeichnet von der Bibliothek der Freien als Buch des Jahres 2017


„Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.“

Anarchistische Parteinahmen

Zur Geschichte und Perspektive anarchistischer Parteien

ein A-Laden-im-Exil-Impulsvortrag zur Diskussion von R@lf G. Landmesser 2016 im Baiz/Berlin

Hier der Link: http://uepd.de/wordpress/de/2015/09/14/anarchistische-parteinahmen/


Spendenaufruf für einen gut finanzierten Anarchismus ;-)

Wir wollen auf die finanzielle Misere vieler anarchistischen Projekte hinzuweisen. Aktives Engagement ist gut und wichtig. Aber "passives" Enagement in Form von finanziellen Zuwendungen - vor allem regelmäßig - ist ebenso wichtig. Ihr müsst nur einmal aktiv werden und einen Dauerauftrag einrichten. Als Richtschnur für einen monatlichen Beitrag sollten mindestens ein Prozent eures verfügbaren Nettoeinkommens gelten. Nach oben gibt es selbstverständlich keine Grenzen. Durch die Kollektivität kleiner regelmäßiger Spenden können auch ganz große Dinge entstehen. Eine Faustregel könnte sein, dass ihr Läden, Projekte, Gruppen in eurer Stadt bzw. Region unterstützt. Auf geht's - gebt euch einen Ruck, falls ihr nicht sowieso schon regelmäßig spendet.

Auf unserer Homepage findet ihr z. B. unter A- Links viele Gruppen und Projekte, die ihr unterstützen könnt.

Eine ganz besondere Vision wäre, dass es endlich eine strömungsübergreifende Stiftung der anarchistischen Bewegung gibt, die aus Spenden und Nachlässen nachhaltig anarchistische Projekte finanzieren kann. Bei Interesse könnt ihr euch unter info@anarchismus.de melden.


Neuerscheinungen im AV-Verlag

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Kischinew - Das Pogrom 1903
herausgegeben von Andreas W. Hohmann und Jürgen Mümken
ISBN 978-3-86841-123-2
246 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/kischinew.html

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Ernest Nybørg
Lena Halberg - New York '01

Thriller
ISBN 978-3-86841-128-7
310 Seiten
14,50 €
http://www.edition-av.de/buecher/nyborg-2-newyork01.html

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Valentin Tschepego (Hrsg.)
MACHNO. Zeugnisse einer Bewegung
Band 2: Aus Machnos Feder
ISBN 978-3-86841-159-1
138 Seiten
12 €
http://www.edition-av.de/buecher/machno_2.html

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Renate Sattler
Risse im Gesicht
Roman
ISBN 978-3-86841-157-7
211 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/sattler-risse_im_gesicht.html

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Gustav Landauer
Friedrich Hölderlin in seinen Gedichten
Hrsg., kommentiert, mit einer Einleitung sowie einem Register versehen von Siegbert Wolf. Illustrationen von Uwe Rausch.
ISBN 978-3-86841-152-2
159 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/landauer12.html

http://www.edition-av.de/images/mendyka-libertaere_schulkritik.jpg

Mathias Mendyka
Libertäre Schulkritik und anarchistische Pädagogik

ISBN 978-3-86841-155-3
123 Seiten
14 €
http://www.edition-av.de/buecher/mendyka-libertaere_schulkritik.html

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Hans Jürgen Degen
Anarchismus in Deutschland 1945 - 1960
Die Föderation Freiheitlicher Sozialisten
ISBN 978-3-86841-115-9
523 Seiten
24,50 €
http://www.edition-av.de/buecher/degen-ffs.html

http://www.edition-av.de/images/ne_znam_2.jpg

Ne znam - Zeitschrift für Anarchismusforschung
Nummer 2 | Herbst 2015

Herausgeber von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-153-9
146 Seiten
12 €
http://www.edition-av.de/buecher/ne_znam_2.html

http://www.edition-av.de/images/lepoupil.jpg

Paul Le Goupil
Résistance und Todesmarsch

Ein Franzose in Buchenwald, Halberstadt und Langenstein
Übersetzt und bearbeitet von Pierre Dietz
ISBN 978-3-86841-137-9
424 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/lepoupil.html

http://www.edition-av.de/images/syfo_2014.jpg

Syfo- Forschung & Bewegung
Mitteilungen des Instituts für Syndikalismusforschung - Nr. 5 - 2015

ISSN 2192-6980
ISBN 978-3-86841-138-6
121 Seiten
10 Euro
http://www.edition-av.de/buecher/syfo_2015.html

http://www.edition-av.de/images/sie_werden_nicht_durchkommen_1.jpg

Werner Abel & Enrico Hilbert
„Sie werden nicht durchkommen“
Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution
unter Mitarbeit von Harald Wittstock, Friedrich Villis und Dieter Nelles
ISBN 978-3-86841-112-6
570 S.
45 €
http://www.edition-av.de/buecher/sie_werden_nicht_durchkommen_1.html

http://www.edition-av.de/images/doering_oertner.jpg

Helge Döhring (Hg.)
Fritz Oerter: Texte gegen Krieg und Reaktion
Reihe: Kapital braucht Kriege - Wir nicht! AnarchistInnen und SyndikalistInnen im I. Weltkrieg.
Band 4
ISBN 978-3-86841-116-4
174 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/doering_oertner.html

http://www.edition-av.de/images/militant.jpg

Martin Veith
Militant!
Stefan Gheorghiu und die revolutionäre Arbeiterbewegung Rumäniens
ISBN 978-3-86841-134-8
296 Seiten
19,90 €
http://www.edition-av.de/buecher/militant.html
 

http://www.edition-av.de/images/edelweisspiraten.jpg

Günter Rückert
Das Karbidkommando
Edelweißpiraten gegen Miesmolche
Herausgegeben von Heiko Koch
 
ISBN 978-3-86841-142-3
64 Seiten
14 €
http://www.edition-av.de/buecher/edelweisspiraten.html

http://www.edition-av.de/images/ruth_weiss-biographie.jpg

Ruth Weiss
WEGE IM HARTEN GRAS
Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England
Mit einem Nachwort von Nadine Gordimer
ISBN 978-3-86841-162-1
306Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/ruth_weiss-biographie.html

http://www.edition-av.de/images/kanehl.jpg

Oskar Kanehl
„Kein Mensch hat das Recht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen“
Herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Haug
ISBN 978-3-86841-146-1
400Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/kanehl.html

http://www.edition-av.de/images/anarchismus_und_geschlechterverhaeltnisse_1.jpg

Anarchismus und Geschlechterverhältnisse
Band 1
Herausgegeben von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-139-3
206 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/anarchismus_und_geschlechterverhaeltnisse_1.html

http://www.edition-av.de/images/finkeldey_kino.jpg

Lutz Finkeldey
Im Kino der Gesellschaft
Eine soziologische Skizze zwischen Wirklichkeit und Wahrheit 
ISBN 978-3-86841-154-6
337 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/finkeldey_kino.html

http://www.edition-av.de/images/ne_znam_3.jpg

Ne znam - Zeitschrift für Anarchismusforschung
Nummer 3 | Frühjahr 2016
Herausgeben von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-161-4
178 Seiten
12 €
http://www.edition-av.de/buecher/ne_znam_3.html

Werner Abel, Enrico Hilbert & Harald Wittstock
„Sie werden nicht durchkommen“
Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution.
Band 2: Bilder und Materialien

ISBN 978-3-86841-113-3
330 S.
24,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/sie_werden_nicht_durchkommen_2.html

David H.T. Wong:
Flucht zum Goldenen Berg
Comic

ISBN 978-3-86841-144-7
243 Seiten
19,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/wong.html

Miriam Magall
Kindheit in Ägypten
Roman

ISBN 978-3-86841-111-9
340 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/magall-kindheit_in_aegypten.html

Sulamith Sparre
La Liberté  - die Freiheit ist eine Frau
Der Kampf der Frauen um ihre Bürger- und Menschenrechte in der Französischen Revolution

ISBN 978-3-86841-163-8
500 Seiten
24,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/sparre-la_liberte.html

Sarah Endsee
Der Tag dazwischen
Kriminalroman

ISBN978-3-86841148-5
352 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/der_tag_dazwischen.html

Günter Rückert
Das Karbidkommando
Edelweißpiraten gegen Miesmolche
Comic

ISBN 978-3-86841-142-3
64 Seiten
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/edelweisspiraten.html

Oskar Kanehl
„Kein Mensch hat das Recht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen“
Herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Haug

ISBN 978-3-86841-146-1
400Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/kanehl.html

Ruth Weiss
ZIMBABWES DIKTATOR

Die Perle, die den Glanz verlor

ISBN 978-3-86841-175-1
156 Seiten
14,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/weiss-simbabwe.html

Andreas Losch, Thomas Reichert und Johannes Waßmer (Hrsg.)
»Alles in der Schrift ist echte Gesprochenheit«

Martin Buber und die Verdeutschung der Schrift
Martin Buber-Studien 2

ISBN 978-3-86841-117-1
294 Seiten
19,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/buber-studien_2.html

Steckbriefe
gegen Eisner, Kurt und Genossen wegen Landesverrates
Ein Lesebuch über Münchner Revolutionärinnen und Revolutionäre im Januar 1918
herausgegeben von Cornelia Naumann und Günther Gerstenberg

ISBN 978-3-86841-173-7
310 Seiten
24,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/steckbriefe.html

Ernest Nybørg
Lena Halberg - London '05
Thriller
Der dritte Teil der Trilogie über die Verflechtungen von Politik, Geheimdiensten und Rüstungsindustrie
ISBN 978-3-86841-123-0
314 Seiten
14,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/nyborg-3-london05.html

Gustav Landauer
Die Revolution
Textkritische Ausgabe der Erstauflage
Hrsg., kommentiert, mit einer Einleitung sowie einem Register versehen von Siegbert Wolf. Illustrationen von Uwe Rausch.
ISBN 978-3-86841-168-3
192 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/landauer13.html

Ruth Weiss
Die Löws
Der Aufstieg
Eine jüdische Familiensaga in Deutschland - Band 3

Roman
ISBN 978-3-86841-169-0
247 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/weiss-die_loews_3.html

Augustin Souchy
Die tragische Woche im Mai 1937
eingeleitet und herausgegeben von Wolfgang Haug
ISBN 978-3-86841-164-5
169 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/souchy-mai_1937.html

 

Heinz Ratz
Taumel ist mein Leben

Gedichte

ISBN 978-3-86841-186-7
98 Seiten
10 €

http://www.edition-av.de/buecher/ratz-taumel_ist_mein_leben.html

 

Wolfram Beyer (Hrsg.)
INTERNATIONALE DER KRIEGSDIENSTGEGNER/INNEN
1947 - 2017

Beiträge zur Geschichte
Pazifismus – Antimilitarismus – Gewaltfreiheit - Widerstand gegen den Krieg

ISBN978-3-86841-187-4
129 Seiten
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/idk.html

 

Gruppe russischer Anarchisten in Deutschland
Die Verfolgung des Anarchismus in Sowjetrussland (1918 - 1922)
Herausgegeben von Philippe Kellermann

ISBN 978-3-86841-184-3
259 Seiten
17 €

http://www.edition-av.de/buecher/verfolgung_des_anarchismus_in_sowjetrussland.html

 

Miriam Magall
„O Deutschland, deine Dichter und Denker!“

Wie deutsche Schriftsteller, Politiker und Kirchen Juden und Israel heute sehen
ISBN 978-3-86841-150-8
194 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/magall-dichter_und_denker.html

 

 

Michael Englishman
163256: laut und klar
Aus der Asche des Holocaust

ISBN 978-3-86841-143-0
228 Seiten
16 €

http://www.edition-av.de/buecher/englishman.html

 

 

Helge Döhring
Anarcho-Syndikalismus

Einführung in die Theorie und Geschichte einer internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung

ISBN 978-3-86841-143-0
228 Seiten
16 €

http://www.edition-av.de/buecher/doehring-anarchosyndikalismus.html

http://edition-av.de/images/projekt_a.jpg

Horst Stowasser
Das Projekt A
herausgegeben vom Horst-Stowasser-Institut

ISBN 978-3-86841-221-6
248 Seiten
18,00 €

http://edition-av.de/buecher/projekt_a.html

Günther Gerstenberg
Räte in München
Anmerkungen zum Umsturz und zu den Räterepubliken 1918/19

ISBN 978-3-86841-225-3
226 Seiten
19,90 €

http://edition-av.de/buecher/raete_in_m%FCnchen.html

Sulamith Sparre
"Fremde der Heimat"
Sprachzertrümmerung und Welterschaffung in der Dichtung Paul Celans und Tuvia Rübners

ISBN 978-3-86841-197-3
175 Seiten
16 €

http://edition-av.de/buecher/sparre-femde_der_heimat.html

Helge Döhring
Organisierter Anarchismus in Deutschland 1919 bis 1933
Die Föderation kommunistischer Anarchisten Deutschlands (FKAD)

ISBN 978-3-86841-192-8
350 Seiten
20 €

http://edition-av.de/buecher/doehring-fkad_1.html

Stefan Gurtner
Doña Isidora und ihre unglaublichen Geschichten
Eine Familiensaga aus Bolivien

ISBN 978-3-86841193-5
568 Seiten
24,50 €

http://edition-av.de/buecher/gurtner-isidoras_unglaubliche_geschichte.html

 

Eveline Goodman-Thau
Vom Archiv zur Arche
Geschichte als Zeugnis

ISBN 978-3-86841-222-2
365 Seiten
20 €

http://edition-av.de/buecher/goodman-thau.html

Werner Abel
„Mit Salud und Händedruck!“
Militärzensur der Internationalen Brigaden in Spanien
Dokumente und Briefe
Teil 1: Dokument

ISBN 978-3-86841-165-2
305 Seiten
18 €

http://edition-av.de/buecher/abel-mit_salud_und_haendedruck.html

Walter Schiffer
Nicht vergessen
Gedenksteininschrift auf dem Gelände des ehemaligen KZ Bergen Belsen

Mit Fotografien von Stefan Breuel, eingeleitet von Katja Seybold
Herausgegeben von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

ISBN 978-3-86841-247-5
388 Seiten
24,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/bergen_belsen_2.html

Helge Döhring
Die „Anarchistische Vereinigung“
1923-1933

ISBN 978-3-86841-208-6
236 Seiten
20 €

http://www.edition-av.de/buecher/doehring-anarchistische_vereinigung.html

Orlando Mardones
„Mensch, du lebst noch ?"

Ein chilenischer Arbeiter erzählt von der Zeit Allendes und Pinochets
Vorwort von Antonio Skármeta

ISBN978-3-86841-241-3
113 Seiten
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/mardones_orlando.htm

Hans-Joachim Werner
in Verbindung mit David Silvera und Alan Flashman
Verbundenheit im Gegenüber
- Martin Buber und der Umgang mit Konflikten
ISBN978-3-86841-236-9
210 Seiten
19,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/buber-verbundenheit_im_gegenueber.html

 

Helga und Wilfried Schwarz (Hg.)
Die Träume der Märtyrer
Menschenschicksale in Ungarn und Amerika
erzählt von:
Maria Leitner: Sandkorn im Sturm

Johann Lékai: Rot und Weiß | Der rote Henker | Verstreute Erinnerungen
John Lassen: Herren und Sklaven
ISBN 978-3-86841-239-0
293 Seiten
19,90 €
http://www.edition-av.de/buecher/die_traueme_der_maertyrer.html

Bernd Feininger und Wilhelm Schwendemann (Hrsg.)
„Nicht Lese-Wort, sondern Lebens-Wort"

Christliche Bibelübersetzungen und die Übertragung von Martin Buber und Franz Rosenzweig im Vergleich

ISBN978-3-86841-248-2
116 Seiten
16 €

http://www.edition-av.de/buecher/buber-nicht_lese_wort.html

Cornelius Castoriadis
Durchs Labyrinth

ISBN 978-3-86841-231-4
323 Seiten
17 €

http://www.edition-av.de/buecher/castoriadis8.html


Fernseh-Interview mit David Graeber zu Anarchismus, Schulden, Geld und der Idee des bedingungslosen Grundeinkommen
http://www.grundeinkommen.ch/srf-sternstunde-philosophie-mit-david-graeber/

David Graeber ist Professor für Anthropologie in England. Er hat ein sensationelles Buch geschrieben zur Geschichte von Schulden. Graeber zeigt darin auf, dass seit der Erfindung des Kredits (und damit des Geldes) vor 5000 Jahren das Versprechen auf Rückzahlung die Menschen in die Sklaverei treibt. Und er zeigt auf, dass das Mittel eines Schulderlass oder Schuldenschnittes in der Geschichte immer wieder praktiziert wurde und auch heute eine relevates und vielleicht notwendiges Mittel sein könnte zum Ausstieg aus der weltweiten Schuldenkrise.


Urkommunismus: Utopie - das Erbe einer fernen Vergangenheit - Entstehung und Entfaltung einer egalitären Gesellschaft von Bernhard Brosius

Nach der Verbrennung der sozialistischen Utopie im Stalinismus hat die Entdeckung jener Gesellschaft (der von Catal Hüyük in der heutigen Türkei) eine besondere Bedeutung erhalten. Sie ermöglicht es, empirische Erfahrungen zu sammeln und gibt ein Beispiel für die Beziehungen zwischen kommunistischen Produktionsverhältnissen und den gesellschaftlichen Verhältnissen - und zwar bei einer Gesellschaft, die nicht 80 Jahre bestand, sondern 3.000 Jahre (ab 7200 v. Chr). Dass eine Entwicklung wie die beschriebene in der Steinzeit möglich war, bestätigt einmal mehr, dass nicht der technische Standard, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse über die Lebensqualität und den Gesellschaftscharakter entscheiden. Und was wäre heute möglich - auf dem heutigen Stand unserer technischen Entwicklung -, wenn wir endlich vernünftige gesellschaftliche Verhältnisse hätten...


n-tv-Interview mit Dr. Heide Göttner-Abendroth, der Begründerin der modernen Matriarchatsforschung: Wie lebt es sich im Matriarchat? "Frauenherrschaft? Das ist Unfug!"

Der Kabarettist Volker Pispers erklärt den Kapitalismus - sehenswert!

Marc-Uwe Kling: Wer hat uns verraten? - Ein Song über die SPD.


Anarchie ist Freiheit und Freude am Leben

Die Anarchie ist eine Quelle von Kreativität. Vom gesellschaftlichen Druck befreit, beginnen die Menschen ganz spontan zu erfinden, nach Schönheit und Intelligenz zu suchen, miteinander zu kommunizieren. In guter Erde können sogar die kleinsten Sachen zu großen Bäumen heranwachsen, die reiche Früchte tragen.
Revolutionsregel Nr. 54, in: Bernard Werber "Revolution der Ameisen", Dritter Band der Trilogie, Heyne-Verlag, 1998, S. 386


Was ist eigentlich Anarchie? - Ein immer noch und immer wieder aktueller Redebeitrag


„Ich bin nicht der Eigentümer des Anarchismus. Ich glaube nicht an Eigentum an Ideen. Der Anarchismus existierte vor mir, wie er nach mir existieren wird. Ich kann ihn nur für mich selbst interpretieren.“
Benjamin R. Tucker (in: „Liberty“, XI vom 30.11.1895, S. 3)


Vergleich von echtem Ökostrom


„Man wäre kein wahrer Anarchist, wenn man auf Grundsätzen beharren würde.“
Eva Demsik (in: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9159225.html)