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Terminablage 2020

DEMONSTRATION

GEGEN RECHTE UND RASSISTISCHE STRUKTUREN IN DEN HESSISCHEN SICHERHEITSBEHÖRDEN

WIESBADEN

Samstag, 24. Oktober 2020

14 Uhr, Reisinger-Anlagen (gegenüber Hauptbahnhof)

Die jüngsten Fälle rassistischer Polizeigewalt und das Abfragen persönlicher Daten von Polizeicomputern im Zusammenhang mit NSU 2.0 haben erneut gezeigt, dass es sich nicht um bedauerliche Einzelfälle handelt, sondern dass die Sicherheitsbehörden in Hessen ein strukturelles Problem haben.

Wir wollen, dass sich etwas ändert: Rechte Netzwerke im Sicherheitsapparat müssen konsequent aufgedeckt und bekämpft werden!
Wir fordern ein Ende von Polizeigewalt und racial profiling und sind solidarisch mit allen Betroffenen rechter Gewalt: Egal ob in Hanau, Wächtersbach, Kassel oder Frankfurt.


 

Die Liebig34 lebt. Die Liebig34 bleibt.

http://liebig34.blogsport.de

 Pressemitteilung vom 06.10.20

Ich verlese nun ein Statement des Liebig34 Kollektivs bezueglich des
angekuendigten Räumungstermin am 09.10.20. Fragen werden am Ende des
Statements von den anwesenden Anwaelten beantwortet:

In den vergangenen Jahren und vor allem Wochen wurden viele Sachen über
die Liebig 34, das anarcha queer feministische Eckhaus an der
Liebigstraße mit 30 Jahren Kollektivgeschichte, gesagt, berichtet,
gemutmaßt.
Jetzt, kurz vor dem offiziellen Räumungsversuch, werden wir selbst noch
mal ein paar Sachen sagen.

Zunächst wollen wir klarstellen, dass es sich bei der Räumung der
Liebig34, die bereits mit einem absurd hohen Polizeiaufgebot geplant
wird, um eine illegale Räumung handelt. Die Vertreter*innen des Raduga
und des Mittendrin e.V. werden dazu noch genaueres sagen.

Die Illegalität der Räumung zeigen wir nicht auf, weil sie uns
überrascht. Wir zeigen sie auf, da sie die Willkür eines sogenannten Rechtsstaats
deutlich macht.
Die Räumung der Liebig34 wird in der Öffentlichkeit oft
mit der vermeintlichen Wahrung des Rechtsstaates begründet, dabei ist
vor allem an diesem Beispiel erkennbar, dass es von ökonomischen und politischen
Interessen abhängig ist, wer Gerechtigkeit in diesem Staat erfährt. Es
zeigt eine Stadtpolitik auf, die im Sinne von Grossinvestor*innen und Kapital handelt
und nicht im Sinne der Menschen, die diese Stadt beleben und sie massgeblich seit
Jahrzehnten gestalten.

Mit der Liebig wuerde nicht nur ein zu Hause verloren gehen, ein
kultureller Ort der Begegnung, sondern auch ein zentrales Stueck
Stadtgeschichte Berlins.


Dass staatliche Strukturen nicht für alle Menschen gleich wirken, sondern
sie im Gegenteil an vielen Stellen durch Repressionen und
Diskriminierung einschränken, behindern und gewalttätig sind, mussten
die meisten Menschen die in 30 Jahren auf verschiedene Weisen in der
Liebig34 Zuflucht gefunden haben, am eigenen Leib erleben. Dass die
Liebig34 versucht für diese Menschen ein Schutzraum zu sein, macht sie zu
einem einzigartigen Ort. Zu einem unersetzbaren Ort in dieser Stadt.

Denn die Liebigstraße 34 bietet seit 30 Jahren den Menschen Wohnraum und
Aufmerksamkeit, welche in der Stadt der Reichen keinen Platz haben sollen.
Das Haus ist ein kaempferischer Ort an dem sich Menschen taeglich dafuer
entscheiden sich nicht anzupassen.

Die Liebig 34 ist seit 30 Jahren ein Ort für Menschen, die von
patriarchaler Gewalt verschiedenster Ausprägungen betroffen sind, die von
Trans*feindlichkeit betroffen sind und auf andere Weisen marginalisiert
werden.
In dieser ganzen Zeit hat die Liebig34 Menschen die Stalking erleben
einen Zufluchtsort gegeben, hat geflüchteten Menschen Zimmer zur
Verfügung gestellt, wohnungslose Frauen* konnten dort an die Tür klopfen
und in unserem Gästezimmer eine Weile von Kälte und Gewalt durchatmen.
Betroffene von sexualisierter Gewalt erfahren an diesem Ort Solidarität
und Schutz.
Menschen, die nicht der binären Geschlechterordnung entsprechen, oder
entsprechen wollen finden hier einen Raum zur Entfaltung, der in der
Regel in einer heteronormativ strukturierten Gesellschaft nicht
vorhanden ist. Frauen* und LGBTIQ – Menschen in prekarisierten
Lebenssituation konnten in der Liebig34 wohnen, während es sonst
aufgrund von Mietpreisen und diskriminierender Wohn- und Einzugspolitik
kaum eine Möglichkeit gab, in Berlin Fuß zu fassen.
Die Neubauprojekte dieser Strasse und dieser Stadt versprechen eine
vermeintlich heile Welt, geschaffen fuer all diejenigen, die genuegend
Kapital haben, um sich den realen Widerspruechen und Problemen dieser
Gesellschaft zu entziehen.
Die Liebig 34 ist ein Ort an dem Menschen sich das nicht leisten koennen
und wollen.

Die Liebig34 ist über die Jahre ein Ort geworden, an dem
Menschen sich selbst organisieren und gemeinsam anarchistische und
feministische Utopien entwickeln konnten, wie ein Leben ohne patriarchale und
strukturelle Gewalt aussehen könnte. In Berlin gibt es kaum noch Möglichkeiten
für Menschen sich selbst in dieser Form des solidarischen Miteinanders zu
organisieren. Und vor allem ist die Liebig ein Haus, in dem sich
ausschließlich LGTBIQ Menschen auf diese Art und Weise organisieren einzigartig.
Wenn es geräumt wird, ist es nicht ersetzbar.

Immer weniger solcher einzigartigen Orte, die Berlin zu ihrem Image als
vielfältige und kulturell diverse Stadt verhelfen, existieren noch,
sondern sie müssen Luxusbauten und Kapitalanlagen weichen.
Die Liebig34 behindert durch ihre bloße Anwesenheit die voranschreitende
Verdrängungsdynamiken im Nordkiez, die verheerende Auswirkungen auf die meisten
Anwohner*innen hat. Viele alteingessene Bewohner*innen mussten bereits
wegziehen. Andere bangen mit anstehendem Räumungstermin unseres Hauses
um ihre eigene Existenz im Kiez.

Der Dorfplatz und die Liebig sind ein Ort fuer viele Menschen, die in
der Stadt der Reichen keinen Platz finden.
Ein Angriff auf dieses Haus, ist ein Angriff auf all diese Menschen.


Als Anarchist*innen, als Feminist*innen und als Antifaschist*innen sind
wir in Konflikt und Konfrontation mit diesem kapitalistischen Staat und
seinen Repressionsorganen. Deshalb fordern wir keine Loesung von oben
sondern Anseatze von unten.

Die Liebig34 ist seit 30 Jahren fester Bestandteil dieses Kiezes.
Sie hat ihn mitgestaltet, unterhalten, hat anggeeckt und Widersprüche
aufgezeigt.

Die Liebig34 ist Sand im Getriebe der fortschreitenden Gentrifizierung.
Sie ist bunt, sie ist widerständig, sie ist eine Überleberin, die tapfer
weitermacht, obwohl sie immer wieder Angriffen von außen ausgesetzt ist.
Ob Schikanen der Polizei, sexistische Gewalt, Brandanschläge oder andere
Übergriffe von Nazis – die Liebig34 gibt nicht auf. Sie bleibt sich
treu, trotz Zermürbungsversuchen seitens Polizei und politischen
Machtkämpfen um profitablen Stadtraum.
In Berlin gibt es aktuell eine skrupellose Räumungswelle gegen
selbstorganisierte Projekte, die sich verheerend auf die Kieze auswirken
werden.
Nach der Räumung des Syndikats in Neukoelln, wurde nun auch gegen die
Kneipe Meuterei und das selbsorganisierte Jugendzentrum Potse ein
Räumungstitel erwirkt.

Dass es darauf eine starke Reaktion gibt und diese Orte auf
verschiedene Weisen verteidigt werden, kreativ bis militant, ist nicht
verwunderlich, sondern schlicht und ergreifend notwendig.
Hier bangen Menschen sowohl um Wohnraum, als auch kollektive Orte fuer
Organisierung und Solidarität, aber auch um die Zukunft dieser Stadt.
Denn wenn diese Häuser und Projekte erstmal weg sind, können wir sie
nicht wieder zurückholen. Die Liebig34 ist ein Symbol für eine Stadt von
unten, ein Symbol für Solidarität und Freiheit, es geht um Zusammenhalt,
um queeres Leben, um feministische Kämpfe. Die Liebig ist Geschichte
Berlins, sie ist Teil der feministischen Geschichte dieser Stadt, Teil der Besetzer*innen
Geschichte, ihre Wände erzaehlen von 30 Jahren Kreativität, Unangepasstheit und
Solidarität.

In Zeiten erstarkender rechtskonservativer und neo-faschistischer
Angriffe stellt sich die Liebigstr. 34 gegen rassistische Gewalt, wehrt
sich aktiv gegen rechte Strukturen und steht ein für Vielfalt und
Toleranz.

Vor allem ist die Liebig34 ein Ort, der das Leben so vieler Menschen
geprägt hat. Die vielen verschiedenen kreativen Solidaritätsbekundungen
die dem Haus jedem Tag aus allen Ecken der Welt zugetragen werden,
zeigen deutlich, wie viele Menschen sich mit den Kämpfen und Ideen der
Liebig34 identifizieren und wie schmerzlich der Verlust durch eine
Räumung wäre.

Die Räumung der Liebig34 ist ein Gewaltakt, denn Menschen
gewaltsam ihren Wohn- und Schutzraum zu nehmen, ist menschenverachtend.
Doch die Liebig34 ist nicht einfach nur Haus, das bewohnt wird, die Liebig34
ist ein Haus das geliebt und gelebt wird, Tag fuer Tag, seit 30 Jahren.
Und Orte, die man liebt, gibt man nicht so einfach auf.
Man kämpft für sie, mit allen Mitteln. Mit allen Kräften.
Und genau das werden wir machen. Wir werden dieses Haus nicht freiwillig
hergeben, sondern jeden Teil unserer in Beton manifestierten Utopie
verteidigen.

Die Liebig34 lebt. Die Liebig34 bleibt.


Einladung zu einer ungewöhnlichen Spurensuche organisiert vom Landesverband NaturFreunde, Wanderverein Bakuninhütte e.V., DGB-Region Thüringen, Arbeit & Leben Thüringen und den Falken (OV EF)

 „Sich fügen heißt lügen! – Erich Mühsam und die Bakuninhütte“
Ausstellung und Rahmenprogramm 04.10.2020 – 30.01.2021
im Naturfreundehaus Charlotte-Eisenblätter, Erfurt

·       Ausstellungseröffnung mit Wirtschaftsminister Tiefensee *
04.10.2020 16:00 – 19:00 Uhr
*Bitte um Akkreditierung: Führungsangebot für Medienvertreter*innen: 04.10.2020, 13:00 Uhr
Die Bakuninhütte entstand in den 1920er Jahren auf einer Selbstversorgungsfläche hungernder ArbeiterInnen. Diese kamen aus Meiningen und Umgebung und waren überwiegend in der syndikalistischen Gewerkschaft Freie Arbeiter Union Deutschland (F.A.U.D.) organisiert. Auf dem einstigen Gemüsefeld wurde im Laufe der Jahre erst eine einfache Schutzhütte und später ein Steinhaus gebaut. Die Kunde von diesem wunderschönen Ort erreichte auch Erich Mühsam, der diese wiederholt besuchte.
·    

   Das RAW (Reichsbahnausbesserungswerk) Meiningen als Teil eines illegalen Netzwerkes
17.10.2020, 19:30 Uhr
Dr. Dieter Nelles (Ruhr-Universität, Bochum) berichtet über die Internationale Transportarbeiterföderation (ITF) im Nationalsozialismus, die neben Hafenarbeitern und Binnenschiffern auch über 200 Knotenpunkte, darunter auch das RAW Meiningen, unterhielt.     

Meiningen und die Bakuninhütte (Kaffefahrt zu Originalschauplätzen in Meiningen)
24.10.2020, 12:00 Uhr
Es gibt viele Bezugspunkte der Erbauer*innen der Bakuninhütte zur Stadt. Meiningen war eine bürgerliche Stadt mit vier Kasernen und einer Residenz aber auch einem Reichsbahnwerk (RAW) mit weit über 1.000 Arbeiter*innen. Etliche davon waren anachosyndikalistisch organisiert. Sie waren die Erbauer*innen der Bakuninhütte. Deren Bezugspunkte werden auf einem Stadtrundgang besucht.
·      
„Lasst los die Hebel der Maschinen!“ (Geschichten, Gedichte und Lieder von Erich Mühsam)
21.11.2020, 19:30 Uhr
Die Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken Erfurt führen an diesem Abend literarisch durch das Leben Erich Mühsams. Seine Geschichten, Gedichte und Polemiken sind zugleich künstlerische Erzeugnisse als auch Sachberichte und Agitationen für den kommunistischen Anarchismus.

Anarchosyndikalismus in Sömmerda (Spurensuche einer vergessenen Gewerkschaftsbewegung)
12.12.2020, 19:30 Uhr
PD DR. Annegret Schüle (Kuratorin Gedenkstätte Topf & Söhne, Erfurt) berichtet über Sömmerda, ein Zentrum der Rüstungsindustrie, das 1919 zu einer Hochburg der Freien Arbeiter-Union Deutschland (FAUD) wurde. Die anarchosyndikalistische Organisation verband eine revolutionäre Grundhaltung mit striktem Antizentralismus.

„Oasen der Freiheit – Anarchistische Streifzüge“ (Ein Film von M. Hanni u. K. Langbein)
30.01.2020, 16:30 Uhr
Erzählend wandert der Schriftsteller Ilija Trojanow zur Bakuninhütte, einem Wanderhaus der anarcho-syndikalistischen Bewegung im Thüringer Wald in Deutschland und besucht weitere selbstverwaltete Projekte in Europa.

Wegen Corona sind Anmeldungen zu allen Veranstaltungen des Ausstellungsrahmenprogramms zwingend erforderlich. Diese sind zu richten an die NaturFreunde Thüringen:
Johannesstraße 127, 99084 Erfurt, Tel.: 0361 66011685, E-Mail: anmeldung@naturfreunde-thueringen.de

Weiterführende Informationen finden Sie ferner unter: https://bakuninhuette.de/termin/sich-fuegen-heisst-luegen-erich-muehsam-und-die-bakuninhuette/ sowie http://naturfreunde-thueringen.de/muehsam/
 
Mail: ausstellung@bakuninhuette.de

 


A-Camp - Ein Experiment gelebter Anarchie vom 29. Juli bis 6. August 2020 bei Linz/Österreich

Das A-Camp 2020 richtet sich an alle, die sich in anarchistischen Ideen wiedererkennen oder sich für solche interessieren. Auf der Grundlage von Solidarität, gegenseitiger Hilfe, freier Assoziation und Selbstorganisation soll über eine Woche mit Anarchie(n) experimentiert werden.

Die Tage des A-Camps werden gefüllt mit Auseinandersetzung, Diskussionen, praktischen Workshops, Sport, Kreativem und allem, was Leute initiativ einbringen und daraus machen.Du brauchst keine Erfahrung mit Workshops, um einen zu starten. Es geht nicht darum, etwas perfekt zu können, sondern kollektiv zu lernen.

Dabei steht der Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und das Vertiefen von bereits geknüpften Beziehungen im Vordergrund, um Perspektiven und Wege zu finden die Überwindung der bestehenden Ordnung voranzutreiben.

Wir möchten, dass das A-Camp ein Treffpunkt für Menschen mit gemeinsamen Kämpfen ist, um sich zu vernetzen und auszutauschen. Das Camp wird in Österreich stattfinden, aber wir möchten alle einladen, die teilnehmen möchten, besonders Menschen und Kollektive von Orten außerhalb von Östereich und Deutschland. Wir werden versuchen, alle Personen, die kein Deutsch oder Englisch sprechen, durch Flüsterübersetzung zu inkludieren.

Weiterhin planen wir für Menschen und Kollektive, die zum Camp anreisen müssen (scheiß Grenzen), einen Topf mit finanziellen Mitteln aufzustellen. Schreibt uns dafür gerne an. Es ist uns wichtig einen Weg für jede Person zu finden, die teilnehmen möchte.

Wir möchten das Camp so barrierefrei wir möglich machen. Informationen zur Erreichbarkeit mit Rollstuhl, überdachten Schlafplätzen, Kinderbetreuung, Tiere, Wägen usw. findet ihr auf dieser Website unter Infrastruktur.

Wir werden kein exkludierendes/diskriminierendes oder belästigendes Verhalten am Camp tolerieren. Es wird am Camp Raum und Materialen geben, um über solches Verhalten individuell und kollektiv zu reflektiern und zu hinterfragen.

Du kannst uns gerne scheiben, wenn es für dich wichtige Themen/Dinge gibt, die hier bisher nicht erwähnt wurden. (a-camp@riseup.net).

Um die Vorfreude zu erhöhen, hier der Link zum Ankündigungsvideo 

Das A-Camp wird das, was jede* Einzelne* daraus macht.
Für die Anarchie!

Wenn du teilnehmen, einen Workshop abhalten oder mithelfen möchtest, dann lass es uns wissen.

acamp2019@systemli.org


+++ STREIK BEI SPARGEL RITTER IN BORNHEIM (BONN) +++

Seit einem Monat arbeiten über 250 rumänische Beschäftigte als Erntehelfer*innen auf dem Spargelhof Ritter. Ohne Schutzausrüstung ernten sie hier jeden Tag pro Person circa 30 Kisten Erdbeeren  einen Stundenlohn gibt es nicht. Theoretisch sollen etwa drei Euro pro Kiste gezahlt werden. Manchmal sind es noch weniger. Das bedeutet, dass die Arbeiter*innen teils weniger als ein Drittel des gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohns bekommen. Das ist ein Skandal!
Es fehlt an Hygieneartikeln, das vom Lohn abgezogene Essen ist verdorben und die Beschäftigten dürfen das Gelände nicht ohne weiteres selbstständig verlassen.

Während der Arbeit am letzten Donnerstag kam großer Unmut auf, als sich rumsprach, dass einzelne Angestellte etwas mehr Geld bekamen als andere.
Daraufhin verließen die Erntehelfer*innen geschlossen das Feld und wollten zum Chef. Dieser aber war für keine Gespräche bereit und ging nicht auf die gerechtfertigten Vorwürfe ein. Am nächsten Tag rief er direkt die Polizei, die zog aber ohne wirklich benötigt zu werden bald vom Wohngelände der Arbeiter*innen ab.

Der zu diesem Zeitpunkt bereits insolvente Spargel- und Erdbeerenproduzent Ritter hatte seinen Erntehelfer*innen drei Monate Arbeit vertraglich zugesichert. Nun sollen sie nach einem Monat bereits auf eigene Kosten nach Rumänien abreisen  dabei kostet schon eine Strecke die Hälfte des unvollständig gezahlten Lohns.
Am Dienstag müssen die Erntehelfer*innen ihr Unterkünfte verlassen und müssen zusehen, wo sie bleiben. Die ca. 250 Personen stehen vor der Obdachlosigkeit und stehen kurz davor, ohne das dringend benötigte Geld für sich und ihre Familien heimreisen zu müssen. Aus Protest wurde die Arbeit am Freitag niedergelegt. Diesen Protest unterstützen wir und fordern euch alle auf, an diesem Protest teilzunehmen!

Wir solidarisieren uns mit den Arbeiter*innen und fordern gemeinsam mit den Arbeiter*innen die Auszahlung der zustehenden Löhne. Weiterhin wehren wir uns gegen die ausbeuterische, menschenunwürdige Unterbringung und Versorgung der Beschäftigten.

Wir rufen zur Unterstützung und zur Selbstorganisation aller in vergleichbaren Situationen auf, denn Bornheim ist kein Einzelfall.

Gemeinsam mit den Beschäftigten ruft die FAU Bonn zu einer Demonstration für Montag den 18. Mai um 9 Uhr morgens in Bornheim auf. Treffpunkt ist:
Im Ühlchen, 53332 Bornheim.

Solidarität ist eine Waffe!
One world one struggle!


„Wird unser Mut langen?“

Online-Buchlesung: Sonntag, den 17. Mai 2020 um 11 Uhr

mit Alice Grünfelder

Sie lebte in den 80er Jahren als junge Frau in Mutlangen. Sie hat von der Stationierung der Pershing II und den gewaltfreien Blockaden wenig mitbekommen. Heute beschäftigen sie Fragen wie: Wie konnte es einer Handvoll Friedensbewegten in Mutlangen über Jahre hinweg und gegen sämtliche Anfeindungen gelingen, den Abzug der Pershing-II-Raketen zu erzwingen? Warum engagieren sich die einen, warum schauen andere weg? In welchem Spannungsfeld entsteht Zivilcourage, und was kann Mutlangen noch heute bedeuten als Symbol des zivilen Ungehorsams?
Interessierte Menschen sind herzlich zur Online Lesung der Presshütte Mutlangen eingeladen

Nach Anmeldung unter
redaktion@pressehuette.de
werden die Zugangsdaten zugeschickt.

Connection e.V. und War Resisters’ International

15. Mai 2020 – Beteilige Dich an der Aktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Schicke uns Dein Video

Weitere Infos unter https://de.Connection-eV.org/article-2986

Es sind beunruhigende und ungewöhnliche Zeiten. Angesichts der Corona-Pandemie haben wir darüber nachgedacht, wie wir dieses Jahr den Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung begehen können. Connection e.V. und die War Resisters‘ International haben eine Idee, wie Du Dich daran beteiligen kannst.

Schwerpunkt 2020: Als Schwerpunktthema für den diesjährigen Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung steht das Thema "KDV und Asyl". Viele gegenwärtige Flüchtlinge mussten ihre Herkunftsländer verlassen, um zwangsweiser Rekrutierung zu entgehen. Ihnen wird das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung verwehrt. Aber die Flucht vor Krieg und Zwangsrekrutierung wird in aller Regel nicht als Asylgrund gesehen. Wir sagen: Der Schutz von Menschen, die sich nicht am Krieg beteiligen wollen, wäre ein wichtiger und notwendiger Schritt gegen Krieg und Unterdrückung!

Für den diesjährigen Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung möchten wir folgende Aktion vorschlagen:
War Resisters’ International und Connection e.V. haben einen YouTube-Kanal eröffnet. Am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung möchten wir dort so viele Beiträge wie möglich veröffentlichen und über den Hashtag #CODay2020 verbreiten. Einige Videos wurden dafür bereits von uns vorbereitet (www.youtube.com/channel/UC0WZGT6i5HO14oLAug2n0Nw).

Wir wünschen uns dafür von Dir:
1. Ein kurzes Video (nicht länger als 2,5 Minuten) mit einer persönlichen Erklärung oder Mitteilung.
2. Du könntest z.B. folgende Fragen darin beantworten:
                a. Warum habe ich den Kriegsdienst verweigert?
                b. Was geschah, nachdem ich diese Entscheidung getroffen habe?
                c. Wo bin ich und was tue ich jetzt?
Ähnliche Fragen könnten auch von Unterstützer*innen genutzt werden, die sich an der Aktion beteiligen wollen.
3. Wir nehmen Beiträge in allen Sprachen entgegen. Wenn das Video nicht in Englisch ist, benötigen wir eine Abschrift des Textes. Soweit möglich bitten wir um eine Übersetzung des Textes ins Englische. Bitte nimm dafür so bald wie möglich mit uns Kontakt auf.
4. Das Video sollte eine Auflösung von mindestens 640x360 (360px) haben.
5. Bitte beachte, dass benutzte Fotos und Musik frei von Copyright-Rechten sein müssen, z.B. GEMA, VG WORT, Copyright für Bilder und Texte.
6. Wenn Du ein Video an uns senden willst, melde Dich bitte bei einer der beiden folgenden eMail-Adressen: info@wri-irg.org oder office@Connection-eV.org.

Geplante Veröffentlichung: Wir werden die Videos so hochladen, dass sie zu einem gemeinsamen Zeitpunkt am 15. Mai öffentlich zugänglich sind. Im Titel werden wir den Namen (zumindest Vornamen), das Land/die Länder und ein Zitat von Dir nennen. Wie das aussieht: Hier ist ein Beispiel: https://youtu.be/KovQP36a-s8.  

Wir freuen uns auf zahlreiche Beteiligung.


Terminablage 2019


Der Meininger Wanderverein Bakuninhütte e.V. erhält für sein ehrenamtliches Engagement den diesjährigen Erich Mühsam-Förderpreis.

Der Meininger Wanderverein Bakuninhütte erhielt den Erich-Mühsam-Förderpreis am 26. Oktober 2019 im Berliner Literaturhaus verliehen. Über 80 Menschen waren der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt, die von vertonten Erich Mühsam-Gedichten, hervorragend interpretiert von Isabel Neuenfeldt (Gesang / Akkordeon), umrahmt war.
Der Namensgeber der Auszeichnung, Erich Mühsam, hatte die Bakuninhütte 1930 mehrmals besucht, für deren Erhalt und Belebung sich der Wanderverein seit 2005 unermüdlich einsetzt.

Für den Verein ein langer, steiniger Weg, den der Kreisheimatpfleger Axel Wirth in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Literaturhaus Berlin beschreibt: "Dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement – teils aus großer Ferne – wurde begleitet von geradezu unlösbar erscheinenden Problemen bezüglich Eigentum, Baurecht, Nutzung und Bewirtschaftung, Zufahrtsrecht, persönlicher und ideologischer Missgunst und anderem mehr. […] Mit unzähligen weiteren Maßnahmen der hoch professionellen Öffentlichkeitsarbeit des Vereins ist es gelungen, verschollenes heimatgeschichtliches Wissen maßgeblich wieder ins öffentliche Bewusstsein zu holen: 2015 wurde die Bakuninhütte zum Kulturdenkmal erklärt. Die Akteure des „Wandervereins Bakuninhütte e.V.“ waren und sind dabei die ausschlaggebende Triebfeder – wissenschaftlich, handwerklich und äußerst gastfreundlich."

Für den Wanderverein Bakuninhütte betonte Kai Richarz in seiner Dankesrede insbesondere die überaus wertvolle Unterstützung durch eine Vielzahl von Freunden und Förderern. Gleichzeitig honorierte er die große Anerkennung für die Arbeit der Ehrenamtlichen, die das Wirken des Vereins in hohem Maße beflügeln wird. Er versprach im Namen der Ausgezeichneten, auch weiterhin im Sinne und Geiste Erich Mühsams zu wirken, sein Andenken zu bewahren, und davon ausgehend mit gesellschaftlichen Verhältnissen kritisch umzugehen und nach freiheitlichen Alternativen zu suchen. Darüber hinaus versicherte er die nicht nachlassenden Bemühungen zur Einrichtung des Erich-Mühsam-Wanderweges zur Bakuninhütte. Abschließend bat Kai Richarz alle Mitstreiter um ihre nicht versiegenden Bemühungen, gemeinsam die gesteckten Ziele zu erreichen.

Der Autor und Anarchist Mühsam wurde am 26. April 1878 in Berlin geboren und wuchs in Lübeck auf. Er lebte als Bohemien und Revolutionär in München, Ascona (Schweiz) und Berlin. Maßgeblich war er an der Ausrufung der Münchener Räterepublik beteiligt. Als einer der ersten Opfer des Nationalsozialismus wurde er am 28. März 1933 verhaftet und ein Jahr später in der Nacht auf den 10. Juli 1934 im Konzentrationslager Oranienburg ermordet.

Die Erich-Mühsam-Gesellschaft fördert die Verbreitung seines Werkes und Bestrebungen, die in seinem Sinn für Frieden, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit eintreten. Der Erich-Mühsam-Preis, gestiftet von dem Lübecker Galeristen Frank- Thomas Gaulin, wird alle drei Jahre verliehen.

Die diesjährigen Preisträger des Erich-Mühsam-Preises sind Chris Hirte und Conrad Piens, die Herausgeber der Mühsam-Tagebücher, die er von 1910 bis 1924 verfasst hat. Seit 2009 arbeiten der Literaturwissenschaftler Chris Hirte und der Informatiker und Antiquar Conrad Piens an der Gesamtausgabe der Tagebücher, deren 15. und letzter Band in diesem Jahr im Verbrecher-Verlag, Berlin, erschienen ist.
Spurensuche im historischen Scheunenviertel

Bereits am Nachmittag hatte der Wanderverein Bakuninhütte zu einer historischen Spurensuche „Erich Mühsam und die anarchistischen Gruppen in Berlin“ im Stadtteil Mitte eingeladen: “Dort wo heute Touristenmassen ein Stück “Alt-Berlin” erkunden und in teuren Designerläden “shoppen”, schlug einst das Herz des schwarzen-roten Berlins. Wir erkunden auf diesem Rundgang die authentischen Orte, an denen Erich Mühsam für sein Ideal einer freien Gesellschaft im Rahmen der anarchistischen Gruppen der Kaiserzeit und später der FAUD wirkte.”

Bei sonnigem Herbstwetter fanden sich ca. 22 Personen ein, die interessiert den Ausführungen des fachkundigen Kollegen von der Gustav-Landauer-Denkmalinitiative lauschten. Startpunkt war die Wadzeckstraße 3, wo Mühsams Genossen Berthold Cahn und Fritz Scherer gemeinsam lebten.

Weitere Informationen und Bilde dazu können online eingesehen werden:
https://bakuninhuette.de/2019/10/wanderverein-bekommt-erich-muehsam-foerderpreis/


Internationale Mediziner*innen-Delegation in Nordostsyrien - Dr. Michael Wilk berichtet vor Ort

In Rojava ist am 23. Oktober 2019 eine medizinische Delegation eingetroffen, um akut Hilfe zu leisten. Acht Ärzte*innen und Gesundheitsschaffende aus vier Ländern – Dänemark, Schweiz, Schweden und Deutschland. Die Lage ist auf vielen Ebenen schwierig bis desaströs, mehrere hunderttausend Menschen sind aus dem türkischen Invasionsbereich und dem nördlichen Grenzgebiet nach Süden geflohen. Viele Menschen sind durch die Angriffe getötet und schwer verletzt worden. Viele Leichen liegen noch unter Trümmern. Krankenhäuser wurden beschädigt, lagen im Kampfbereich und mussten geräumt werden. Die notwendige medizinische Versorgung überfordert sowohl das selbstverwaltete Gesundheitssystem als auch Heyva Sor a Kurd, den Kurdischen Roten Halbmond.  Im Bewusstsein, dass unsere Anwesenheit eher Ausdruck der Solidarität und nur eine kleine Unterstützung darstellt, geben wir unser Bestes. 

Dr. Michael Wilk, Quamishlo/Rojava 

“Eine schwierige Lage bedeutet noch nicht das Ende…”

In Rojava ereignet sich himmelschreiendes Unrecht. Nicht erst seit den erneuten Angriffen der Türkei auf nord-ostsyrisches Gebiet vor nunmehr 15 Tagen wurde  klar, was eine von Erdogan befohlene Invasion als Ziel verfolgt. Schon im Frühjahr 2018 zeigte der Einmarsch in Afrin, worum es geht: Die Zerstörung selbstverwalteter Strukturen, der Selbstbestimmung an sich. Eine Macht, die nicht zögert, dschihadistisch-islamistische Söldner auf Menschen loszulassen, benutzt Worte wie Frieden und Freiheit im orwellschen Sinne. Die “Operation Friedensquelle”  steht für Vertreibung, Mord und Totschlag, Leichen und Schwerverletzte. Gleichberechtigung der Geschlechter und Menschenrechte sollen dauerhaft entsorgt werden, ebenso wie die Freiheit des Wortes. 

Der Vertrag zwischen Russland und der Türkei besiegelt diese Absicht, indem er den türkischen Invasoren zwei Städte und ein über hundert Kilometer breites und 30 Kilometer tiefes Gebiet überlässt. Der Verrat Trumps und der Rückzug der USA öffneten den Raum für die völkerrechtswidrige Invasion und zwangen die Menschen Rojavas, ihre selbstverwalteten Gebiete für das Assad-Regime und Russland zu öffnen. Eine Dynamik mit Folgen: Hundertausende flohen in Richtung Süden, das Gesundheits- und Versorgungssystem ist regional am Rande des Zusammenbruchs.  Die Selbstverteidigungseinheiten der YPG/YPJ  werden sich unter Androhung weiterer Bombardements in unterschiedlicher Entfernung zur Grenze zurückziehen, eine Eingliederung der Syrian Democratic Forces (SDF) in Assads Armee wird diskutiert. Ohne Zweifel steht das gesellschaftliche Modell Rojavas auf der Kippe.

Und doch, so wird es einem in jedem Gespräch entgegengehalten, “eine schwierige Lage bedeutet noch nicht das Ende.” Die Menschen sind zum Teil erstaunlich gelassen, die Erfahrung von Rückschlägen und von unmenschlicher Unterdrückung währen schon lange. Die Situation ist durchaus ambivalent, in der Nähe der Kampfzonen müssen Strukturen und ganze Siedlungen aufgegeben werden,  in anderen Regionen Rojavas ist hingegen noch alles unter Kontrolle der Selbstverwaltung. Die Asayesh Polizei kontrolliert an den Checkpoints, die Situation erscheint in der Großstadt Quamishlo (von gelegentlichen Attentaten abgesehen) vergleichsweise normal. 

Während Europas Regierungen Lippenbekenntnisse ablegen, ohne wirklich Druck auf die Türkei auszuüben – zu groß ist die Angst vor politisch-sozialen Verwerfungen und ökonomischen Einbußen – kämpfen die Menschen Rojavas um das Überleben. Um ihr eigenes substantielles und das der von ihnen geschaffenen sozialen Strukturen. Diese Auseinandersetzung dauert an und ist noch lange nicht zu Ende. “Wir sind Rückschläge gewöhnt und werden es schaffen”, ist die Aussage vieler. Die Menschen Rojavas haben Solidarität und Unterstützung verdient.  Es ist nicht unsere Aufgabe zu bestimmen, wann das Modell einer anderen menschlicheren Gesellschaft gescheitert ist oder nicht. 

Solidarität mit Rojava!

Quelle: https://frankfurt-kobane.com/bericht-aus-rojava-von-dr-michael-wilk.html

Spendenkampagne für Rojava
 
Die Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM) verweist auf ihre Kampagne „Spendet für medizinische Hilfe“ für den Gesundheitsaufbau in Rojava auf das Konto von Dr. Michael Wilk.
Empfänger: Dr. M. Wilk
Bankverbindung/IBAN: DE77 5105 0015 0173 0709 39 (BIC NASSDE55XXX)
Verwendungszweck: Gesundheitsaufbau

 

Ein weiterer Bericht aus Rojava von Dr. Michael Wilk:

"Wir haben die Menschheit vor dem IS beschützt. Andere haben Gesetze gemacht die Menschen und Krankenhäuser im Krieg schützen sollen und nun sind sie es, die die Gesetze nicht befolgen- es brennen unsere Krankenhäuser, sie greifen die Krankenwagen an, ermorden unsere Mitarbeiter*innen und werfen sie in die Kanalisation". Cemila Heme Co- Vorsitzende Kurdischer Roter Halbmond.

Die humanitäre Lage in Rojava Nord/Ostsyrien ist dramatisch und droht sich weiter zu verschärfen. Cemila Heme beziffert die Anzahl der nach der türkischen Invasion geflohenen Menschen auf mindestens 300 000- möglicherweise auch mehr. Die Infrastruktur der Gebiete, in die sich die Familien unter Mitnahme meist nur weniger Güter flüchteten, leidet unter der Masse der Hilfsbedürftigen. In drangvoller Enge hausen sie notdürftig in Wohnungen, Gehöften und Schulen. Zur Zeit sind 55 Schulen nicht benutzbar, 86.000 Kinder können nicht zum Unterricht.
Die westlichen Landesteile um Kobane und Ain Issa sind durch die Besetzung türkischer Truppen vom Osten zunehmend abgeschnitten, was die Versorgungslage deutlich verschärft. Im okkupierten Gebiet wurden beim Einmarsch 10 Kliniken und Gesundheitseinrichtungen beschossen, beschädigt und unbrauchbar. Außerhalb der umkämpften Zonen sind die Hospitäler noch funktionsfähig, jedoch an der Belastungsgrenze. Der Rückzug US amerikanischer Truppen und die militärische Aggression Erdogans zwang die Selbstverwaltung Rojavas zur Annäherung an das Assad-Regime. Die Akzeptanz syrisch russischer Militäreinheiten führte zum Rückzug der humanitär wichtigen NGOs, die nun ihren Aufenthalt als gefährdet betrachten. Die regionale Selbstverwaltung und der Kurdische Rote Halbmond (Heyva sor a kurd) sehen sich unter diesen eskalierenden Bedingungen allein gelassen. Die zu bewältigenden Aufgaben sind immens: Neben der medizinischen Versorgung von 14 Camps mit Abertausenden Geflohenen, allein Al Hol mit ca 70.000, erwarten die existierenden Ambulatorien und viele Krankenhäuser extreme Anforderungen- mit jedoch immer schlechter werdenden Resourcen. Als ihre größte Sorge beschreibt Cemila Heme den deutlichen Schwund an materiellen und finanziellen Reserven, die zum Einbrechen der Leistungsfähigkeit des Kurdischen Halbmonds führen könnten. Die Folgen wären katastrophal.
Die türkische Invasion hat bis jetzt über 550 Menschen getötet, mit einer unklaren Dunkelziffer, viele liegen unter den Trümmern ihrer Häuser begraben.
Über 1100 Menschen wurden verletzt. Zahlreiche Kinder sind unter den Opfern. Trotz eines "Waffenstillstands", der diese Bezeichnung nicht verdient (ich berichtete aus Tal Tamir) sterben täglich Menschen in einem Krieg, der zum Machterhalt Erdogans und zur Erweiterung territorialer Claims geführt wird. Autoritäre inhumane Systeme triumphieren, das Assad-Regime unter dem Patronat Russlands, ebenso wie die Türkei Erdogans, die ungehindert Teile Syriens annektiert. Europa ergeht sich in Ermahnungen und Lippenbekenntnissen, zu schwer wiegen die ökonomischen und militärischen Beziehungen zum Aggressor Türkei. Vergessen wer den Kampf gegen den IS führte, die 11.000 toten kurdischen und SDF Kämpfer*innen, die 21.000 schwerverletzten und verstümmelten jungen Menschen, die nun sehen können wo sie bleiben.
Die hochgepriesenen humanitären Ansprüche Europas entpuppen sich als moralisch-ethisches Totalversagen, als Verrat an der Bevölkerung Rojavas.
Der Versuch in Rojava ein gesellschaftliches Model der Selbstverwaltung, der Gleichberechtigung von Mann und Frau und basisdemokratischer Ansätze zu errichten, ist irritierend, störend oder wird bestenfalls ignoriert. Geschützt, gefördert und finanziert werden von den Staaten Europas hingegen mörderische Diktaturen, die Menschenrechte mit Füßen treten.
Hier hingegen kämpfen die Menschen um nichts weniger als um ihr Leben, im leibhaftigen und erweiterten Sinn.
Respekt und Hilfe für die Menschen Rojavas.
#Rojava defend.
Dr. Michael Wilk, Qamishlo 27.10.19


Neue Terminseite zum 50. Todestag B.Traven's und zum Travenjahr 2019/20

https://bt50.de/event/26-maerz/


"MÜNCHEN LIEST - AUS VERBRANNTEN BÜCHERN"

10. Mai 2019 von 10 bis 18 Uhr am Königsplatz in München

86 Jahre nach der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz in München:

Am 10. Mai 2019 um 10 Uhr wird der Künstler Wolfram P. Kastner einen Brandfleck in den Rasen des Königsplatzes brennen (damit kein Gras über die Geschichte wächst) und
von 11 – 18 Uhr eine Lesung "München liest - aus verbrannten Büchern" moderieren.

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtübergabe an die Nazis, beteiligten sich 50.000 Münchnerinnen und Münchner (großenteils Akademiker) an der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz, die von Studenten der Münchner Universitäten und dem Rektor der LMU inszeniert wurde.

Verbrannt wurden Bücher von Autoren wie Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Irmgard Keun, Heinrich Mann, Erich Mühsam, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und Stefan Zweig. Ab März 1933 wurden in Deutschland (in über 60 Städten) und später in den besetzten Ländern Bücher und Bibliotheken verbrannt und vernichtet. Dem folgte die Vernichtung von Menschen und die Zerstörung von Städten und Ländern.

In München begann der Terrorakt gegen das angeblich "volkszersetzende Schrifttum" mit einer pompösen Auftaktveranstaltung im Lichthof der Münchner Universität am 10. Mai 1933. Nach einem nächtlichen Fackelzug durch die Stadt wurde dann auf dem Königsplatz der Verbrennungsakt inszeniert, die Bücher der "Reichsfeinde" auf den Scheiterhaufen geworfen.

Viele der 1933 verbrannten Bücher sind bis heute weitgehend unbekannt.

Veranstalter: Institut für Kunst und Forschung, München, Wolfram P. Kastner, Tel. 089 - 157 32 19

Mitveranstalter: Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Bayern; Bund für Geistesfreiheit; DGB Landesbezirk Bayern; Evangelisch-Lutherisches Dekanat München; Evangelische Versöhnungskirche, Dachau; Kulturreferat und Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München; Hochschule München; Institut für Deutsche Philologie/LMU; Münchner Kammerspiele; Münchner Volkshochschule; Münchner Stadtbibliothek?; Oskar Maria Graf Gesellschaft; Stiftung Bayerische Gedenkstätten; Verband Deutscher Schriftsteller (VS); ver.di Bayern

Die Universität München/LMU hat sich bisher nicht bereitgefunden, als Mitveranstalter die Lesung mitzutragen, obwohl sie 1933 die Bücherverbrennung organisierte.

Weitere Informationen unter 089 – 157 32 19 (Wolfram P. Kastner)


5. Anarchistische Buchmesse Mannheim

Vom 10. bis 12. Mai 2019 findet zum fünften Mal die Anarchistische Buchmesse Mannheim im Jugendkulturzentrum forum statt, die seit 2011 alle zwei Jahre organisiert wird. „Der positive Zuspruch des Publikums, der Verlage, der Ausstellenden und Referent*innen hat uns darin bestätigt, die Messe erneut durchzuführen“, so das Pressereferat der Anarchistischen Gruppe Mannheim (AGM).

Das AGM-Pressereferat stellt weiter fest: „Wir freuen uns, dass wieder zahlreiche libertäre und anarchistische Verlage auf der Buchmesse vertreten sind. Auch wird der eine oder andere Verlag erstmals dabei sein. Die Mannheimer Buchmesse ist inzwischen zu einem der Highlights des deutschsprachigen Anarchismus geworden.“

Wie in den Vorjahren werden neben dem Messebetrieb auch 2019 wieder 26 Lesungen, Vorträge und Diskussionen angeboten. „Leider nur – denn zu unserer großen Überraschung sind wir in diesem Jahr noch wesentlich mehr als sonst mit Vortragsangeboten überhäuft worden. Daher konnten wir einige spannende Vorträge nicht berücksichtigen“, erläutert das Pressereferat.

Das Zitat von Kurt Tucholsky „Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden“ ist das diesjährige Buchmessen-Motto. „Mit der Buchmesse wollen wir dazu beitragen, dass sich der Anarchismus mit seiner grundsätzlichen Kritik aller Herrschaftsverhältnisse weiter verbreitet, um sich als gesellschaftliche Alternative darzustellen. Dabei ist eine verständliche Sprache einer der entscheidenden Faktoren“, wie das AGM-Pressereferat ausführt.

Die Buchmesse drückt die große Vielfalt des Anarchismus aus. In den Referaten werden aus unterschiedlichen antiautoritären, libertären und anarchistischen Richtungen Positionen bezogen und zur Diskussion gestellt. Das Pressereferat: „Der Anarchismus ist aber bei weitem nicht nur Theorie, denn auf der Buchmesse berichten Aktivist*innen von ihren praktischen Erfahrungen in aktuellen Kämpfen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, z.B. im Hambacher Forst oder bei Amazon.“

Neben dem Messebetrieb und den Vorträgen wird die Anarchistische Buchmesse außerdem durch ein Kulturprogramm begleitet. Am Freitagabend startet die Messe im forum mit einer Aufführung des anarchistischen Films „Deckname Jenny“, bei dem auch die Regisseur*in anwesend ist. „Für den Samstagabend haben wir uns diesmal etwas Neues ausgedacht: Wir kooperieren mit befreundeten selbstverwalteten Strukturen im Viertel, die das kulturelle Rahmenprogramm gestalten“, wie das Pressereferat mitteilt. Im „Alten Volksbad“ spielen die Bands „Die Rauchenden Spiegel“ und „Elektric Meditation“. Der Eintritt bei den Konzerten ist frei, es kann aber gerne gespendet werden. Im „Wild West“ findet ein geselliger Barabend statt.

Die Buchmesse ist barrierefrei zu erreichen. Für Trinken und Essen ist gesorgt. Es werden kalte Getränke und fairer Kaffee angeboten, die günstig gekauft werden können. Ebenso werden leckere vegane Gerichten durch das Kollektiv „Le Sabot“ gekocht, auch hier ist eine Spende willkommen. Für Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auch eine Schlafplatzbörse. Der Eintritt für die Anarchistische Buchmesse und die Lesungen ist frei.

Das komplette Programm der 5. Anarchistischen Buchmesse Mannheim auf der Homepage:

http://buchmessemannheim.blogsport.eu/

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Presseerklärung, 13. Mai 2019, Anarchistische Gruppe Mannheim

Anarchismus im Aufwind

Vom 10. bis 12. Mai 2019 fand im Jugendkulturzentrum forum zum fünften Mal die Anarchistische Buchmesse Mannheim statt, die seit 2011 alle zwei Jahre organisiert wird.

„Die Anarchistische Buchmesse wächst beständig. Im Vergleich zu 2017 konnten wir einen weiteren Publikumszulauf feststellen. Anarchistische Theorie und Praxis befinden sich seit einigen Jahren im Aufwind. Libertäre Literatur und Informationen, gemeinsamer Austausch und Diskussionen wie zum Beispiel auf unserer Buchmesse spielen dabei eine große Rolle“, betont das Pressereferat der Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM).

Das AGM-Pressereferat stellt weiter fest: „Wir freuen uns, dass wieder zahlreiche libertäre und anarchistische Verlage auf der Buchmesse vertreten waren. Die Mannheimer Buchmesse ist inzwischen zu einem der Highlights des deutschsprachigen Anarchismus geworden.“

Neben dem Messebetrieb wurden auch 2019 rund 30 Lesungen, Vorträge und Diskussionen angeboten. So wurden Ökologie wie Ökonomie, Innen- wie Außenpolitik, IT/Datenschutz und andere gesellschaftliche Themen aus einer herrschaftsfreien Perspektive beleuchtet.

Die Buchmesse drückte die große Vielfalt des Anarchismus aus. In den Referaten wurden aus unterschiedlichen antiautoritären, libertären und anarchistischen Richtungen Positionen bezogen und zur Diskussion gestellt. Das Pressereferat: „Der Anarchismus ist aber bei weitem nicht nur Theorie, denn auf der Buchmesse berichten Aktivist*innen von ihren praktischen Erfahrungen in aktuellen Kämpfen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, z.B. im Hambacher Forst oder bei Amazon.“

Neben dem Messebetrieb und den Vorträgen wurde die Anarchistische Buchmesse außerdem durch ein umfangreiches Kulturprogramm begleitet. Am Freitagabend startete die Messe im forum mit einer Aufführung des anarchistischen Films „Deckname Jenny“, bei dem auch die Regisseur*in anwesend war. Am Samstagabend fand im forum ein „Anti-Heimatabend“ mit Thomas Ebermann und Thorsten Mense statt. Im „Alten Volksbad“ spielten die Bands „Die Rauchenden Spiegel“ und „Elektric Meditation“, im „Einraumhaus“ traten die „Unicorn Partisans“ auf. Und im „Wild West“ fand ein geselliger Barabend statt.

„Die AGM bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendkulturzentrum forum, das auch als Mitveranstalter auftritt. Weiterer Dank gilt dem JUZ in Selbstverwaltung „Friedrich Dürr“, dem Kochkollektiv Le Sabot, dem Café Libertad Kollektiv, dem Einraumhaus, der Geschichtswerkstatt Altes Volksbad, dem Wild West, ebenso den Medienpartnern Bermuda Funk (Freies Radio Rhein-Neckar), Le Monde diplomatique, Contraste (Zeitung für Selbstorganisation) und Express (Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit). Unser Dank geht auch an unsere Genoss*innen der Zeitung Graswurzelrevolution (für eine gewaltfreie herrschaftslose Gesellschaft), die das Programm der Buchmesse veröffentlicht haben, und der GaiDao (Zeitschrift der Anarchistischen Föderation), die das ausführliche Programmheft der Buchmesse ein weiteres Mal als Sondernummer publiziert haben. Darüber hinaus bedanken wir uns bei den vielen ungenannten Helfer*innen, die die Anarchistische Buchmesse Mannheim unterstützt haben“, so das Pressereferat.

Die diesjährigen positiven Rückmeldungen des Publikums, der Verlage und Ausstellenden sowie der Referierenden motivieren die AGM, im Frühjahr 2021 die sechste Anarchistische Buchmesse Mannheim ein weiteres Mal zu veranstalten.

Pressekontakt: buchmesse@anarchie-mannheim.de


Ausstellung

Gustav Landauer in Berlin 1889 - 1917 Ausstellung zum 100. Todestag

„Die Anarchie ist das Leben der Menschen, die dem Joche entronnen sind.“
Gustav Landauer in Berlin 1889-1917

Ort: Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4-11, 10965 Berlin, Foyer im 1. OG, barrierefrei.
Eröffnung: 27. März 2019 - 17 Uhr
Zeit: 28. März  – 9. Mai 2019, Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr

Auf 24 Tafeln und in zahlreichen Veranstaltungen des Rahmenprogramms wird über Leben und Werk des anarchistischen Sozialisten Gustav Landauer (1870-1919) informiert. Die Ausstellung schlägt den Bogen von Landauers Herkunft aus Karlsruhe bis zu seiner Ermordung in München am 2. Mai 1919. Dabei liegt erstmals ein besonderer Fokus auf seinem langjährigen Wirken in Berlin. Sein Engagement für die Volksbühnenbewegung, Genossenschaften, freie Schulen, Siedlungsprojekte und vieles mehr wird ebenso thematisiert wie Nachwirkung und Aktualität seines Denkens. Die Ausstellung ist entstanden unter Mitwirkung namhafter Wissenschaftler*innen und Archive.

Führungen durch die Ausstellung

Montags: 1.4, 8.4., 29.4. und 6.5.
Mittwochs: 3.4., 10.4., 24.4.
Freitags: 5.4., 12.4., 26.4., 3.5. 

Treffpunkt: jeweils um 17 Uhr in der Ausstellung.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Führungen sind kostenlos, wir freuen uns über Spenden für die Finanzierung der Ausstellung und des geplanten Denkmals.

Weitere Infos: https://gustav-landauer.org/


Münchner Räterepublik und Gründung des Freistaats Bayern vor 100 Jahren
Vortrag von Fritz Letsch, Veranstaltung des Wandervereins Bakuninhütte
12. März 2019, Dienstag – 19 Uhr
Ratssaal des Marstalls
Schlossplatz 5, 98617 Meiningen
München, nicht Berlin war Schauplatz der ersten deutschen Revolution 1918. Die Wittelsbacher Dynastie, welche Bayern über 700 Jahre beherrscht hatte, wurde über Nacht gestürzt. Sieben Monate lang regierten danach Linke gestützt durch revolutionäre Arbeiter- und Soldatenräte in Bayern. Der sozialistische Ministerpräsident Kurt Eisner machte das Land zu dem, was es heute noch ist: ein Freistaat. Nach Eisners Ermordung folgte eine anarchistische und später eine kommunistische Räterepublik. Erst mit dem Einmarsch von Reichswehr und Freikorps scheiterte das Experiment, fast 1000 Tote gab es am Ende. In den Folgejahren wurden hier die Weichen für den Aufstieg des Nationalsozialismus gestellt. Zahlreiche Schriftsteller wohnten zu jener Zeit in München. Ernst Toller, Erich Mühsam und Gustav Landauer beteiligten sich aktiv an der Räte-Regierung, Oskar Maria Graf, Heinrich Mann, B. Traven und Ricarda Huch zählten sich zu den Sympathisanten.Wenn auch nur für kurze Zeit, spielten hierbei anarchistische Ideale doch eine bedeutungsvolle Rolle. Mit dem RAW-Arbeiter Otto Walz wurden solche Ideen auch im Meininger Arbeiterrat vertreten. Der Kreis zwischen den lokalen Ansätzen und überregional bedeutenden Anarchisten schließt sich mit Erich Mühsam, der 1930 mehrfach Meiningen und seine anarchosyndikalistischen Genossnen besuchte.
Ferner erklärt Organisator Christian Horn vom Wanderverein Bakuninhütte e. V., warum für die Veranstaltung speziell dieser Raum ausgewählt wurde: „Die Bayrische Räterepublik zeigt den Versuch eines demokratischen Modells, deswegen stellt der Ratssaal im Marstall, in welchem die Stadträte sonst tagen, einen passenden Ort für politische Erinnerungskultur dar.“
Der Gemeindepädagoge Fritz Letsch wird zunächst einen historischen Abriss geben. Anschließend geht es um die Aufarbeitung in der Stadt München hundert Jahre nach den Ereignissen. Letsch hat sich vor Ort aktiv ins Jubiläumsjahr mit der Revolutionswerkstatt eingebracht.
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesprogramm Demokratie leben! (BMFSFJ) sowie das Thüringer Landesprogramm „Denk bunt“ (TMBJS) und den Landkreis Schmalkalden-Meiningen und findet in Kooperation mit dem Meininger Bündnis für Demokratie und Toleranz statt.
Nachdem der Wanderverein Bakuninhütte mit der Kaffeefahrt „ 1918 - Demokratie Zweiter Versuch“ die lokale Geschichte in Bezug auf die Novemberrevolution und Folgejahre aufgearbeitet hat, geht es bei dieser Abendveranstaltung darum einen Vergleich zu einer anderen Region zu schaffen. Die Bayrische Räterepublik bietet sich hier gut an, nicht nur wegen der räumlichen Nähe, sondern ebenso als Prozess in einem damals stark ländlich geprägtem Raum. Auch in Sachsen-Meiningen gab es wie in Bayern das Phänomen der Bauernräte in der Novemberrevolution. Zugleich soll die Veranstaltung einen Überblick geben, wie lokale Geschichte aufgearbeitet werden kann. Ein Erfahrungsaustausch mit dem Referent bietet sich dabei an.
Relevant für die Entwicklung des Nationalsozialismus sind die Folgejahre nach der Gründung des Freistaats Bayern. Hier gibt es ebenfalls Parallelen mit dem Land Thüringen, in dem sich später frühzeitig rechtsextreme Kräfte etablieren konnten. Der Vortrag soll daher einen Blick zeigen auf die Gefahren für die Demokratie durch autoritäre Tendenzen. Ebenfalls das Scheitern der Räterepublik soll beleuchtet werden. Was bedeutete es für eine Gesellschaft, wenn die fortschrittlichen Kräfte geschwächt werden?


Stellungnahme des AKU (Arbeitskreis Umwelt) Wiesbaden zum Versuch der antideutschen Gruppierung OAT-Marburg unsere Kurdistan-Veranstaltung mit den Referenten Kerem Schamberger und Michael Meyen am 17.01. im Cafe Klatsch in Wiesbaden zu verhindern.
Der AKU tritt seit 40 Jahren mit aller Entschiedenheit jeglicher Form faschistischer, antisemitischer, rassistischer und sexistischer Propaganda entgegen und setzt sich für eine emanzipatorische und ökologische Umgestaltung der Gesellschaft ein.
Im Rahmen unserer Unterstützung der fortschrittlichen Bestrebungen in Rojava (syrisches Kurdistan), hatten AKU und Cafe Klatsch Kollektiv am 17.01, die Referenten Kerem Schamberger und Michael Meyen zu einer Lesung nach Wiesbaden eingeladen. Drei Stunden vor der Veranstaltung schickte die oben genannte Gruppierung ein email ans Cafe Klatsch in der sie behauptete einer der Referenten sei Teil der antiisraelischen BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestition, Sanktion) und Antisemit, weshalb die Veranstaltung abgesagt werden solle. Die Gruppierung hat dies schon öfter gemacht. In einigen Städten hat eine email mit dieser Beschuldigung ausgereicht und der Veranstaltungsraum war weg. So funktioniert Rufmord. Ein Raunen ins Netz stellen, den Stempel des “Guten” (Antifa) darunter, und schon zucken viele zurück. Lieber nicht mit diesen Leuten. Nicht einmal zu Kurdistan. Es wird schon irgendetwas dran sein.
Wir erklären dazu: Als AKU lehnen wir die BDS-Kampagne als zumindest in Teilen antisemitisch motiviert ab. Nicht jede*r daran Beteiligte ist jedoch gezwungenermaßen Antisemit*in. Unser Referent Kerem Schamberger ist nicht Teil oder Unterstützer der BDS-Kampagne. Auch er hält jedoch nicht alle daran Beteiligten für Antisemit*innen. Wir weisen in diesem Zusammenhang auch auf den öffentlichen Aufruf prominenter Kulturschaffender und Wissenschaftler*innen aus Israel hin, in welchem diese betonen, dass Kritik an israelischer Politik und Antisemitismus nicht das Gleiche sind: https://www.medico.de/17238/
Wir sind der Ansicht, dass sich viele Antideutsche - womit sie Antisemit*innen nicht unähnlich sind - oft nur noch innerhalb eines in sich geschlossenen, nicht hinterfragbaren Weltbildes bewegen. Kontroverse Diskussionen sind in beiden Milieus unerwünscht. Fatal ist, dass Antideutsche damit dem Kampf gegen Antisemitismus einen Bärendienst erweisen, da der Vorwurf des Antisemitismus inflationär auf alle ausgeweitet wird, die Kritik an israelischer Politik äußern.

Januar 2019, AKU Wiesbaden


PATRIARCHAT BESTREIKEN

– Gewerkschafter*innen für eine feministische Streikbewegung

Im Rahmen des „Internationalen Frauen*kampftags“ am 8. März fanden in den letzten Jahren zahlreiche Proteste, Demonstrationen, direkte Aktionen und Streiks statt. In mehr als 40 Ländern auf der ganzen Welt, unter anderem in Spanien, den USA, Südkorea, Italien, Polen und Argentinien, sind Frauen, inter, trans und nichtbinäre Menschen immer wieder auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen Gewalt und Unterdrückung, gegen Einschränkung ihrer reproduktiven Rechte und gegen herrschende Ungleichheiten und Diskriminierung in der Arbeitswelt. Obwohl im Zuge des Rechtsrucks feministische Bewegungen und ihre Errungenschaften bekämpft werden, schließen sich immer mehr Menschen diesen Protesten an. Im letzten Jahr haben sie ihren bisherigen Höhepunkt in Spanien erreicht, wo sich mehrere Millionen Menschen in zahlreichen Orten am Generalstreik beteiligten. Auch unsere Schwesterngewerkschaften aus Spanien (CNT) und Polen (IP) nahmen aktiv an den Frauen*streiks teil.

Als selbstorganisierte Basisgewerkschaft von Lohnabhängigen (also Arbeiter_innen, Angestellten, Gefangenen, Selbstständigen, Erwerbslosen, Hausfrauen*/-männer*, Rentner_innen, Schüler_innen, Studierende, ...) streben wir danach, unsere Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern. Das schaffen wir durch gegenseitige Hilfe im Alltag und gewerkschaftliche Kämpfe. Wir streben danach, den Kapitalismus und das Patriarchat zu überwinden. Diese Kämpfe müssen ebenfalls gegen Rassismus und transnationale Ausbeutung gerichtet sein, da all diese Herrschaftsverhältnisse miteinander verwoben sind.

Unser Ziel ist die Befreiung von jeder Ausbeutung, Unterdrückung und Herrschaft. Streik, das Verweigern von (bezahlter oder unbezahlter) Arbeit, ist dabei unser wirksamstes Mittel. Nur durch kollektives Handeln können wir soziale Emanzipation und Selbstbestimmung erreichen.

Deshalb rufen wir alle zur Beteiligung an der weltweit wachsenden feministischen Streikbewegung auf. Gemeinsam mit unseren internationalen Schwesterngewerkschaften werden wir Solidarität zeigen mit allen Frauen* und von Sexismus Betroffenen weltweit. Wir wollen die alltäglichen Kämpfe unterstützen, egal ob zu Hause, im öffentlichen Raum oder am Arbeitsplatz. Organisieren wir uns gemeinsam für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen - für alle!

Feminismus in die Offensive - Wir fangen gerade erst an!

fem*fau - feministische AG in der Freien Arbeiter*innen-Union (FAU)
femfau-kontakt@fau.org

* "Man wird nicht als Frau geboren, man wird es." Simone de Beauvoir


Mannheim: Solidarität nötiger denn je!

Verdachtsunabhängige Polizeikontrollen von Menschen nichtweißer Hautfarbe sind Alltag in Deutschland. Mischt man sich ein, droht unter Umständen Gefängnis.

Prozess am 21. Januar 2019 um 10.30 Uhr – Treffen vor dem Amtsgericht Schloss Westflügel, Bismarckstraße 14, Mannheim – Prozessbeginn 11 Uhr

S. ist eine politische Aktivistin: Unter anderem ist sie dreizehn Jahre in der Basisgewerkschaft FAU organisiert gewesen und zuletzt bei der Bewegung für den Hambacher Forst aktiv
Nachdem sie sich bei einer Personenkontrolle im Mai 2018 am Mannheimer Bahnhof eingemischt hat, droht ihr eine Gefängnisstrafe
Genaugenommen lautet die Anklage auf „Widerstand, tätlicher Angriff und Körperverletzung“ gegen Polizeibeamte, wobei sich S. alleine gegen die Beamten gewehrt haben soll, (insgesamt waren fünf im Einsatz), nachdem sie sich geweigert hatte, ihren Ausweis zu zeigen und auf die Wache mitzukommen. Zusätzlich läuft ein Zivilverfahren zweier Polizisten, um die Erstattung von Heilmitteln und zwei Tage Dienstausfall, die S. bezahlen soll.
S. allerdings musste nach dem Vorfall ärztlich behandelt werden, ihre Verletzungen beschreibt sie selber unten.
Wie aber kam es zu der Situation, die Anklage und Prozess nach sich zog?
Angeblich sollen sie ja die Ausnahme sein: Kontrollen, deren Anlass die "falsche", dunklere Hautfarbe sind (Racial Profiling). Das behauptet zumindest die Polizei und stützt sich dabei auf Statistiken. Doch Statistiken ohne Berücksichtigung der Vorfälle, die aufgrund der Angst der von Kontrollen Betroffenen gar nicht erfasst werden, und das sind ja die allermeisten, sind sinnlos.
Tatsächlich scheint es eben nicht die Ausnahme zu sein, dass bestimmte ethnische Zuordnung bei der Polizei als krimineller gilt als andere. Dazu kann man auch einfach Rassismus sagen. Denn wie die „Schweizer Allianz gegen Racial Profiling“ nach unzähligen Interviews festgestellt hat, handelt es sich eher um ein systematisches Problem innerhalb der Polizei, nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Staaten Europas.
So kam es im Mai 2018 am Mannheimer Hauptbahnhof dazu, dass S. auf den Weg zu ihrer Ausbildung 2 Menschen mit Migrationshintergrund stark abgeschirmt von 3 Polizisten vorfand. Sie hielt inne, sah, dass kein anderer von dem Geschehen Notiz nahm und entschied sich daher, der Personenkontrolle als Zeugin beizuwohnen. Nachdem diese Kontrolle stattgefunden hatte, wollten die Polzisten nun auch S. kontrollieren. Im Zuge dessen landete S. zunächst auf der Polizeiwache, dann im Krankenhaus und schließlich wurde der oben beschriebene Prozess gegen sie angestrengt.
S. beschrieb es so: „Die drei haben sich mir schnell zugewandt und mich aufgefordert, meinen Ausweis zu zeigen, worauf hin ich mich verweigerte. Nach mehrmaliger Aufforderung zogen sich alle drei gleichzeitig ihre Handschuhe an und näherten sich. Ich wurde auf den Boden gezwungen, währenddessen kam ein 4. Polizist hinzu. Dort legten sie mir Handschellen auf dem Rücken an und schliffen mich teils brutal zur Wache. Dort standen vier männliche und eine weibliche Polizistin zur Durchsuchung um mich herum. Ich wurde dieses mal mit dem kompletten Körpergewicht der vier männlichen Polizisten sehr schmerzhaft auf den Boden niedergedrückt. Sie haben mich dann gehen lassen, mich darauf hingewiesen, dass ich Post bekommen werde.
Daraufhin wurde ich später von einem Freund ins Krankenhaus gefahren. Ich wurde dort mehrfach geröntgt, Ultraschall untersucht und meine Verletzungen wurden aufgenommen. Ich konnte zehn Tage fast gar nicht laufen, hatte lila Prellungen und Quetschungen, konnte meinen Kopf nicht bewegen und hatte eine leichte Schädigung der Halswirbelsäule. Über drei Wochen lang hatte ich massive ganzkörperliche Schmerzen. Meine linke Schulter schmerzt bis heute (Anfang November 2018) täglich trotz Physiotherapien bis zur Hand runter, aber zum Glück nicht mehr ununterbrochen.“
Nun wird ja gerne mit dem Zeigefinger auf die Demokratiedefizite und fehlende Grundrechte in anderen Staaten gezeigt. Was aber, wenn hierzulande jemand Maßnahmen der Polizei kritisiert und eventuell ihren Forderungen nicht sofort Folge leistet, obwohl diese offensichtlich unbegründet und willkürlich erscheinen? Ist der Begriff dafür nicht „Zivilcourage“?
Es ist doch sonderbar: Zum einen wird eben jene „Zivilcourage“ von den Repräsentanten des Staates auf allen Ebenen gepriesen, so sagte einst Bundeskanzler Willy Brandt, (ausgerechnet nach ihm wurde der Bahnhofsvorplatz benannt, auf dem S. festgenommen wurde): „Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit.“ Oder durch den Niedersächsischen Landespolizeipräsident Axel Brockmann, der sagt: „Zivilcourage ist elementar.“ Aber wenn solche Aussagen auch gegenüber Staatsgewalt ernst genommen und umgesetzt werden, dann langt der Staat mit voller Wucht gegen diejenigen zu und strengt Prozesse gegen sie an. Und es drohen nicht nur Geld und Gefängnisstrafen, sondern zumindest zeitweise auch Berufsverbote, etwa durch das Verbot staatliche Prüfungen zu absolvieren.
Menschen, die sich bei Kontrollen, die den Verdacht von Racial und Etnic Profiling erwecken, einmischen, müssen also unter Umständen mit staatlicher Repression rechnen.
Für S. ist es bereits der zweite Prozess, weil sie Zivilcourage gezeigt hat. Nach dem Niederreißen eines Transparents auf einer Nazikundgebung in Landau 2011 wurde sie anschließend in einem Prozess wegen Widerstands und versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Letzterer Vorwurf kam allein dadurch zustande, dass S. damals schwere Stiefel trug, mit denen sie angeblich die Polizisten hätte verletzen können (was aber gar nicht der Fall gewesen war). Nun droht ihr als „Wiederholungstäterin“ eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren, angesichts der Tatsache, dass S. (außer dem Wegreißens eines Transparentes mit menschenverachtendem Inhalt) niemandem etwas getan hat, erscheint das völlig absurd. Tatsächlich sagt die Staatsgewalt in diesem neuen Mannheimer Prozess eigentlich: „Hinterfragt nichts, spurt gefälligst, sonst ergeht es euch schlecht!“
Genau deshalb ist Solidarität nötiger denn je, Solidarität mit jenen, die allein aufgrund ihrer Hautfarbe schikaniert werden und Solidarität mit S., die, weil sie einfach genau hinschauen wollte, damit so etwas nicht passiert, sich nun selber auf der Anklagebank befindet.
Unterstützerinnen und Unterstützer von S.
Für den Prozess gegen S. wird dringend Geld benötigt, bitte spendet an:
Schwarzkreuz Jena, IBAN: DE58 8306 5408 0004 9960 54 BIC: GENO DEF1 SLR, Verwendungszweck unbedingt angeben: Unterstützung für S.


Presseerklärung Mietshäusersyndikat Rhein-Main vom 7.1.2019 zu der Brandanschlagsserie auf selbstverwaltete Projekte im Rhein-Main-Gebiet


Der Täter des Brandanschlags in Hanau am 21. Dezember 2018 ist den Projekten des Mietshäuser Syndikats bekannt – Ermittlungsversäumnisse
bei Polizei und Staatsanwaltschaft in der Anschlagsserie gegen linke Projekte


Am 21. Dezember 2018 wurde ein Brandanschlag auf das autonome Kulturzentrum Metzgerstraße verübt. Der Täter hielt sich zunächst etwa eine Stunde im Zentrum auf und stellte sich einigen Gästen mit Namen vor. In dieser Zeit verwickelte er andere Anwesende in Gespräche über die vergangenen Brandstiftungen und eine für den nächsten Tag geplante Demonstration in Frankfurt, die anlässlich der Anschläge stattfinden
sollte. Kurz vor Verlassen der Metzgerstraße legte er in einem Nebenraum mit Spiritus ein Feuer und flüchtete. Das Feuer wurde schnell bemerkt und gelöscht. Der Täter wurde wenige Minuten nach dem Anschlag am Hanauer Freiheitsplatz von Besucher*innen der Metzgerstraße gestellt und nachfolgend von der Polizei verhaftet. Es handelt sich um den 46-jährigen Joachim S. aus Frankfurt.

Der Anschlag auf das Kulturzentrum Metzgerstraße war bereits der neunte Brandanschlag auf linke, alternative Zentren und Wohnprojekte
seit September 2018 (siehe hierzu die nachfolgende Chronologie). Von den Anschlägen betroffen waren unter anderem drei Wohnprojekte aus dem Verbund des Mietshäuser Syndikats (MHS).

Joachim S. wurde schon am Folgetag, den 22. Dezember 2018, aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Zwar ist unstrittig, dass Joachim S. das Feuer in der Metzgerstraße gelegt hat, jedoch erkannten Polizei und Staatsanwaltschaft keinen unmittelbaren Zusammenhang mit der Anschlagsserie. Diese Erkenntnis ist nicht nachvollziehbar.

Tatsächlich ist Joachim S. den Projekten des MHS seit 2015 bekannt. Von dieser Zeit an versuchte er Wohnprojekte des MHS existenziell zu schädigen. Er ­denunzierte von 2015 bis 2017 dutzende MHS-Projekte wegen Formfehlern bei den Behörden. Er durchforstete akribisch die öffentlich einsehbaren Bilanzen und Internetseiten der Projekte und meldete kleinste Fehler – wie zum Beispiel fehlerhafte Impressen und Disclaimer oder Rechen- und Übertragungsfehler in Bilanzen – den Amtsgerichten oder der Bundesanstalt für Finanz­dienstleistungsaufsicht (BaFin). Betroffen hiervon war 2015 unter anderem der Knotenpunkt in Schwalbach im Taunus, der von S. bei der BaFin wegen eines Rechenfehlers gemeldet wurde – am 14. September 2018 brannte das Projekt infolge von Brandstiftung fast vollständig aus. In einigen Fällen beschaffte er sich auch die Namen von Gesellschafter*innen von Syndikatsprojekten – ­betroffen war auch das Wohnprojekt Assenland in Frankfurt, bei dem am 13. November ein Feuer gelegt wurde.

Darüber hinaus spähte S. mutmaßlich Wohnhäuser aus, schaute sich Klingelschilder an und verfasste gefälschte Schreiben mit haltlosen Unterlassungsgeboten. Ohne Zweifel pflegt S. eine Obsession gegen Projekte des MHS. Vor diesem Hintergrund müssen wir davon ausgehen, dass S. in die gesamte Anschlagsserie involviert ist.

Die Polizei hat seit dem Anschlag auf die Metzgerstraße zu keinem einzigen betroffenen Projekt Kontakt aufgenommen oder nachgefragt, ob Joachim S. bekannt ist. Und während die Hanauer Staatsanwaltschaft sich weigerte, zwischen der Brandstiftung in der Metzgerstraße und den anderen Anschlägen einen Zusammenhang zu erkennen und ernsthaft zu ermitteln, mussten wir die Bezüge zwischen Joachim S. und dem MHS in den letzten Wochen selbst recherchieren und zusammentragen.

Wir wissen nicht, ob Joachim S. in rechten Gruppen und Szenen organisiert ist. Die Auswahl der angegriffenen Projekte spricht jedoch eine eindeutige Sprache: Das Kulturzentrum Metzgerstraße, in dem Joachim S. das Feuer legte, ebenso wie die Anschlagsziele Café ExZess, das besetzte Haus »In der AU«, das Lila Luftschluss und die betroffenen Syndikats-Projekte stehen für linke und alternative Wohnformen und Lebensweisen. In der Anschlagsserie drückt sich die Feindschaft und Bekämpfung eben jener linken Praxen aus. Einer Entpolitisierung der Anschläge – die sich ­unter anderem auch in der Weigerung der Ermittlungsbehörden ausdrückt, den Seriencharakter anzuerkennen – widersprechen wir vehement.

Wir werfen Polizei und Staatsanwaltschaft eklatante Ermittlungsversäumnisse vor, die sich nur schwerlich mit Pannen und handwerklichen Fehlern erklären lassen. Polizei und Staatsanwaltschaft
müssen nun erklären:

->  Was lässt die Staatsanwaltschaft glauben, dass der Brandanschlag imKulturzentrum Metzgerstraße in keinem Zusammenhang mit den anderenAnschlägen steht?

->  Welche Ermittlungsschritte gegen Joachim S. hat die Polizeiunternommen?

->  Wieso hat die Polizei nach dem Anschlag auf die Metzgerstraße mitkeinem betroffenen Projekt Kontakt aufgenommen, um Informationen überJoachim S. zu erhalten?

->  Warum weigern sich Polizei und Staatsanwaltschaft immer noch, denpolitischen Hintergrund der Anschlagsserie anzuerkennen?

Wir stellen angesichts der (Nicht-)Ermittlungen fest, dass die Polizei die Serie von Brandanschlägen auf linke und alternative Projekte weiterhin bagatellisiert und uns als Betroffene nicht ernst nimmt. Es wird ignoriert, dass bei einzelnen Anschlägen beträchtlicher Schaden entstand, dass Menschen ihr Hab und Gut verloren und dass in mehreren Fällen das Leben der in den Häusern befindlichen Personen erheblich gefährdet war.

Obgleich wir wenig Vertrauen in die polizeiliche und staatsanwaltliche Ermittlungsarbeit haben, haben wir unsere Erkenntnisse über Joachim S. heute über unsere Anwältin den zuständigen Staatsanwaltschaften zukommen lassen.

Abschließend möchten wir betonen: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir wehren uns auch zukünftig gegen verbale Hetze gegen linke Projekte und Strukturen, die Personen wie Joachim S. die Stichworte für ihre Taten liefert. Wir stellen uns gegen alte und neue Nazis und all ihre bürgerlichen Unterstützer*innen, die den gesellschaftlichen Rechtsruck vorantreiben – sei es in den kommunalen Parlamenten oder auf der Straße. Wir helfen uns gegenseitig beim Wiederaufbau unserer Häuser und Projekte sowie bei deren Schutz. Seit den Angriffen haben wir viel
Solidarität und Unterstützung erfahren, für die wir uns bedanken wollen. Wir gehen gestärkt und mit neuen Freund*innen aus den Angriffen hervor. Unser Zusammenhalt ist stärker als Hetze und Gewalt.

Pressekontakt: rhein-main@syndikat.org


*Chronologie der Anschlagserie*

14. September 2018, Schwalbach / Ts.
Ein Feuer, das auf dem Grundstück des MHS-Projekts »Knotenpunkt« gelegt wird, greift auf die Scheune und das Wohnhaus über. Die Wohnräume im oberen Stock brennen völlig aus. Eine Person, die sich im Haus aufhält, bemerkt das Feuer rechtzeitig und flüchtet ins Freie. Der Sachschaden beträgt über 200.000 €.

13. November 2018, Frankfurt-Rödelheim
Im besetzten Haus »In der AU« wird ein Brand an der Rückwand eines Schuppens entdeckt und gelöscht, bevor er übergreifen kann. 45 Minuten später brennt beim MHS-Projekt Assenland ein Sichtschutzzaun. Da es zuvor geregnet hat und der Zaun feucht ist, richtet das Feuer nur geringen Schaden an und geht von alleine aus.

15. November 2018, Frankfurt-Rödelheim
Gegen 23 Uhr wird eine Hütte im Vorgarten der AU angezündet. Der Brand wird sofort entdeckt und gelöscht. Am Tag danach werden Brandspuren am Reifen eines in der Seitenstraße der AU stehenden Fahrzeuges entdeckt, welches von den Täter*innen offensichtlich der AU zugeordnet wurde.

3. Dezember 2018, Hanau
Ein als Gartenlaube genutzter Bauwagen auf dem Gelände des Wohnprojektes »Schwarze 79« wird in Brand gesetzt und schwer beschädigt. Auch die »Schwarze 79« gehört dem MHS-Projekt­verbund an.

9. und 10. Dezember 2018, Frankfurt-Bockenheim
An zwei aufeinander folgenden Abenden werden Brände am »Café ExZess« gelegt, die jeweils von den anwesenden Besucher*innen gelöscht werden können.

12. Dezember 2018, Frankfurt-Nordend
Beim feministischen Wohnprojekt »Lila Luftschloss« gerät Isoliermaterial und Kunststoff in Brand. 20 Personen, die sich im Haus befinden, werden von der Feuerwehr evakuiert. Auch hier bestätigt sich Brandstiftung als Ursache.

21. Dezember 2018, Hanau
In den Räumen des autonomen Kulturzentrums »Metzgerstraße« wird ein Feuer gelegt. Es kann schnell gelöscht werden. Der Täter flüchtet und wird von Besucher*innen der »Metzgerstraße« verfolgt und gestellt.

Terminablage 2018


Gustav Landauer und Rudolf Rocker: Anarchisten gegen Nationalismus und Krieg

Samstag, 22. September 2018, in der Bürogemeinschaft, Walpodenstr. 10, Mainz

13.30 Uhr bis 16 Uhr: Gustav Landauers anarchistische Initiative zur Verhinderung bzw. Beendigung des 1. Weltkrieges
Mainz, Bürogemeinschaft, Walpodenstr. 10

Ab 1911 wurden die Anzeichen einer drohenden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den europäischen Mächten deutlich. Gustav Landauer versuchte, die Arbeiter aufzurütteln und zur Verweigerung der Kriegsteilnahme durch Massenkündigungen zu bewegen. Der geplante "Freie Arbeitertag" sollte als Organ der direkten Demokratie die Arbeiter und ihre Interessen vertreten und so den Ausbruch des Krieges verhindern.
Der Vortrag stellt diese bislang kaum bekannte Initiative vor und erläutert seine spätere Mitwirkung beim Bund neues Vaterland bzw. der Zentralstelle Völkerrecht, die er mitbegründete. Die Initiative Landauers wird im Kontext der anarchistischen Friedenspolitik dargestellt, die seit der Kaiserzeit stets einen hohen Stellenwert hat.
 
16 bis 18 Uhr:
Proletarischer Stadtrundgang. Rudolf Rocker in Mainz: Heimat eines Revolutionärs.
Führung von Emmelie Öden
Treffpunkt: Bürogemeinschaft, Walpodenstr. 10

Broschüre zum Rundgang: Emmelie Öden: Proletarisches Mainz. Der Rudolf Rocker-Stadtführer. Edition Syfo #8, Mainz 2017, 32 Seiten, 2,50€

Rudolf Rocker, der bedeutende Theoretiker und unermüdliche Praktiker des internationalen Anarcho-Syndikalismus, ist ein Sohn der Stadt Mainz. Aufgewachsen in einer Handwerkerfamilie wandte er sich früh der Sozialdemokratie zu. Durch die Bewegung der Unabhängigen gelangte er bald an anarchistische Ideen und gehört damit wohl zu den ersten Anarchisten in Mainz. Dieser Stadtführer zeigt in zehn Stationen Orte, die ihn beeinflussten und Wirkungsstätten seiner frühen Agitationsarbeit.

18-20 Uhr: Pause (mit gemeinsamem Essen)

20 Uhr: Mit Rudolf Rocker gegen völkisches Denken*
Mainz, Bürogemeinschaft, Walpodenstr. 10

Rudolf Rockers Hauptwerk ist wegen Urheberrechtsproblemen derzeit nur eingeschränkt verfügbar. Daher soll hiermit eine Einführung in
"Nationalismus und Kultur" gegeben werden. Dieses Werk stellt bis heute eine der besten Auseinandersetzungen mit der Geschichte und den Strukturen der Ausgrenzungsstrategie des "völkischen Denkens" dar. Wir erläutern auf dieser Basis die gedanklichen "Kurzschlüsse"
nationalistischer Argumentationen. Es geht uns darum, den AfD-Argumentationen fundiert entgegen treten zu können.


Workshops der Gustav-Landauer-Denkmalinitiative in Kooperation mit DFG-VK Mainz, FAU Frankfurt, Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz


Jugendsommercamp Wildnis
Warum wir Wildnis und Natur brauchen ...
Sommer-Highlight der BUNDjugend – das zwölfte Eine-Erde-Camp für Teenager und Jugendliche

In der vierten Sommerferienwoche vom 17. bis 24. Juli findet das diesjährige, nunmehr zwölfte „Eine-Erde-Camp“ der BUNDjugend Hessen in der Burgruine Lißberg im Wetteraukreis statt. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 26 Jahren aus der gesamten Republik können teilnehmen.
Das Schwerpunktthema lautet dieses Jahr „Wildnis!“ und verspricht interessante Workshops: Brauchen wir etwas Wildnis? Steht die Digitalisierung dazu im Widerspruch? Können wir Wildnis nur noch in virtuellen Welten erleben? Wie wild wollen wir leben? Wie wild dürfen Pflanzen und Tiere leben? Wie schaffen wir Wildnisgebiete? Die Atmosphäre ist sehr harmonisch und die Teilnehmer begegnen sich mit Offenheit. Es wird zusammen gespielt, getanzt oder man tauscht sich einfach aus. Auch Teilnehmer, die alleine kommen, finden schnell Anschluss.

Das Eine-Erde-Camp hat schon viele begeistert und ist mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. vom Hessischen Jugendring und von der Initiative „Sei ein Futurist“. Acht Tage lang wird es ein Angebot von etwa 60 Workshops geben. Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Kleinkunst und Lagerfeueratmosphäre, Camp-Tauschring und Experimentierfeldern für einen nachhaltigen Lebensstil bieten für jeden das passende Angebot. Ein Kleidertausch sowie ein Umsonstladen regen zu einem bewussten Umgang mit Ressourcen an - Modenschau inklusive.
Es gibt sowohl vielfältige Workshops, u.a. zu den Themen Ernährung, faire Textitlien, Filzen, LandArt, Poetry Slam, Fledermausbeobachtung, Aktionstraining, Kino, fairer Handel, Sternenwanderung, Naturerleben intensiv, Naturmeditation, Slackline, Yoga, Lagerfeuer, Jonglage, Improvisationstheater. Langeweile kommt garantiert nicht auf.

Das Zelt-Camp wird von einem 10köpfigen Team junger, engagierter Menschen geplant und durchgeführt. Die Kosten von 140 Euro beinhalten Unterbringung in Zelten (Sanitäre Anlagen sind ausreichend vorhanden), ökologisch-regional-saisonale Vollverpflegung (sehr leckeres vegetarisches und veganes Essen, bei dem noch keiner etwas vermisst hat) und das Programm. Ein Gebäude befindet sich ebenfalls auf dem Zeltplatz, sodass die Workshops und ein guter Schlaf bei ungünstigen Witterungsverhältnissen garantiert sind. Seen und Wälder sind fußläufig erreichbar.
Anmeldung und Infos unter www.erde-retten.de. BUNDjugend Hessen, Geleitsstraße 14, 60599 Frankfurt, Telefon 069-67737630 oder per email: bundjugend.hessen@bund.net.


Terminablage 2017


Kongress „Anarchistische Perspektiven (auf die Wissenschaft)“
vom 10. bis 12. November 2017 an der Universität Hamburg

Zum dritten Mal wird der Kongress Anarchistische Perspektiven (auf Wissenschaft) veranstaltet. Ziel des Kongresses ist es, zu erkunden, wie eine gleichberechtigte, sozial gerechte, dezentrale Gesellschaft ohne Hierarchien, (wirtschaftliche) Ausbeutung und Krieg möglich ist und welche praktischen Schritte hierfür nötig sind. Ohne fundierte theoretische Grundlagen können Wege dorthin kaum beschritten werden, zu groß wäre die Gefahr, in den heutigen gesellschaftlichen Widersprüchen stecken zu bleiben. 
Wichtige Fragen, welche immer wieder die Diskussionen durchziehen, sind u.a. wieviel Struktur in einer Gesellschaft nötig und möglich ist, ohne dabei in Top-Down-Modelle zu verfallen, wie eine Wirtschaft jenseits des Kapitalismus organisiert werden kann und wie mensch informellen Hierarchien und Diskriminierungen, z.B. Sexismus und Rassismus, entgegentreten kann, so dass eine wirklich gleichberechtigte Gesellschaft entsteht.
Diese Fragen müssen immer wieder neu diskutiert werden, da u.a. die sich permanent verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen oder auch technische Entwicklungen nach neuen bzw. aktualisierten Antworten verlangen. Des Weiteren treten laufend neue theoretische und praktische Erkenntnisse hinzu, welche den Diskurs neu bestimmen.
Die verschiedensten wissenschaftlichen und praktischen Ansätze sollen präsentiert und diskutiert werden. Hierzu gibt es Vorträge und Workshops, Informations- und Buchstände werden präsent sein und es gibt auch Raum, um z. B. spontan Diskussionsrunden zu organisieren. Ergänzend wird es ein kulturelles Rahmenprogramm geben. Jede*r ist eingeladen, am Kongress teilzunehmen. Es bedarf keiner Anmeldung und die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen unter: http://a-perspektiven.org

 

4. Anarchistische Buchmesse Mannheim

Vierte Anarchistische Buchmesse Mannheim

Die Vielfalt der anarchistischen Literatur Vom 21. bis zum 23. April 2017 findet in Mannheim zum mittlerweile vierten Mal die Anarchistische Buchmesse Mannheim statt, die alle zwei Jahre von der Anarchistischen Gruppe Mannheim veranstaltet wird.
Bei der Messe im Jugendkulturzentrum Forum werden mehr als 30 Verlage und Ausstellende vertreten sein.
Auch dieses Mal wird es wieder 24 Lesungen und Vorträge zu diversen Themen geben: „Anleitung gegen den Krieg“, „App-ifizierte Fremdbestimmung“, „Anarchismus hoch 3“, „Was ist eigentlich Anarchafeminismus?“, „Rojava: Selbstverwaltung in Nordsyrien unter den Bedingungen des Krieges“, „Krise-Brexit, Trumpismus“ oder auch: „Wie organisiere ich eine Buchmesse?“, um nur einige zu nennen. Eröffnet wird die Veranstaltung am Freitagabend um 19.00 Uhr mit dem Theaterstück „Illegale Helfer“.
Des weiteren findet im kulturellen Rahmenprogramm am Samstagabend im Jugendzentrum „Friedrich Dürr“ am Neuen Meßplatz ein Konzert statt. Dort kann ab 21.00 Uhr mit der Latin-Ska-Band „Zompa Family“ aus Perpignan sowie der Düster-Punk-Combo „ueberdosis grau“ aus Frankenthal gefeiert werden.
Auch für das leibliche Wohl wird wieder gesorgt sein: Das Kochkollektiv „Le Sabot“ bietet während des gesamten Messebetriebes vegetarisches und veganes Essen zum Spendenpreis an. Am Samstag und Sonntag wird es eine Kinderbetreuung geben. Beide Veranstaltungsorte sind barrierefrei zugänglich. Wie schon bei den bisherigen Buchmessen ist auch in diesem Jahr wieder bei sämtlichen Veranstaltungen der Eintritt frei – die Finanzierung erfolgt durch Spenden der Besucher*innen.
„Einige aktuelle Entwicklungen in Europa geben Anlass zur Sorge: seien es die sich verstärkenden Abschottungstendenzen oder um sich greifender Nationalismus. Auf der anderen Seite stoßen die Ideen des Anarchismus in den letzten Jahren auf zunehmendes Interesse. Neue libertäre und anarchistische Gruppen entstehen, die sich regional und international vernetzen. Wir wollen mit der Buchmesse dazu beitragen, auch in der Rhein-Neckar-Region eine selbstorganisierte und herrschaftsfreie Kultur aufzubauen“, fasst die Pressesprecherin der Anarchistischen Gruppe Mannheim zusammen.
Weitere Informationen sowie das vollständige Programm finden Sie unter:
http://buchmesse.anarchie-mannheim.de
http://www.anarchie-mannheim.de Libertäre Grüße
Anarchistische Gruppe Mannheim Kontakt:
Anarchistische Gruppe Mannheim
Beilstraße 12
68159 Mannheim
Tel.: 01577 8738479



Terminablage 2016

Veranstaltungsreihe in Hamburg: 80 Jahre Soziale Revolution in Spanien

Es ist kein Geheimnis, dass die soziale Revolution in Spanien dieses Jahr ihren 80jährigen feiert.
Eventuell noch nicht so bekannt ist, dass es aus diesem Anlass eine Veranstaltungsreihe in Hamburg geben wird. Neun Tage mit Vorträgen, Diskussionen, Büchertischen, Filmvorführungen, Küfas u.v.m.

Nähere Infos: https://utopia80.alphard.uberspace.de/


130 Jahre Haymarket-Massaker
Demo am 29.4.2016 in Berlin, Treffpunkt um 19:30 Uhr auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln

http://haymarket.blogsport.eu/2016/04/25/130-jahre-haymarket-massaker-demo-am-29-4-in-berlin/#comment-2

Es hilft nun keine Selbsttäuschung und kein Schöngerede mehr: Jene Demonstration, die sich selbst überschätzend als revolutionäre Massenmanifestation betrachtet, hat nun 2016, pünktlich zum 130. Jahrestag des Haymarketmassakers endgültig ihren politischen Bankrott erklärt.
In den letzten Jahren zum einem wandelnden MyFest herabgesunken, auf dem nur noch konsumiert wurde, ob es nun das kalte Bier aus dem Späti am Rand der Route war oder die pseudo-kämpferischen Reden vom Party-Truck herab, die von der nachlatschenden Masse hastig eingeatmet werden, ohne in den Köpfen und Herzen eine dauerhafte Wirkung zu entfalten, wankte die 18 Uhr Demo schon die letzten Jahre wie ein trauriger und verzweifelter Humunkulus durch ein kilometerlanges Spalier sensationsgeiler AmateurfotografInnen.
Mal ins „Herz der Bestie“ ziehend, um dann als Teppichvorleger Unter den Linden zu landen, mal endlos durch Kreuzberg torkelnd, um den verräterischen Stiefgeschwistern der Sozialdemokratie zu zeigen, wo der revolutionäre Nothammer hängt. Da hat sich in den letzten Jahren etwas im wahrsten Sinne totgelaufen. Die jüngsten Ereignisse machen es einmal mehr deutlich: Der 1. Mai braucht eine Art Neustart, vielleicht auch eine Rückbesinnung, die die heutigen Zustände mitdenkt, sie miteinander verknüpft.Was vor 130 Jahren galt, als die Streikenden bei McCormick zusammengeschossen wurden, als die Demonstration auf dem Haymarket von der Polizei in ein Blutbad verwandelt wurde, das gilt auch heute noch:
„Man kann nicht ewig wie ein Stück Vieh leben!“
Man kann auch nicht ewig wie ein Stück Vieh, mag es sich auch noch so sehr als revolutionär betrachten, hinter einer Handvoll Menschen hinterrennen, die sich selbst als Speerspitze einer revolutionären Veränderung betrachten und dabei doch nur ihren Fame und ihren Anspruch auf Führerschaft im Auge haben. Für eine vollständige Umwerfung der ritualisierten Maidemonstration mag es in diesem Jahr zu spät sein, aber nichtsdestotrotz brennt in nicht wenigen Menschen der Wunsch, dass es eine Alternative geben möge, um, besonders im 130. Jahr nach dem Haymarket-Massaker, ein Zeichen zu setzen, denn es geht auch anders.   Wir haben trotz allem Elend noch immer die Chance, einen gemeinsamen libertären Anfang zu machen. Verbünden wir uns gegen den an Fahrt aufnehmenden nationalistischen Rechtsruck in Europa, die soziale Entwürdigung der Menschen als „MieterInnen“ von Wohnungen, „Illegale“ mit unzureichenden Visa-Status oder „ArbeitnehmerInnen“ in der Arbeitswelt.
Organisieren wir uns gegen den voranschreitenden Aufbau einer polizeilichen Sicherheitsgesellschaft, die neben der offenen Repression auf „smarte“ bürgerliche Selbstkontrolle setzt. Unterdrückende Konzepte wie Nation, Autorität und fixe Geschlechterrollen scheinen wieder attraktiv zu sein, weil sie den Angsterfüllten sowas wie Verwurzelung verkörpern und vermeintlich klare Grenzen ziehen. Einer freiheitlichen Gesellschaft, in der die Menschen nicht mehr anderer Menschen Herren oder Knechte sind, stehen sie im Wege. Sie müssen beiseite treten. Dazu müssen wir eine entschlossene freiheitliche und antikapitalistische Antwort finden.
À bas l’état, les flics et les patrons!
Deshalb werden all jene, die sich den Idealen des 1. Mai 1886 auch noch 2016 verbunden fühlen, dazu aufgerufen, sich am Freitag, dem 29.4., um 19:30 Uhr auf dem Hermannplatz in Neukölln zu versammeln. Wenn ihr mögt, dann bringt schwarze und schwarz-rote Fahnen mit und überlegt euch passende (neue) Parolen, denn es ist eure Demo und ihr gestaltet sie ohne Beschallung von vorne. Der Endpunkt der Demo am Görli bietet die Gelegenheit danach ein Bierchen oder was alkoholfreies zu trinken.
Auf der Demo sollten kein Alk und keine Drogen konsumiert und keine Bollerwagen, National- und Parteifahnen und dergleichen mitgeführt werden. Für die Anarchie und so.
Demoroute: Hermannplatz – Kottbusser Damm – Kottbusserstraße – Kotti – Adalbertstraße – Oranienstraße – Skalitzerstraße Ecke Spreewaldplatz


2. Libertäre Wochen in Köln (April 2016)libertaerewochen2016

Auch 2016 finden wieder zahlreiche Veranstaltungen statt. Bisher stehen fest:

Fr. 01.04.,
Vortrag: “Die NATO und der staatliche Militarismus”,
19 Uhr, Autonomes Zentrum, Luxemburger Str. 93 (U: Eifelwall)

Mo. 04.04.,
Filme über Kollektivbetriebe in Spanien und Frankreich,
19 Uhr, LC36, Ludolf-Camphausen Str. 36 (U: H.Böckler-Platz/Bhf West)

Di. 05.04.,
Vortrag: “Kritik der Wirtschaftswissenschaften”,
19 Uhr, Hausbesetzung Zülpicher Str. 290 (U: Lindenburg/Uniklinik)
– falls Räumung, im AZ!

Mi. 06.04.,
“Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas”, Vortrag,
19 Uhr, Hausbesetzung Zülpicher Str. 290 (U: Lindenburg/Uniklinik)
– falls Räumung, im AZ!

Fr. 08.04.,
Filme zur Kritik der Arbeit
(I),
19 Uhr, Hausbesetzung Zülpicher Str. 290 (U: Lindenburg/Uniklinik)
– falls Räumung, im AZ!

So. 10.04.,
Umsonstflohmarkt – tauschen und verschenken statt kaufen
11-17 Uhr, Roma-Schule “Amaro Kher“, Venloer Wall 17 (U: Hans-Böckler-Platz/Bhf. West)

Di 12.04.
Vortrag: “Kollektivbetriebe und alternative Ökonomie in Köln”,
19 Uhr, Autonomes Zentrum, Luxemburger Str. 93 (U: Eifelwall)

Mo. 18.04.,
Infos über die Gefangenengewerkschaft (GG/BO),
18 Uhr, LC36, Ludolf-Camphausen Str. 36 (U: H.Böckler-Platz/Bhf West)

Mi. 20.04.,
Vortrag: “Commons – Wirtschaften neu denken”,
19 Uhr, Hausbesetzung Zülpicher Str. 290 (U: Lindenburg/Uniklinik)
– falls Räumung, im AZ!

Fr. 22.04.,
Filme zur Kritik der Arbeit
(II),
19 Uhr, Hausbesetzung Zülpicher Str. 290 (U: Lindenburg/Uniklinik)
– falls Räumung, im AZ!

Mo. 25.04.,
Film: “Fernand Pelloutier und die Arbeitsbörsen” (OmU, SabcatMedia),
19 Uhr, Autonomes Zentrum, Luxemburger Str. 93 (U: Eifelwall)

Di. 26.04.,
Vortrag: “Hausbesetzungen in Köln”,
19 Uhr?, Autonomes Zentrum, Luxemburger Str. 93 (U: Eifelwall)

Do. 28.04.,
Workers Memorial Day
Gedenkaktion für die Opfer von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten,
19 Uhr, Treffpunkt: “Einsturzstelle” Severinstr./Waidmarkt

Fr. 29.04.,
Filme zur Kritik der Arbeit
(III),
19 Uhr, Hausbesetzung Zülpicher Str. 290 (U: Lindenburg/Uniklinik)
– falls Räumung, im AZ!

So. 01.05.,
Erster Mai: “Internationaler Tag der Arbeiter*innen”,
11 Uhr, anarchistisches Straßenfest (in Planung)

Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei!

Veranstalter*innen (bisher):

Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA),
Anarchistisches Forum Köln (FdA-IFA),
Anarchistisches Kollektiv Köln (FdA-IFA),
Autonomes Knastprojekt,
Gefangenengewerkschaft-Solikreis Köln,
Stadtlicher Widerstand


Sonstige Veranstaltungshinweise:

Fr. 15.04./ Sa. 16.04.,
“6 Jahre Autonomes Zentrum Köln”,
Nachttanzdemo (Fr., 17 Uhr) und Tag der offenen Tür (Sa., ab 14 Uhr) mit Vorträgen,  Ausstellungen und Konzerten, Luxemburger Str. 93 (U: Eifelwall)

So. 01.Mai,
Erster Mai: “Internationaler Tag der Arbeiter*innen”,
anarchistische Demo und Straßenfest in Bonn
(14 Uhr, vom Kaiserplatz zum Frankenbad)


„Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.“

Anarchistische Parteinahmen

Zur Geschichte und Perspektive anarchistischer Parteien

ein A-Laden-im-Exil-Impulsvortrag zur Diskussion von R@lf G. Landmesser 2016 im Baiz/Berlin

Hier der Link: http://uepd.de/wordpress/de/2015/09/14/anarchistische-parteinahmen/


14. INTERNATIONALE MÜNCHNER FRIEDENSKONFERENZ
Umdenken - statt weiteren Terror säen!

11. bis 14. Februar 2016 (Do-So) als zivile Begleitveranstaltung zur sogenannten Münchner
"Sicherheits"konferenz

Die Internationale Münchner Friedenskonferenz wendet sich gegen die Auswirkungen einer von Macht- und Wirtschaftsinteressen geleiteten Politik und stellt konkrete zivile Handlungsmöglichkeiten vor.
Do. 11.2, 19 Uhr: Brasilien, Russland, Indien, China – die BRICS Staaten. Kooperation oder Konfrontation? DGB-Haus, Schwanthaler Str. 64, München
Fr. 12.2., 19 Uhr: Internationales Forum; Altes Rathaus, Marienplatz, München
Sa.13.2., 9:30 Uhr: Gesprächsforum mit den ReferentInnen, DGB-Haus
Sa. 13.2., 19 Uhr: ExpertInnenrunde: Schutzverantwortung durch Prävention; DGB-Haus
Infos: www.friedenskonferenz.info www.dfg-vk-bayern.de www.h-m-v-bildungswerk.de

DEMONSTRATION & PROTEST-KETTE
Gegen Aufrüstung und Krieg – NATO abschaffen No Justice - No Peace – Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden Bleiberecht für alle Geflüchteten – Kein Mensch ist illegal

13. Februar 2016 (Sa)um 13 Uhr: Auftaktkundgebung Stachus/Karlsplatz, MÜNCHEN

13.45 Uhr: Umzingelung des Tagungsortes der NATO-Kriegs-Strategen (Bayerischer Hof) Demonstration - über Lenbachplatz, Platz der Opfer des Nationalsozialismus - Odeonsplatz - zum Marienplatz Protest-Kette - über Neuhauser Str. - Kaufingerstr. - zum Marienplatz ca. 15 Uhr: Schlusskundgebung - Marienplatz

Infos: www.kriegsrat-nein-danke.de http://sicherheitskonferenz.de


30. Januar 2016, Bahnhof Büdingen: Naziaufmarsch verhindern!
Immer und überall: rechten Wahlkampf stören!

Zugtreffpunkt: 30 Januar, 13:40 Uhr, Hauptbahnhof Frankfurt, Gleis 13.
Treffpunkt Büdingen: 30. Januar, 15:30 Uhr, Bahnhof.

Antifa Kritik & Klassenkampf, Frankfurt im Januar 2016

weitere Hintergrundinfos zu dem Aufmarsch und der NPD Hessen bei der Antifa R4 Gießen und

unter http://akkffm.blogsport.de/2016/01/21/30-januar-in-buedingen-naziaufmarsch-verhindern/


Hilfe für Rojava

Freitag, 22.01.2016 · 19.30 Uhr · Jugendkulturzentrum Forum (Café) · Neckarpromenade 46 · Mannheim

Vortrag und Diskussion mit dem Arzt Dr. Michael Wilk

Veranstaltet von der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Der Arzt und Anarchist Dr. Michael Wilk war seit Ende 2014 mehrmals im umkämpften Nordsyrien (Rojava) und leistete dort medizinische Hilfe. Er berichtet auch über die basisdemokratische Selbstverwaltung in Rojava.

Das Gesundheitssystem in der nordsyrische Region Rojava (Westkurdistan) war schon während des Assad-Regimes generell unterversorgt. Durch den Bürgerkrieg verlor die Regierung schrittweise die Macht und wurde 2012 von der Bevölkerung vertrieben. Stattdessen wurde eine basisdemokratische Selbstverwaltung in der Region aufgebaut. Ein kostenfreies Medizinsystem wurde eingerichtet. Medizinische Versorgung wird unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Einkommen gewährt. Nach denselben basisdemokratischen Grundsätzen sind alle gesellschaftlichen Strukturen Rojavas organisiert. Frauen stellen eigene Komitees und sind mit 40 Prozent Quotierung auf allen sozialen Ebenen beteiligt.

Doch der Bürgerkrieg, die Verteidigung gegen den Terror des Islamischen Staates (IS) und das Embargo gegen die Region Rojava stellen das basisdemokratische Gesundheitssystem vor fast unlösbare Aufgaben. Neben der Regelversorgung erfordern die Angriffe des IS die Versorgung von zahlreichen verwundeten Kämpfer*innen und Flüchtlinge. Zu wenige Ärzt*innen versorgen rund 2,5 Millionen Menschen mit dem Nötigsten. Viele medizinische Fachgebiete sind nicht mehr vertreten. Ein großer Teil der ärztlichen Gerätschaften und Krankenhäuser ist unbrauchbar. Medikamente müssen geschmuggelt oder teuer im Ausland besorgt werden. Die Versorgung mit Medikamenten und Verbrauchsmaterialien ist dringend auf Spenden angewiesen.

Unterstützt die basisdemokratische Selbstverwaltung in Rojava!

Leseempfehlung:
Ismail Küpeli (Hg.): Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens, Edition Assemblage, 168 Seiten, 12.80 Euro, ISBN 978-3-942885-89-8.


Veranstaltung

"#FreeAhmedSaid – Die Strasse der Revolution führt ins Gefängnis?
Bericht über die Situation politischer Gefangener in Ägypten"

16.1.2016 um 18.30 Uhr im ExZess, Leipziger Straße91, 60487 Frankfurt-Bockenheim

"Ich werde ein Gefangener bleiben, selbst wenn ich draußen wäre, und wir werden alle Gefangene in ihrem großen Gefängnis bleiben"
Ahmed Said

Neben dem Tahrir-Platz ist die Mohamed-Mahmoud-Straße symbolgeladener Ort der ägyptischen Revolution: „Straße der Augen der Freiheit“, „Museum der Revolution“ und „verbotene Straße für Muslimbrüder“; diese zentrale Verkehrsader in Kairo trägt verschiedene Namen, die ihre Geschichte als Austragungsort der stärksten Auseinandersetzungen von revolutionären Jugendlichen mit Sicherheitsdiensten, Polizei und Militär widerspiegeln.
Ein politischer Aktivist aus Ägypten berichtet von aktuellen Zuständen, Perspektiven und Tragödien der ägyptischen Aufstände seit 2011. Neben der aktuellen politischen Lage wird es auch um den libertären Aktivisten, Chirurg und Dichter Ahmed Said gehen, der am 19.11.2015 - dem vierten Jahrestag des Gedenkens an die Auseinandersetzungen auf der Mohamed-Mahmoud-Straße - zusammen mit mehreren Aktivistinnen in Kairo Zentrum verhaftet wurde. Damals nahm Ahmed an einem friedlichen Protest auf der Brücke des 6. Oktober teil und wurde kurz darauf festgenommen.
Am 13.12.2015 wurden Ahmed und 4 andere Mitgefangene zu einer
Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt. Ahmed lebte längere Zeit in Frankfurt und war hier auch politisch aktiv. Freunde und Mitstreiter aus Berlin und Frankfurt setzen sich in der Kampagne #FreeAhmedSaid für die Freilassung von ihm und seinen Mitgefangenen ein.
Im Anschluß an den Vortrag gibt es Raum für Diskussionen. Es sollen
besonders Perspektiven internationaler Solidarität erörtert werden.

Freiheit für die politischen Gefangenen in Ägypten!

23. Januar 2016 um 14 Uhr:  Generalkonsulat Ägypten, Eysseneckstraße 34, Frankfurt Veranstalterin:  Soli #FreeAhmedSaid

Über 40.000 politische Gefangene sind seit dem Sturz des gewählten Präsidenten Mursi durch das Militär unter Führung von General Sisi hinter Gittern gelandet. Hinzu kommen mindestens 163 Studierende, die verschwunden sind. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Von den wenigen Entführten, die inzwischen wieder aus der Haft entlassen wurden, berichteten viele von Folter in den überfüllten Haftanstalten der ägyptischen Polizei. Hassiba Sahraoui, regionale Leiterin von Amnesty International, sprach darum von einer „Gefängnis-Generation“. Der Weg der Jugendbewegung, welche die Revolte des Jahres 2011 maßgeblich angetrieben hatte, führte von der Straße ins Gefängnis. Jetzt, kurz vor dem 25. Januar – Jahrestag der Revolution – überzieht das Sisi-Regime das Land mit einer nie dagewesenen Verhaftungs- und Verfolgungswelle, die sich insbesondere gegen die ehemaligen Revolutionäre und ihre Sympathisanten richtet. Aus Angst vor einem erneuten Aufstand versuchen die Sicherheitskräfte mit allen Mitteln Widerstand im Keim zu ersticken.


Terminablage 2015


Poster der Hanfparade 2015

Hanfparade - Demonstration für die Legalisierung von Cannabis

Die Hanfparade ist die größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel in Deutschland. Sie findet seit 1997 jährlich in Berlin statt. An der letzten Hanfparade beteiligten sich mehr als 6.500 Menschen. Die nächste Hanfparade findet am Samstag, den 8. August 2015 in Berlin statt.

13 Uhr Hauptbahnhof - Washingtonplatz
Mit der Auftaktkundgebung wollen wir zeigen, wie nützlich Hanf sein könnte, wenn es kein bürokratisches Erlaubnisverfahren gäbe. Wir fordern freie Samenwahl auch für CannabisbäuerInnen!
15:00 Uhr Bundesministerium für Gesundheit
Der erste Zwischenstopp will daran erinnern, dass PatientInnen immer noch nur in Ausnahmefällen Hanf nutzen dürfen. Wir wollen kostenfreie Cannabismedizin für alle, die sie benötigen.
16:00 Uhr Berliner Dom - Lustgarten
Die schlimmste Nebenwirkung des Freizeitkonsum von Haschisch und Marihuana ist die Strafverfolgung. Das Hanfverbot zu beenden, würde nebenbei Milliarden in die öffentlichen Kassen spülen. Legalisierung jetzt!
17:00 Uhr Vor dem Brandenburger Tor
Die große Abschlusskundgebung der Hanfparade 2015 bietet Livemusik und Reden auf Dinafem-Bühne und SENSI SEEDS-Bühne, ein Nutzhanfareal, das SENSI SEEDS-Forum für Hanfmedizin sowie viele Infostände und Mitmachangebote.
22:00 Uhr Ende
Nach der Hanfparade gehen die Themenpartys in den Berliner Clubs los.

Die Hanfparade soll dazu animieren, Ideen zu entwickeln, wie die Legalisierung vorangetrieben werden kann. Wir kämpfen dafür, das die Menschen in Deutschland Hanf bald ohne Strafverfolgung als Rohstoff, Medizin und Genussmittel nutzen können werden.


3. Anarchistische Buchmesse in Mannheim vom 24. bis 26. April 2015

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Pressemitteilung vom Organisationsteam der 3. Anarchistische Buchmesse in Mannheim

Vom 24. bis 26. April 2015 fand zum dritten Mal die Anarchistische Buchmesse Mannheim statt. Über 2.000 Interessierte besuchten einen der über zwanzig Buchvorstellungen und Diskussionen. Auf ca. 200 m² boten verschiedene Verlage, Buchhändler und Antiquariate Publikationen rund um die anarchistische Bewegung dar. Neben der Buchmesse in Biel handelt es sich bei der Buchmesse in Mannheim um die einzige derartige Veranstaltung mit explizit anarchistischem Bezug im deutschsprachigen Raum.

Die Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM) organisiert alle zwei Jahre eine Buchmesse. Themenschwerpunkte wie Solidarische Ökonomie, soziale Kämpfe im internationalen Kontext und libertäre Literatur bestimmten das diesjährige Programm. So berichtete etwa Juan Pablo Hudson über selbstverwaltete Betriebe in Argentinien und stellte sein Buch „Wir übernehmen“ vor. Zur Eröffnung der Buchmesse wurde die anarchistische Komödie „Sacco & Vanzetti“ von Louis Lippa aufgeführt. In einer fesselnden Präsentation berichteten die Karakök Autonomen aus der Schweiz vor einem brechend vollen Saal über ihre Erlebnisse zu Kriegsfolgen und Selbstverwaltung in Kobane. Aber auch lokale Initiativen stellten sich vor, wie die Gruppe „Selbstorganisiert in Mannheim“ (SOMA) aus Mannheim, die ein soziales Zentrum aufbauen will.

Die Buchmesse konnte von dem seit einigen Jahren erhöhten Interesse an anarchistischen Ideen profitieren. Zahlreiche Publikationen erschienen in jüngster Zeit auch in deutscher Sprache. Vielerorts gründeten sich anarchistische Gruppen, die sich teilweise, wie auch die AGM, in der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) organisieren. Neben der Zeitschrift „Gaidao“ der anarchistischen Föderation konnte die Buchmesse weitere Medienpartner für sich gewinnen. So berichten „Le monde diplomatique“, „Analyse & Kritik“, „Contraste“ und andere über die Buchmesse.

Unser besonderer Dank gilt den Veranstaltungsorten Jugendkulturzentrum FORUM und dem Jugendzentrum in Selbstverwaltung „Friedrich Dürr“ für die gute Kooperation und solidarische Unterstützung.


 

Hände weg vom Streikrecht – Streikrecht ist Grundrecht!
Für volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit!

Bericht von der Demonstration in Frankfurt am 18.04.15 gegen das geplante Gesetz zur Tarifeinheit

Am 18.4. fand in Frankfurt eine Demonstration von annähernd 1000 Menschen gegen das geplante Gesetz zur „Tarifeinheit“ statt. Organisiert wurde es vom Aktionsbündnis „Hände weg vom Streikrecht – für volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit“ (www.streikrecht-verteidigen.org). An der Mobilisierung hatten sich beteiligt einzelne Gliederungen von ver.di und der GEW sowie die GDL, die FAU, die Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken und eine ganze Reihe politischer Organisationen und Einzelpersonen.

Zum Auftakt sprach Winfried Wolf, Chefredakteur von Lunapark21 und Initiator der Streikzeitung, die mit ihren bisher 4 erschienenen Nummern nicht nur den Tarifkampf der GDL unterstützt hat, sondern auch ganz stark zur Aufklärungsarbeit in Sachen Tarifeinheit beigetragen hat.
Winfried Wolf betonte unter anderem, dass dieser Gesetzentwurf nicht isoliert betrachtet werden darf. Gerade die Initiative der CSU (vom 26.
Januar) zeige, wohin die Reise gehen soll: Künftig soll es für Streiks eine Ankündigungsfrist von 4 Tagen geben, für einen weit gefassten Bereich der Daseinsvorsorge und der Infrastruktur sollen Mindestbesetzungen sichergestellt werden, bevor zu Streiks aufgerufen werden kann und überhaupt soll jeglicher Streik nur die „Ultima Ratio“ sein, und zwar dadurch, dass jedem Streik erst mal eine Schlichtung vorgeschaltet sein muss (also eine Zwangsschlichtung gesetzlich verankert werden soll).

Bei der Zwischenkundgebung sprachen Christiaan Boissevain, Betriebsrat in einem Münchner Metallbetrieb und Helmut Born, Mitglied im ver.di-Landesvorstand NRW. Beide wiesen auf die Gefahren hin, die entstehen, wenn sich Gewerkschaften in dieser existenziellen Frage abstinent verhalten oder gar (wie dies beim IGM-Vorstand der Fall ist) das Gesetzesvorhaben sogar noch unterstützen. Wohin die Reise geht, zeigt nicht zuletzt der aktuelle Vorstoß des Wirtschaftsflügels der CDU-Bundestagsfraktion, dem der vorliegende Gesetzesentwurf noch nicht weit genug geht. Wer hier schweigt und sogar noch Beifall klatscht, der macht sich mitschuldig an der Aushöhlung gewerkschaftlicher Rechte.
Kollege Born wies auch darauf hin, dass der Meinungswandel bei ver.di (die 2011 zunächst noch die Gesetzesinitiative der BDA und des DGB unterstützt hatte) nicht vom Himmel fiel. Viele Gliederungen hatten damals massiv gegen diese Initiative protestiert und auf die selbstmörderische Dynamik einer solchen Politik verwiesen. Heute ist auch der ver.di-Vorstand klar gegen das Gesetzesvorhaben positioniert.

Rudolf Mühland von der FAU legte großen Wert auf die Feststellung, dass es von unschätzbarem Wert sei, dass die heutige gemeinsame Aktion von so vielen verschiedenen Kräften durchgeführt wurde. Nur in einer breiten Zusammenarbeit aller kritischen Kräfte können wir was erreichen. Wer nicht begreift, dass es hier um ein Grundrecht geht, das nicht nur den Gewerkschaften (oder schlimmer noch: nur den etablierten Gewerkschaften) zusteht, der hat nicht begriffen, dass das Streikrecht ein Menschenrecht ist.

Auch von den französischen Basisgewerkschaften „Solidaires“ waren Gäste anwesend und haben ein Grußwort an die KundgebungsteilnehmerInnen gerichtet und betont, dass auch in den anderen Ländern das Streikrecht unter Beschuss ist.

Auf der Abschlusskundgebung sprachen u. a. Dr. Rolf Geffken, Arbeitsrechtler aus Hamburg und Initiator des „Juristenaufrufs“ gegen das Tarifeinheitsgesetz. Er betonte, dass wir uns mit den Angriffen auf das Streikrecht auch juristisch auseinandersetzen müssen, dass aber letztlich die beste Verteidigung des Streikrechts der Streik selbst ist.
Nur wenn auch wirklich gestreikt wird, ist dieses Recht zu verteidigen oder wiederherzustellen.

Eine ganz besondere Freude für alle KundgebungsteilnehmerInnen war die Anwesenheit einer ganzen Reihe von KollegInnen der GDL und vor allem die Rede des stellvertretenden Vorsitzenden der GDL, Norbert Quitter. Er berichtete von den am Vortag (17.4.) gescheiterten Tarifgesprächen mit der Bahn. Die Herren des Vorstands haben sich üppige Anhebungen ihrer Bezüge genehmigt und den Lokführerinnen und Lokführern, die einen sehr anstrengenden Job machen, wollen sie eine angemessene Lohnerhöhung und den Überstundenabbau verwehren. „Sich selbst gönnen sie den Champagner, und wir sollen auf dem Trockenen bleiben.“ Seit Monaten taktiere der Bahnvorstand und mache kleine Zugeständnisse, die er beim nächsten Mal wieder zurücknehme. Auf diese Weise betreiben diese Herren schon die ganze Zeit ein mieses Spiel, in der klar erkennbaren Absicht, sich bis zur Verabschiedung des Tarifeinheitsgesetzes durchzuhangeln. „Aber wir machen dieses Spiel nicht mit. Wir haben das Scheitern der Verhandlungen erklärt und wir werden in Kürze wieder in den Streik treten. Im Betrieb kriegen wir die Reihen geschlossen. Das ist nicht unser Problem. Aber von außen wird es wieder ganz gewaltige Verleumdungskampagnen geben.
Deswegen ist es uns so wichtig, dass ihr uns unterstützt. Wir bedanken uns auch ganz ausdrücklich bei dem Bündnis ‚Hände weg vom Streikrecht – für volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit‘. Die heutige Aktion ist ganz wichtig und darf nicht die letzte gewesen sein. Helft uns vor allem mit, die in der Öffentlichkeit zu erwartende neue Hetze gegen uns abzuwehren und verbreitet weiter unser gemeinsames Anliegen. Und ich möchte auch meine Solidarität mit den Erzieherinnen und Erziehern zum Ausdruck bringen, die ebenfalls eine anstrengende Arbeit leisten. Und auch die Kolleginnen und Kollegen von der Post haben unsere Solidarität verdient. Gemeinsam müssen wir den Angriffen begegnen, dann können wir auch was erreichen.“

Seine mitreißende Rede wurde immer wieder von spontanem Applaus unterbrochen. Sie hat uns allen Mut gemacht und zeigt an, dass wir mit dieser gemeinsamen Aktion einen Schritt zum Aufbau einer breiteren Abwehrfront gegen die geplanten Angriffe getan haben.

Ein weiterer Schritt wird übrigens die von der Gewerkschaftslinken, dem express, labournet, „aktion./.Arbeitsunrecht“ und anderen für den Herbst (wahrscheinlich im November) geplante Konferenz gegen Streikrechtseinschränkungen, Union Busting und BR-Mobbing sein. Näheres wird Anfang Juli beschlossen und dann breit bekannt gemacht. Wenn bei dieser geplanten Konferenz das Spektrum, das heute vertreten war, auch wieder dabei sein wird (einschließlich der GDL), dann kommen wir im Kampf für eine andere Gewerkschaftspolitik als die vom DGB zurzeit praktizierte sicherlich ein Stück weiter.

Jakob Schäfer, 18.4.2015    

http://www.scharf-links.de/50.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=51029&cHash=f82859cd52


Terminablage 2014


  • 3.Libertäre Medienmesse (LiMesse)

  • Liebe Freundinnen und Freunde von Wind und Sonne!

    Eine echte Energiewende, fair und in der Hand von uns Bürgerinnen und Bürgern, wird derzeit in Berlin massiv torpediert. Die Erneuerbaren sollen mit aller Kraft abgewürgt werden und gleichzeitig wird die Renaissance der Kohle massiv vorangetrieben.

    Einer der Schauplätze der Zerstörung ist die Lausitz. Dort, in der deutschpolnischen Grenzregion zwischen Berlin und Dresden, in der Mitte Europas, nimmt eine der größten Umweltkatastrophen der Staatengemeinschaft ungebremst ihren Lauf. Dort fressen die Bagger ein Dorf nach dem anderen, Wiesen, Wälder und Felder verschwinden und zurück bleibt eine riesige Wüste, in der nichts und niemand mehr leben kann. Hier kann man die Zerstörung unseres Planeten im Zeitraffer beobachten.

    Kohlekonzerne, wie Vattenfall und die polnische PGE, wollen weitere Milliarden Tonnen schmutzige Braunkohle abbaggern und in ihren Kohlekraftwerken verbrennen und so unser Klima zerstören.

    Wollen wir dabei tatenlos zusehen?

    Das Bündnis humanchain.org ruft dazu auf, sich am 23. August an der Anti-Kohle-Kette in der Lausitz, die über die Landesgrenze von Polen und Deutschland gebildet werden soll, zu beteiligen. In diesem Bündnis sind unter anderem: BUND, campact, klima allianz, Greenpeace, und viele andere..

    Für die Energiewende, für unser Klima, müssen wir gemeinsam und solidarisch handeln!
    Auf zur internationalen Menschenkette!

    Hintergrund-Info und Organisatorisches dazu findet Ihr auf der Webseite: www.humanchain.org.

    Busse aus Frankfurt organisiert Greenpeace:
    Abfahrt: 23. August 2014, 01.00 Uhr (nachts) am Hauptbahnhof Frankfurt, Südseite (Ausgang Nähe Gleis 1), nach Kerkwitz in der Lausitz / Brandenburg
    Rückfahrt: 24. August 2014, 10.00 Uhr
    Kosten:  Normalpreis 40,- Euro, Sozialpreis 30,- Euro, Solipreis: 50,-.   Kleine Spenden für die Busse auch gerne willkommen
    Übernachtung: Zeltplatz ca. 4,50 Euro/Person, bitte Isomatte und Schlafsack mitbringen. Falls vorhanden, auch ein Zelt mitbringen.  Über eine Bettenbörse wird es vereinzelt Übernachtungsmöglichkeiten im Ort geben.
    Anmeldung direkt bei Greenpeace Frankfurt, info@greenpeace-frankfurt.de

    Wir hoffen, viele von Euch beteiligen sich an dieser wichtigen Aktion in der Lausitz.


Terminablage 2013

  • Aufruf: Blockupy Frankfurt!
    Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes am 31. Mai und 1. Juni 2013

    Blockupy ruft auch in diesem Jahr zu europäischen Tagen des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europäischen Union auf. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher Banken und Konzerne – den Profiteuren dieser Politik.

    Die Verarmungs- und Privatisierungsprogramme, die schon vor Jahrzehnten den Ländern des Globalen Südens aufgezwungen wurden, sind jetzt in Europa angekommen. Die deutsche Agenda 2010 war nur ein Modellprojekt für das, was in noch dramatischerem Umfang gegenwärtig insbesondere in Südeuropa durchgesetzt wird. Diese Verelendung wird sich – auch hier – noch weiter verschärfen, wenn wir uns nicht wehren: Es droht der weitere Abbau sozialer und demokratischer Rechte. Damit soll die Zahlungsfähigkeit für die Renditeerwartungen der großen Vermögen erhalten bleiben und durch die Verbilligung und Prekarisierung von Lohnarbeit die "ökonomische Wettbewerbsfähigkeit" Deutschlands und (Kern-)Europas auf dem kapitalistischen Weltmarkt gesteigert werden.
    Gemeinsam mit den Menschen im Süden Europas sagen wir: "Don't owe, don't pay!" (Wir schulden nichts, wir zahlen nichts!) und wehren uns dagegen, dass die Sanierung des Kapitalismus in Europa auf dem Rücken der Lohnabhängigen, der Erwerbslosen, der Rentner_innen, der Migrant_innen und der Jugendlichen ausgetragen wird. Wir verweigern uns der Komplizenschaft mit der deutschen Krisenpolitik, die nicht nur katastrophale Folgen für die Lebensverhältnisse der Menschen im Süden Europas hat, sondern auch hierzulande die soziale Spaltung immer weiter vorantreibt. Deswegen kämpfen wir auch gegen die hier bereits erfolgten und in noch größerem Ausmaß drohenden Verschlechterungen von Lebens- und Arbeitsbedingungen, die zudem geschlechtsspezifisch ungleich verteilt sind und somit die Geschlechterungerechtigkeit verschärfen. Zu uns gehören Initiativen gegen steigende Mieten, kommunale Verarmung und Schikanen am Jobcenter, gegen Abschiebungen, Lager und Residenzpflicht.

    Immer wieder wird versucht, uns zu spalten, z.B. mit dem Hinweis, ‚es wäre genug für die Griechen gezahlt'. Keine Griechin, kein Grieche ist gerettet, vielmehr sind die Renditen von Banken und Konzernen gesichert worden. Wir widersetzen uns dem Versuch, mit solchen nationalistischen Parolen Beschäftigte, Erwerbslose und Prekäre in Deutschland und Griechenland, in Italien, Portugal und Frankreich oder anderen Ländern gegeneinander aufzuhetzen. Insbesondere bekämpfen wir alle (neo)faschistischen Tendenzen, Aufmärsche und Veranstaltungen. Wir wehren uns auch gegen jedwede reaktionäre oder rassistische Kriseninterpretation – gleich ob von "Unten oder Oben" – gleich ob in antisemitischer, antimuslimischer oder antiziganistischer Form.

    Wir sind Teil der internationalen Bewegungen, die sich seit Jahren gegen die Angriffe auf unser Leben und unsere Zukunft wehren, für soziale Rechte und Alternativen kämpfen, neue Formen von demokratischer Organisierung und solidarischer Ökonomie entwickeln. Wir widersetzen uns der autoritären Durchsetzung der Spar- und Reformpakete, die in eklatantem Widerspruch zu demokratischen Prinzipien steht, und treten für die Demokratisierung aller Lebensbereiche ein. Wir widersetzen uns der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen mit Krieg und Rüstungsexport. Wir widersetzen uns dem kapitalistischen Wirtschaftsmodell, das auf globaler Ausbeutung basiert, notwendig Armut und soziale Ungleichheit produziert und die Natur systematisch zerstört.
    Wir tragen unseren Protest, unseren zivilen Ungehorsam und Widerstand an den Sitz der Profiteure des europäischen Krisenregimes nach Frankfurt am Main. Von polizeilicher und juristischer Repression, die Bewegungen an vielen Orten weltweit und auch uns trifft, lassen wir uns nicht einschüchtern, sondern begegnen ihr mit grenzüberschreitender Solidarität.
    Setzen wir unsere Solidarität gegen die Politik der Spardiktate! Machen wir deutlich: Wir werden nicht zulassen, dass die Krise weiter auf den Rücken von abhängig Beschäftigten, Erwerbslosen, Rentner_innen, Prekären, Studierenden, Flüchtlingen und vielen anderen abgeladen wird, weder anderswo, noch hier. Die Frankfurter Protesttage schließen damit an die weltweiten Proteste des vergangenen Jahres, die Proteste im Frühling in Brüssel und anderswo sowie an die Bewegungen für einen Alter Summit in Athen an.
    Wir werden gegen die Politik von Bundesregierung und der ganz großen 4-Parteien-Koalition, gegen die Politik von EZB, EU-Kommission und IWF demonstrieren.
Wir werden die EZB blockieren.

    Wir werden die öffentlichen Plätze in der Wirtschafts- und Finanzmetropole Frankfurt okkupieren – wir sind BLOCKUPY!

  • 2. Anarchistische Buchmesse in Mannheim am 19. bis  21. April 2013

    PRESSEERKLÄRUNG, 11.04.2012
    Zweite Anarchistische Buchmesse Mannheim - Die Vielfalt der anarchistischen Literatur

    Nach 2011 findet in Mannheim vom 19. bis 21. April 2013 zum zweiten Mal eine anarchistische Buchmesse statt, die von der Anarchistischen Gruppe Mannheim veranstaltet wird. Bisher haben über 30 Verlage ihre Teilnahme an der Messe im Jugendkulturzentrum Forum zugesagt.
    "Der große Erfolg unserer ersten Buchmesse im Frühjahr 2011 mit über 1000 Gästen hat uns sehr ermutigt dieses Jahr eine weitere Buchmesse zu organisieren", bestätigt das Pressereferat der
    Anarchistischen Gruppe Mannheim (AGM).
    Über 30 Verlage und Aussteller*innen aus dem libertären und anarchistischen Spektrum werden ihre Bücher, Broschüren und Zeitschriften präsentieren. Daneben werden auch Kleidungsstücke, Filme, Posters, Buttons oder Kunst angeboten. Die umfangreiche Literaturpalette reicht von anarchistischen Klassikern über Einführungswerke bis hin zu aktuellen Themen, Biografien und Romanen.
    "Die Buchmesse wird die große Vielfalt der anarchistischen Literatur darstellen. Neben den Verlagsständen gibt es ein umfangreiches literarisches Begleitprogramm. Über 20 Lesungen, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen werden bei der Buchmesse stattfinden", so das Pressereferat.
    Bei den Lesungen werden in der Regel die Autor*innen oder Übersetzer*innen anwesend sein. Bei den Vorträgen und Diskussionen wird es um unterschiedliche Themen gehen, wie z. B. die aktuelle Situation in Griechenland, in Weißrussland, in der Türkei und in Kurdistan. Weitere Themen vervollständigen das Programm, wie "Anarchie und Demokratie", "Anarchismus und Marxismus", "Soziale Emanzipation" oder "Anarchismus und Christentum" und vieles andere mehr.
    Darüberhinaus konnte, rund um die Buchmesse, ein buntes Musikprogramm zusammengestellt werden:
    Das Eröffnungskonzert am Freitagabend wird mit drei völlig unterschiedlichen Bands ("Dubvasion", "Nitro Injekzia" und "Battenkill Ramblers") von Bluegrass, über Punkrock, bis hin zu Live-Elektro eine große musikalische Vielfalt bieten und die Breite des Anarchismus' aus musikalisch darlegen.Dieses Konzert findet im Jugendzentrum "Friedrich Dürr" in Selbstverwaltung am Neuen Meßplatz statt. Am Samstag geben "The Tinkers" und "Berlinska Dróha" Irish Folk, sowie sorbische, politische Musik mit Violine und Piano zum Besten. Dieses Konzert finden im Jugendkulturzentrum FORUM, also genau auf dem "Messegelände", im Anschluss an die Vorträge, statt. Zum Ende der Buchmesse am Sonntagnachmittag trägt der Liedermacher Peter Kühn zeitkritische und satirische Songs vor", betont das Pressereferat.
    "Wir haben von Verlagen, von Gruppen und Einzelpersonen große Unterstützung erhalten. Als Beispiel nennen wir die "Gaidao", die Monatszeitschrift der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen, die zur Buchmesse eine Sonderausgabe produzierte. Dadurch erhalten alle Gäste ein ausführliches und kostenloses Programmheft der Messe", stellt das Pressereferat fest. Weitere Medienpartnerschaften bestehen mit der "Graswurzelrevolution", "Analyse und Kritik", "Direkte Aktion", "Systempunkte" und den "BeobachterNews". Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – das Küchenkollektiv "Le Sabot" wird warme und vegane Mahlzeiten zubereiten.
    "Die Ideen und Aktionen des Anarchismus stoßen in den letzten Jahren auf verstärktes Interesse. Neue libertäre und anarchistische Gruppen entstehen, die sich regional, länderweit und international vernetzen.
    Wir wollen mit der Buchmesse dazu beitragen auch in der Rhein-Neckar-Region ein anarchistisches Kulturleben aufzubauen", fasst das Pressereferat zusammen.
    Ebenfalls erfreulich ist, dass die Anarchistische Gruppe Mannheim auf der Messe ihren 10. Geburtstag feiern wird. Diese Gruppe gründete sich an Ostern 2003, im Rahmen eines internationalen anarchistischen Vernetzungstreffens in Mannheim, das damals auf den 18. bis 21. April 2003 fiel, also genau auf das Wochenende, an dem in diesem Jahr die Messe stattfindet. "Dieses Ereignis werden wir auch im Rahmen der Messe gebührend feiern", so das Pressereferat.
    Weiter Informationen, sowie das vollständige Programm, finden Sie unter:
    http://buchmesse.anarchie-mannheim


Terminablage 2012

  • Fahrraddemonstration: Atomprofiteure stilllegen! Samstag, 29. September 2012 um 11 Uhr, Frankfurt, Kurfürstenplatz

    Mobilisierungs- und Infoveranstaltungen zur Fahrraddemo:

    Montag, 17. September 2012: Die Atomindustrie verdient weiter…
    Film + Infoveranstaltung zur Fahrradtour gegen Frankfurter Atomfirmen – Start: 20:30 Uhr.
    Ort: JuKuZ Oetinger Villa, Kranichsteiner Str. 81, Darmstadt (Infos: www.oetingervilla.de)

    Montag, 24. September 2012: Mobilisierungs- und Informationsabend zum Uranabbau
    Auf der Veranstaltung zeigen wir den Film „Auf Augenhöhe“. Außerdem wird es letzte Informationen zur Fahrraddemonstration geben – Start: 19:30 Uhr.
    Ort: Café Exzess, Leipziger Straße 91, Frankfurt

  • http://media.de.indymedia.org/images/2012/05/329185.png

    In einem der größten europäischen Ballungsgebiete mit mehr als acht Millionen Menschen, werden vom 24. bis 26. August 2012 libertäre Verlage, Zeitschriften, Radio-, Video- und Internetprojekte ihr Programm vorstellen. Drei Tage Messe, Projektvorstellungen, Lesungen, Kultur, Veranstaltungen, Infos, Leute treffen und Pläne schmieden für eine Welt jenseits von Krise und Ausbeutung. Für all das bot bereits die 1. Libertäre Medienmesse für den deutschsprachigen Raum (Limesse) im September 2010 einen Rahmen. Auf vielfachen Wunsch geht die Limesse nun in die 2. Runde.


  • Affiche_Rencontre_Inter._St._Imier_v.3

    Es ist ein Treffen von Libertären aller Strömungen sowie von allen Personen, die die verschiedenen anarchistischen Bewegungen (besser) kennenlernen wollen.
    Dieses „Welttreffen des Anarchismus" ist eigentlich ein Jubiläum der ersten anti-autoritären Internationalen, die 1872 als Antwort auf die Internationale von Marx gegründet wurde. Seither hat sich die Welt ziemlich verändert, zumindest unter gewissen Gesichtspunkten. Doch die libertären Strömungen konnten sich den Zeiten anpassen, wovon das Treffen zeugen wird. Eine Sache bleibt gewiss: Die Zeit hat in keiner Weise die Unterdrückung der Schwächsten durch die Mächtigen gemildert. Das Treffen wird diverse Wege des Widerstands in ihren verschiedenen Formen aufzeigen.

  • 5. Juli 2012, 20 Uhr im Cafe Exzess Leipziger Str. 91, 60487 Frankfurt-Bockenheim: Anarchistische Bewegung und autonome Räume in Sao Paulo / Brasilien!
    Infoveranstaltung über die Situation der anarchistischen DIY (Do it Yourself) Szene in Brasilien; die Arbeit der"Biblioteca Terra Livre" einem Archiv und Veranstaltungskollektivs in Sao Paulo; libertäre Bildungspolitik und die Verknüpfung von Kultur und Politik. Mit einem Vertreter von "Biblioteca Terra Livre"!
    Im Anschluß Konzert mit Ordinaria Hit (Postpunk aus Sao Paulo)
    http://bibliotecaterralivre.noblogs.org/



  • Blockupy Frankfurt 2012

  • 5. Mai 2012: JuKuZ Aschaffenburg - 3. Auflage des Edelweißpiraten-Festivals
    www.edelweiss.blogsport.de.
  • 1.5.2012: Kunst und Anarchie - Die Galerie der Anarchie ist eröffnet! (www.galerie-der-anarchie.de)
    Es verwundert es nicht, dass auch und insbesondere die bildenden Künstlerinnen und Künstler in ihren Werken das Ideal der Herrschaftsfreiheit nicht nur ausgedrückt, sondern geradezu proklamiert haben. Die spontane Verwirklichung schöpferischer Ideen an sich ist ein logischer Bestandteil der Anarchie. Und dieses anarchische Prinzip der freien Kreativität gilt auch für die Kunst. Deshalb werden wir die ästhetischen Perspektiven der Anarchie und des Anarchismus durch Präsentation von Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler in der speziell hierfür eingerichteten Galerie der Anarchie berücksichtigen. 
  • Tschernobyl ist überall - AKWs jetzt abschalten!

    Internationale Mahnwache am 28. April 2012 (Sa) um 13 Uhr im Flughafen Frankfurt, Terminal 1, Abflughalle A-B

    Tschernobyl: Katastrophe ohne Ende

    Vor 26 Jahren, am 26. April 1986 ereignete sich an der ukrainisch-weißrussischen Grenze der atomare Super-Gau. Die Atomlobby leugnet die verheerenden Folgen der Katastrophe bis heute. Umso wichtiger die deutliche Botschaft an alle Menschen: Wir haben nichts vergessen!

    In Erinnerung an die Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl werden wir erneut eine Internationale Mahnwache halten:
    Wie bereits bei unserer Mahnwache zum Gedenken an Fukushima soll auch diesmal unsere Mahnwache im Frankfurter Flughafen die Botschaft der Anti-Atom-Bewegung in die Welt tragen: ATOMKRAFT ABSCHALTEN - WELTWEIT!!

    Die Maschinerie der Atomlobby läuft schon wieder – auf Hochtouren. Nach wie vor ist das mutige Engagement kritischer BürgerInnen die einzige Chance für einen schnellstmöglichen und echten Ausstieg aus der mörderischen Atomtechnologie. Wir hoffen daher, daß möglichst viele von Euch sich an dieser außergewöhnlichen Aktion beteiligen können.

  • 11.3.2012: Demonstrationen für den sofortigen Atomausstieg in Deutschland an den aktiven AKW-Standorten.
    Aus dem Rhein-Main-Gebiet fahren ab Groß-Gerau und Dreieich-Buchschlag Busse zum AKW nach Neckarwestheim. Näheres und Busbuchungen unter www.byebyebiblis.de
    Demo Neckarwestheim


  • 31.3.2012 in Frankfurt: Ein breites Bündnis linker Gruppen und anarchosyndikalistischer Basisgewerkschaften aus Griechenland, Polen, Spanien, Belgien, Italien, Niederlande, Österreich und Deutschland (M31), ruft für den 31. März zu massiven Protestaktionen gegen die autoritäre Krisenpolitik von deutscher Bundesregierung, EU-Kommission und EZB auf. Dabei soll auch die Baustelle des Neubaus der Europäischen Zentralbank im Frankfurter Ostend besetzt werden. Weiter Infos unter: www.march31.net
    march31......... march31eng
  • 11.2.2012 um 13 Uhr im Frankfurter Flughafen Terminal I: Internationale Mahnwache zum Gedenken an den ersten Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima am 11.3.2012 und zur Unterstützung der japanischen Anti-Atom-Bewegung, die am 11.2.2012 in Japan Großdemonstrationen durchführen wird.

    Mahnwache FFM
  • 10. bis 12. Februar 2012 in Winterthur (Schweiz): siebten Anarchietage
     In fünf Veranstaltungen soll sich dem historisch schwer befrachteten Komplex "Anarchismus und Gewalt" genähert werden.
    Organisierende Gruppe: Libertäre Aktion Winterthur und Infos
  • 4.2.2012 um 12 Uhr im Frankfurter Flughafen Terminal I: Groß-Demo gegen Fluglärm und die neue Nordwest-Landebahn
    Flughafen-Demo



Terminablage 2011

  • 15. Oktober 2011, 16 Uhr Werderplatz in Karlsruhe. Demonstration: "Es ist keine Krise - Es ist das System!"
    Das "Anarchistische Netzwerk Südwest" (Zusammenschluss mehrerer Anarchogruppen in der Region) ruft zu dieser Demonstration auf.
    Weitere Infos gibts hier http://antinationale.org/?p=2080#more-2080, hier: http://esistdassystem.blogsport.de/ und hier: http://www.a-netz.org/

  • 1. bis 3. Oktober 2011, Bonn: Aktionen gegen Einheitsfeierlichkeiten & NRW-Tag 2011
    Vom 1. bis 3. Oktober feiern sich die deutsche Nation und das Bundesland NRW in Bonn. Drei Tage lang soll beim „Deutschlandfest“ Friede.Freude.Eierkuchen (das original Motto lautet: „Freiheit, Einheit, Freude“) zelebriert werden.
    Auf der „prächtigen Festparade“ „Freue Dich Deutschland!“ wird wieder mal, aber in zunehmend grotesker Form, die jährliche Inszenierung des Burgfriedens von Staat, Nation und Volk aufgeführt. Klar, bei dieser Reihe an schönen Veranstaltungen dürfen auch wir nicht fehlen, um unsere Meinung zu Deutschland lautstark zu formulieren. Wir stellen eins klar: Ihr könnt uns mal mit eurer Standortpolitik. Wir machen für Deutschland keinen Finger krumm!


  • 22. Oktober 2011, Mainz/Wiesbaden: Demonstration Rhein-Main gegen Fluglärm. Start: Mainz Hauptbahnhof, 11.00 Uhr, Ziel: Wiesbaden; Nähe Reduit/Bahnhof Mainz-Kastel, 13.00 Uhr Kundgebung und Konzert mit Jasmmin‘ Cool. Veranstalter: Lebenswertes Mainz e. V. www.lebenswertesmainz.de, Zukunft Rhein-Main  www.Zukunft-Rhein-Main.de, Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) www.flughafen-bi.de
  • Libertäre Tage vom 17. bis 24. September 2011 in Dresden

    Vom 17. bis 24.09.11 findet in Dresden die Veranstaltungswoche "Libertäre Tage" mit dem Motto "Anarchie und Alltag" statt. Dabei erwarten euch Vorträge zu verschiedensten Herrschaftsmechanismen, Anarchismus, Syndikalismus, Aktionsformen aber auch Workshops, Projektvorstellungen, Stadtführungen, Theater und Aktionen. Eine dieser Aktionen wird eine große sozialkämpferische Demonstration am Freitag den 23.09. um 17 Uhr am Bahnhof Mitte sein. Diese wird von der FAU-Ortsgruppe Dresden zusammen mit der anarchistischen Schüler*innenvernetzung organisiert.
    Mit den Libertären Tagen soll eine Woche zur Weiterbildung und Vernetzung geschaffen werden, gleichzeitig sollen Menschen erreicht werden, die sich mit libertären Politikansätzen bis dahin nicht beschäftigt haben. Aktionen während der Libertären Tage solle dabei zu einer nachhaltigen politischen Prägung der Bevölkerung beitragen. Derzeit ist Dresden eine CDU-Hochburg (seit der Wende an der Macht) und fährt zusammen mit der Staatsanwaltschaft einen harten Kurs gegen außerparlamentarisches Engagement. Dies zeigt z. B. das gerade laufende §129-Verfahren gegen über 20 Personen. Gleichzeitig verfügt Dresden über die größte städtische Vernetzung libertärer Gruppen im deutschsprachigen Raum. Die Orga der Libertären Tage hofft daher nicht nur auf Gäste, die Veranstaltungen besuchen, sondern freut sich vor allem auch über spontane Vorträge, Kunst und Aktionen.

  • 23. September 2011, Dresden: Nicht angemeldete Demonstration gegen Armut

Am 23.09. will ein Bündnis aus mehreren libertären und sozialen Gruppen eine Demonstration durch die Dresdner Innenstadt durchführen. Anliegen des Protestes, ist die Beendigung des Sozialabbaus und eine Neuorientierung auf selbstverwaltete und genossenschaftliche Organisations- und Verwaltungsformen. Aus Protest wollen die OrganisatorInnen die Demonstration nicht ordnungsgemäß bei den Behörden anmelden.

„In der Bevölkerung wächst der Unmut über schlechtere Krankenversorgung, Niedriglöhne, Ärger mit den Ämtern und die Schließung von erschwinglichen sozialen und kulturellen Angeboten. Im Hinblick auf globale Massenproteste und Streiks wie in Frankreich und Griechenland, wird klar, dass es einen Neuanfang in Politik und Wirtschaft braucht.“ Formuliert Karsten Keller, Mitglied der Basisgewerkschaft FAU in Dresden, sein Anliegen der Demonstration.

Die Demonstration solle nicht angemeldet werden, da „die Behörden mit Kürzungen und Maßregelungen auf rechtlicher und wirtschaftliche Ebene nur verschlimmern“, so Keller weiter. Die ProtestlerInnen wollen sich eigenverantwortlich zeigen und werden sich weit möglichst um die Absicherung des Verkehrs kümmern, alle AutofahrerInnen sind aufgefordert im Umfeld der Demonstrationsroute vorsichtig zu fahren oder diese für die Dauer des Aufzugs zu meiden. Sie wird 3 tage im voraus bekanntgegeben.
Hiermit setzen wir ebenfalls die BeamtInnen der Polizei in Kenntnis, falls sie den Verkehr regeln wollen.

Die DemonstrantInnen fordern vorallem den Stopp teurer Bauprojekte zu Lasten von Sozial- und Kulturausgaben, die Vergesellschaftung leerstehender Flächen und Gebäude für sozio-kulurelle und nachbarschaftliche Zwecke und die Einstellung von Kündigungen und Verfahren aufgrund spontaner Arbeitskämpfe und politischer Streiks.

  • 3. September 2011, um 14 Uhr in Ingelheim bei Mainz: Demonstration des Aktionsbündnisses "Abschiebehaft abschaffen!" gegen das Abschiebegefängnis Ingelheim
  • 13. August 2011, 14 Uhr: Demonstration von Bahnhof Kirchheim zum AKW Neckarwestheim II: Wir ziehen bewusst vor das Tor von Block 2, der mit als letztes AKW erst in 12 Jahren abgeschaltet werden soll. Unterschiedlicher könnten die Stücke nicht sein, die unter dem Titel "Atomausstieg" gespielt werden. Einerseits die kompromisslose Ablehnung der Atomkraft, weil wir wissen, dass Atomkraft Menschen und Natur schädigt, dass Atomkraft Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und Zukunft zerstört. Andererseits das heuchlerische Schmierentheater von Schwarz-Gelb (mit Unterstützung von Rot-Grün und vielen Medien), von "Atomausstieg" und "Energiewende" zu reden, aber das Gegenteil zu tun, nämlich die Stilllegung von AKWs maximal hinaus zu zögern, das Oligopol der Atomkonzerne zu stärken und die dezentrale Energiewende zu behindern. Wir machen klar:
    Das ist noch nicht einmal "Ausstieg light", das ist Lug und Betrug.
    Atomausstieg sieht anders aus!
    Stilllegung aller Atomanlagen jetzt sofort!

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  • 2. Juli 2011 (FR), 19.00 Uhr, Hauptbahnhof, Heidelberg: Atomkraft Schluß jetzt – weltweit!
    Demonstration

    2. Juli 2011 (FR), 22.00 Uhr, Karlstorbahnhof, Heidelberg: Soliparty für das Bündnis Atomkraft wegbassen! auf fünf Floors, Eintritt 5,-
    http://party-and-activism.net/

  • 22. Juni 2011, 18 Uhr Hauptwache, Frankfurt: Bundesweite Demo am gegen die Innenministerkonferenz (IMK) 2011in Frankfurt
    An dieser nehmen die Innenminister aller Bundesländer teil. Dagegen rufen wir zu massiven Protesten auf. Denn die IMK ist eine der zentralen Institutionen, die heute die Kriminalisierung sozialer Konflikte vorantreibt und öffentlich legitimiert.
    Wir kommen um zu stören - IMK auflösen!

  • 18. Juni 2011, 14 Uhr: Demo Frankfurt Hauptbahnhof und 16 Uhr Kundgebung an der Hauptwache
    Wir trauern um Christy Schwundeck getötet durch die Polizei am 19. Mai 2011 im Jobcenter Gallus, Frankfurt/M
    Wir fordern: Aufklärung, Gerechtigkeit, Entschädigung
    Warum wurde Christy Schwundeck getötet? Wir fordern Aufklärung! Wir sind wütend und traurig: Christy Schwundeck wurde von der Polizei erschossen!Wir fordern Aufklärung und Gerechtigkeit für Christy Schwundeck! Am 19. Mai 2011 wurde Christy Schwundeck in einem Jobcenter in Frankfurt am Main von der Polizei erschossen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt behauptete noch am selben Tag vor der Presse, es handele sich eindeutig um Notwehr, da Frau Schwundeck die Polizei mit einem Messer attackiert habe.
    Die Deutsche Polizei-Gewerkschaft bezeichnete in einer zynischen Pressemitteilung „ausrastende Antragsteller“ als das Problem und machte Jobcenter-Mitarbeiter und Polizei zum Opfer.
    Wir fragen: Warum sollen wir akzeptieren, dass zwei bewaffnete und ausgebildete Polizisten eine Frau mit einem Messer nicht entwaffnen, sondern direkt erschießen?
    Wir fragen: Wie kann es sein, dass Polizeibeamte so schnell zur Waffe greifen und in den Bauch, also mit eindeutig tödlicher Wirkung, schießen?
    Soll hier wieder vertuscht werden, wie es zum Tod eines schwarzen Menschen in Deutschland kam? Das Verhalten der Polizei, die Christy Schwundeck in den Bauch und damit tödlich verletzte, wurde und wird nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Wir erinnern uns an andere Opfer polizeilicher Gewalt, deren Tod nie aufgeklärt wurde. Wir nennen Dominique Kumadio, der 2008 in Dortmund von Polizisten aus dem Auto heraus erschossen wurde – es kam nie zu einem Prozess gegen die Polizeibeamten. Wir nennen Mariame N’Deye Sarr, die 2001 von einem Polizisten mit ihrem Kind auf dem Arm erschossen wurde und deren Tod nie aufgeklärt wurde. Wir nennen Oury Jalloh, dessen Mord in einer Polizeizelle in Dessau nur nach hartnäckigem Kampf vor Gericht gebracht wurde und dessen Mörder bis heute nicht bestraft wurden. Wir müssten viele weitere nennen…
    Wir fragen: Wer ist der Nächste? Sollen wir wieder akzeptieren, dass eine Erschießung verharmlost und vertuscht wird und unaufgeklärt bleibt?
    In der Presse wurde Christy Schwundeck nicht nur als verrückt und aggressiv dargestellt und die schießende Polizistin zum Opfer erklärt, sondern weitere diskriminierende Stichwörter wie „Drogen“ und „ungeklärter Aufenthalt“ genannt. Der Name der Erschossenen wurde nicht genannt. Sie wurde anonym, ohne Namen und Gesicht.
    Wir fragen: Wie kann es sein, dass die Medien ein Opfer verunglimpfen und beschimpfen?
    Wie kann es sein, dass niemand die Frage nach dem Verhalten der Polizei stellt?
    Die Behörde wurde geschlossen, weitere Informationen zum Geschehen wurden nicht veröffentlicht und der Name erst eine Woche später veröffentlicht.
    Als Verwandte von Christy Schwundeck als Ausdruck ihrer Trauer einen Kranz in der Behörde niederlegen wollten, wurden sie daran gehindert, der dann vor dem Gebäude abgelegte Kranz umgehend entfernt.
    Wir fragen: Soll Christy Schwundeck verschwinden, damit die Täter straffrei bleiben?
    Wir sagen: Christy Schwundeck war eine von uns! Sie war Mutter und Frau, sie war ein Mensch mit Träumen und Hoffnungen, mit Freuden und mit Leiden!
    Wir lassen nicht zu, dass sie vergessen wird. Wir lassen nicht zu, dass sie diffamiert wird, damit es gerechtfertigt erscheint, dass sie getötet wurde!Wir fordern die lückenlose Aufklärung der Erschießung von Christy Schwundeck!Wir fordern ein ordnungsgemäßes und rechtsstaatliches Gerichtsverfahren gegen die Polizeibeamten!
    InitiativeChristySchwundeck@gmail.com
    http://www.initiative-christy-schwundeck.blogspot.com/


  • Samstag, 28. Mai 2011: ATOMKRAFT: SCHLUSS! Großdemonstrationen in 21 Städten (u. a. Dresden - Erfurt - Magdeburg - Berlin - Güstrow - Kiel - Hamburg - Bremen - Hannover - Göttingen - Münster - Essen - Bonn - Mainz - Frankfurt am Main - Mannheim - Freiburg - Ulm - München - Landshut - Fürth)

    FRANKFURT am Main: Samstag, 28. Mai
    Auftakt: 12.30 Uhr, Hauptbahnhof, Im Kaisersack
    Abschlusskundgebung: 15 Uhr auf dem Römerberg http://anti-atom-demo.de/start/ablauf/frankfurt/

    Fahrraddemo in Frankfurt, Start: 10.30 Uhr Frankfurt Bockenheim, Kurfürstenplatz): "Atomprofiteure stilllegen - weltweit!" Urangesellschaft - Deutsche Bank - Areva - 15 Uhr Römer

    mehr Infos unter http://stilllegen.blogsport.de/

  • 24. Mai 2011 (Di), 19:30 Uhr im Audimax (Alte Mensa) der Uni Mainz: ATOMAUSSTIEG UND DIE SOZIALE FRAGE - Vortrag und Diskussion mit dem Atomenergieexperten Henrik Paulitz vom Verband der atomkritischen Ärzte, IPPNW.
    Als die tagesschau am 12. März erstmals über die Katastrophe von Fukushima berichtete, war Paulitz als erster Experte zugeschaltet und machte die Konsequenzen deutlich, die dies auch für die Atomdebatte in Deutschland haben müsse. Er hat in den letzten Jahren aus Brüssel und Frankfurt zu den gesundheitlichen, sozialen und militärischen Folgen der Atomkraft gearbeitet, aber auch zu den gesellschaftlichen und energiepolitischen Perspektiven für ein postnukleares Zeitalter. In Mainz stellt er nun seine Erkenntnisse einem breiten Publikum zur Diskussion.
    http://www.aku-wiesbaden.de/artikel_371.htm
  • 7. Mai 2011 im JuKuZ Aschaffenburg: 2. Auflage des Edelweißpiraten Festivals

  • 25. April 2011: 25 Jahre Tschernobyl - AKWs endlich abschalten! Zwölf Protestaktionen an zwölf Orten: AKW BiblisAKW Brunsbüttel AKW EsenshammAKW GrafenrheinfeldAKW GrohndeGronau/Ahaus AKW Gundremmingen –  AKW KrümmelLubminAKW NeckarwestheimAKW PhilippsburgBraunschweiger Land

  • 1. Anarchistische Buchmesse Mannheim am 9. und 10. April 2011

Terminablage 2010

www.krise.blogsport.de

  • 23.-25. September 2010: Jahrestagung der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ)
    Die Tagung findet in Freiburg vom statt und trägt den Titel "Wirtschaft ohne Wachstum".
    Die VÖÖ will in Freiburg mit der Entwicklung eines Leitbildes beginnen, das sich komplett vom Wachstumsdogma distanziert. Sie strebt damit an, zu einer langfristigen Plattform für all jene zu werden, die eine auf Wachstum beruhende Ökonomie für unvereinbar mit nachhaltiger Entwicklung halten.
    Infos: http://www.voeoe2010.uni-freiburg.de/ sowie http://www.voeoe.de/


  • 24. April 2010: „1. Edelweisspiraten-Festival“ in Wertheim/Main in der Halle 115
    Ziel ist zum einen, eine klar politische Veranstaltung um ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus, staatliche Repressionen und all den anderen Müll zu setzen! Tanz den Widerstand, frei nach den Schnittern…

    Ein weiterer wichtiger(!) Aspekt dieser Veranstaltung ist das Erzielen eines möglichst hohen finanziellen Erlöses!!!
    Warum das?!?

    Es gibt in unserer Region leider zahlreiche GenossInnen, die mit staatlichen Repressionen zu kämpfen haben und hier tut finanzielle Unterstützung dringend not! Ob Griechenland-Soli-Demo, Erfurt-Soli-Demo, Bildungsstreik-Demo in Würzburg, Anti-Nazidemos, Alternative Jugendliche in Miltenberg, oder wo auch immer, die GenossInnen werden geradezu mit staatlichen Repressionen überzogen. Und hier möchten wir uns solidarisch zeigen und wenigstens einen Teil dazu beitragen, dass sich diese GenossInnen nicht einschüchtern lassen und wenigstens etwas (finanzielle) Unterstützung durch uns erfahren.
  • 12. bis 14. Februar 2010: 6. Anarchietage in Winterthur/Schweiz

    Freitag, 12. Februar 2010
    19h | Alte Kaserne, Technikumstr. 8: Vegane VoKü
    20:30h | Alte Kaserne, Technikumstr. 8
    Zum Konzept der gesellschaftlichen Veränderung im(Anarcho-) Syndikalismus.
    Holger Marcks, Referat und Diskussion

    Samstag, 13. Februar 2010
    ab 10h | Alte Kaserne, Technikumstr. 8
    Brunch
    12h | Alte Kaserne, Technikumstr. 8
    Libertäre und kommunistische Kritik im Vergleich
    Gerhard Hanloser, Referat und Diskussion
    15h | Alte Kaserne, Technikumstr. 8
    Die revolutionäre Selbstaufhebung des Proletariats
    Gruppe Nelke, Referat und Diskussion
    ab 18h | GGS31, General-Guisan-Str. 31
    Vegane VoKü
    20h | GGS31, General-Guisan-Str. 31
    LAW-Solikonzert
    Mit SamKanalratte (HipHop, SO) & Fritz der Traktorist (TrashElectroRap, BE)

    Sonntag 14. Februar 2010
    ab 10h | Widder, Metzggasse 9: Brunch
    12h | Widder, Metzggasse 9
    Die Architektur der neoliberalen Macht und die indigenen Kämpfe in Venezuela
    El Libertario, Referat und Diskussion
    15h | Widder, Metzggasse 9
    Arbeiterwiderstand gegen die Pläne des Kapitals
    Rainer Thomann, Referat und Diskussion

    Mehr Informationen: http://www.anarchietage.ch

Terminablage 2009

  • 18. bis 25. September 2009: Aktionswoche Leiharbeit abschaffen
    I
    n zahlreichen Städten wird die FAU gemeinsam mit anderen Gruppen gegen die Zumutungen der Leiharbeit aktiv. Die Kampagne fordert die Abschaffung der Leiharbeit, die Übernahme aller LeiharbeiterInnen, die es wünschen, in die Entleihbetriebe und die vollständige Nachzahlung der Lohnanteile, um die die LeiharbeiterInnen seit dem Abschluß der Dumpinglohntarifverträge (2004) betrogen wurden.
    Zum Auftakt findet vom 18. - 25. September eine Aktionswoche statt, die auch zur Vorbereitung  einer europaweiten Kampagne im Frühjahr 2010 dient. 
    Gruppen, die sich an der Kampagne beteiligen wollen, oder den Aufruf zur Abschaffung der Leiharbeit unterstützen, können hier Kontakt mit uns aufnehmen.

    http://www.leiharbeit-abschaffen.de
  • 5. September 2009, Berlin: Großdemo für die Stillegung aller Atomanlagen
    http://www.anti-atom-treck.de/
    http://www.ausgestrahlt.de/aktionen/anti-atom-demo-59.html

  • internationales A-Camp (24. Juli - 2. August 2009) in Österreich
    http://a-camps.net/AST/
    acamp@lnxnt.org

  • 27.07.-02.08.2009 auf Burg Lutter
    Wer lebt mit wem? Warum? Und wie?*
    Ein herrschaftskritisches Sommercamp
    Ein Camp für Eltern, Co-Eltern, (Wahl-)Verwandte, Kinder, Jugendliche, Mitbewohner_innen, Freund_innen, Kinderlose und Interessierte.
    www.wer-lebt-mit-wem.de

    Am 31.07.09 Konzert und Party ab 21°° Uhr mit
    GUTS PIE EARSHOT
    Nach zwei aus der aktiven Punkszene entstandenen Vorgängerbands haben sich 1993 GUTS PIE EARSHOT gebildet. der Lauf der Zeit wollte es so, dass 2004 nur noch Cello und Schlagzeug übrig blieben. So spielen Rizio und Scheng, die beides Gründungsmitglieder sind, heute als Berlinert Duo.
    GUTS PIE EARSHOT haben inklusive "Smart Desert" inzwischen 10 Alben veröffentlicht. Sie sind wahre Meister im Bereich kreativer Outputs.
    Dazu kommt eine hohe Zahl an Konzerten. Ja Konzerte kann man auch zu zweit spielen! Die beiden Jungs schaffen es tatsächlich, nur mit Schlagzeug und einem elektrisch verzerrt gespielten Cello einen Sound zu kreieren, den man kaum für möglich hält.
    Elektronik wird perfekt mit einem prügelndem Schlagzeug vermischt, das im Drum´n Bass und derben Metalcore zuhause ist. Kalter Elektrosound trifft auf die warme Energie des Handgemachten. Ein instrumentales Erlebnis. Die Kompositionen sind tanzbar und weder poppig noch weich.
    Sie sind hart, aber mit Gefühl. Sie zaubern den Kopf frei und lassen dich treiben.So schafft es die Musik dich in eine ganz andere Welt mitzunehmen und du nimmst tatsächlich eine Auszeit von der existierenden Welt. Träumen ist erlaubt.
    Aber nicht nur musikalisch ist die Band grossartig, sondern die Musiker sind bis heute politisch engagiert geblieben. Antifaschistische Arbeit wird genauso unterstützt wie Wagenburgen, besetzte Häuser und alternatives Leben.

    YOK - Pocketpunk an Quetsche und Ukulele
    Im 25sten Yahr seines Schaffens präsentiert Yok ein Soloprogramm aus Songs, Texten und Musik. Das Ganze ist eine Mischung aus eigenen Sachen und Klassikern der „mainstream“- Subkultur. Da tauchen die Sex Pistols dann eben genauso selbstverständlich drin auf wie der Hai, der seine Machtallüren gegenüber „den kleinen Fischen“ fast überwindet. Yok singt meist mit der grundsätzlichen Haltung der Verweigerung aus der Perspektive eines Taxifahrers, der seine Wurzeln in der radikalen Linken hat. Die Texte verhandeln Alltag, Politik, das „kommunikative Auseinander“ und Punkomatismus. War er von 1989 – 1994 als „Quetschenpaua“ unterwegs und drehte er seine Runden von 1995 – 1999 mit der Politpunkband „Tod und Mordschlag“, so ist er heute auch immer noch Teil des Musiktheaterkollektivs „Revolte Springen“ und pflegt mit seiner neuen Band „option weg“ das Motto TRÜMMER/TRÄUME/TRASH.
    Es geht auch anders, aber so geht es auch!
    http://pocketpunk.so36.net
    REVOLTE OFFBEATZ DJ
    legt politischen
    REGGAESKADUBLATINHIPHOPRAGGATRIPMESTIZOPUNK auf.
    http://www.myspace.com/revolteoffbeatzdj

    Am 01.08.09 ab 15°° Uhr
    REVOLTE SPRINGEN- REVOLTE STILL ALIVE!
    Lange nix von uns gehört? Aber es gibt uns noch!
    F olgendes wird im Stillen (naja, fragt mal die Nachbarn ... )
    vorbereitet: zwei inhaltliche Sets – eines zum Thema "Sicherheit & Kontrolle" und eines zum Thema "Gender / Geschlechterrollen", die jeweils so 20-30 Minuten lang sein werden – jedenfalls planen wir das gerade so. Ein drittes Set wird dann ein bisschen neues und altes Straßenmusikrepertoire von uns beinhalten.
    http://www.revolte-springen.de/

  • A-Tage in der Roten Flora in Hamburg 12.06.09 - 14.06.09
    Wir - sich als Anarchist_innen definierende Menschen - haben das Bedürfnis, unsere Utopien über Szenekreise hinaus sichtbar zu machen und Austausch und Organisation voranzutreiben. Wir sehen eine Notwendigkeit darin, sich von Differenzen nicht abschrecken zu lassen, sondern eine langfristige gemeinsame Auseinandersetzung zu führen und daraus eine anarchistische Perspektive auch im Hier und Jetzt zu entwickeln. Hamburg zu veranstalten.
    Kontakt: a-tagehamburg [AT] riseup.net Infos: http://libertaer.blogsport.de/

  • KLASSENTREFFEN – "LANGE NÄCHTE DER ANARCHIE“ IN BREMEN
    VOM 12. JUNI – 13. JUNI 2009
    FREITAG 12.6.
    19:00 Volxküche Sielwallhaus (Am Sielwall)
    20:00 Lesung von Michael Halfbrodt über surrealistische & libertäre Literatur
    21:30 Lese-Performance mit Roland Kremer zum „Recht auf Faulheit“
    23:00 Party in der Friese (Friesenstrasse):
    Subversive Drum´n Bass Dance Beats mit dem Hönkel Sound System & Revolte Offbeatz DJ (Jugendzentrum  Friesenstr.)

    SAMSTAG 13.6.
    13:00 Brunch mit Kaffee Libertad aus Chiapas und anderen Leckereien
    14:00 Lesung mit Michaela Kilian: „Keine Freiheit ohne Gleichheit – Louise Michel“
    15:30 Vortrag von Siegbert Wolf: „Den Sozialismus beginnen – Gustav Landauers sozialistischer Anarchismus“
    17:00 Gespräch mit Uwe Kurzbein (ehem. Kommune Lutter, jetzt Olgashof) über das Leben in Kommunen
    18:30 Pause/ Essen
    19:00 Input und Diskussion mit Friederike Pfaff über Anarchafeminismus
    20:30 Input und Diskussion mit Jürgen Mümken über Postanarchismus – Anarchistische Theorie in der Postmoderne 22:00 Vortrag und Diskussion mit Christoph Spehr über Freie Menschen in freien Vereinbarungen
    00:00 Das Mitternachtskino zeigt den Film „Surplus oder Konsumterror“ von Erik Gandini über den anarchistischen Philosophen John Zerzan
    Außerdem: Großer Büchertisch des Anares Buchvertrieb aus Bremen
    Alle Veranstaltungen finden (soweit nicht anders angegeben) im Paradox (Bernhardstr.im Ostertor/Steintor) statt.
    Eintritt ist frei (bis auf die Vokü)
    Weitere Infos stehen demnächst auf www.lange-naechte-der-anachie.org
    Wer Plakate und Flyer mit verteilen möchte: diese können im AStA der Uni Bremen oder im Infoladen Bremen abgeholt oder über unsere Mailadresse bestellt werden!
    Veranstaltet von den FreundInnen der Anarchie

  • 14.06.2009 im Café Wagner, Wagnergasse 26,
    07743 Jena um 13 Uhr: bundesweite Treffen für die Antiwahlkampagne 2009
    Unter dem Motto „Wir haben keine Wahl – gegen Wahlen – Für Selbstorganisation statt Stellvertreterpolitik!“ soll es im „Superwahljahr“ 2009 einen dezentral organisierten Wahlboykott geben. Internetseite http://www.yes-we-ca.de.vu/
    Kontakt:
    nea@riseup.net
    ag212@riseup.net

  • Samstag, 28.03.2009 Berlin & Frankfurt am Main
    Bundesweite Demonstrationen: Wir zahlen nicht für eure Krise
    – und nicht für eure Kriege.
    Informationen: http://kapitalismuskrise.org
  • 4. April 2009, 13 Uhr, Straßburg, Frankreich:
    Internationale Demonstration gegen die NATO

    http://notonato.wordpress.com/
  • 10.-13. April 2009 (Ostern/Easter) in Berlin
    Anarchistischer Kongress / Anarchist Convention
    http://www.akongress.org
    Vorbereitungsgruppe/Preperation Group
  • 10.-13. April 2009, bundesweit: Ostermärsche
  • 1. Mai, bundesweit: Kundgebungen und Aktionen zum Tag der Arbeit

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Terminablage 2008

  • 25.01.2008, 19 Uhr, Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, Berlin: Kriegsdienste verweigern – Pazifismus, libertäre Positionen
  • 26.01.2008, Global Action Day: www.sozialforum2007.de
  • 28.01.-10.02.2008: 4. Anarchietage in Winterthur/Schweiz: www.law.ch.vu (Libertäre Aktion Winterthur)
  • 08.02.-10.02.2008: NATO-Konferenz und Gegenaktivitäten in München: www.sicherheitskonferenz.de
  • 1. Mai Demo 2008 in Frankfurt/M
    Pünktlich um (besser vor) 9.30 Uhr Günthersburgpark/Ecke Rohrbachstrasse Treffpunkt bei den schwarz-roten Fahnen
    Ab 15 Uhr gibt es ein Grillfest der FAU vor der Mühlgasse 13, in Frankfurt-Bockenheim.
    Für Auswärtige ist der Laden gleich nach der Demo geöffnet.
  • 4. Mai 2008 Sonntag
    Lesung: "Die großen Streiks - Episoden aus dem Klassenkampf"
    Die Autoren lesen aus dem neuen Buch im ASV, Beilstraße 12 (Hinterhof), Mannheim-Jungbusch Vokü ab 20.00 Uhr Beginn der Lesung ab ca. 20.30 Uhr
    Veranstaltet von der Anarchistischen Gruppe Mannheim http://anarchie-mannheim.de/
    Holger Marcks und Matthias Seiffert: Die großen Streiks - Episoden aus dem Klassenkampf, Erschienen im April 2008
    "Die großen Streiks" umfasst eine Reihe von bedeutenden und kämpferischen Streiks des 20. Jahrhunderts, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Vom einfachen Lohnkampf bis zum Generalstreik, vom Erfolg auf ganzer Linie bis zum totalen Fiasko. Erfasst werden dabei die verschiedenen Phasen und Formen des Arbeitskampfes. Es werden die Ereignisse und Entwicklungen dargestellt, die Hintergründe erläutert und durch Porträts der ProtagonistInnen vertieft. Die geschilderten Arbeitskämpfe stehen exemplarisch entweder für bestimmte Streikformen oder die ArbeiterInnenbewegung in einer bestimmten Phase oder Region. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf den Spannungsfeldern von Basis und Gewerkschaftsführung und deren (widersprechenden) Strategien. Ein Glossar und kommentierte Literaturlisten vervollständigen das Lesebuch der internationalen HistorikerInnen aus den syndikalistischen Gewerkschaften wie FAU, IWW und CNT.
    Alle AutorInnen sind entweder aktive GewerkschafterInnen (SyndikalistInnen), Angehörige der libertären Bewegung oder stehen dieser nahe. Die in den jeweiligen Beiträgen gelieferte Perspektive baut somit unmittelbar auf deren praktischen und theoretischen (Erfahrungs-)Horizont auf.
  • 6. Mai 2008 Dienstag ab 19.30 Uhr (Beginn 20.00 Uhr)
    Lesung: "Die großen Streiks - Episoden aus dem Klassenkampf"
    In einer Veranstaltungsrundreise werden die Herausgeber Holger Marcks und Matthias Seiffert ihr im April beim Unrast Verlag erscheinendes Buch vorstellen, das aus einer Artikelserie in der anarchosyndikalistischen Zeitung Direkte Aktion hervorgegangen ist.
    Café ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/M
    FAU Ffm und Gruppe P.A.C.K., Initiativkreis GegenBuchMasse
  • 17.5.2008 (Sa) ab 20 Uhr im ExZess (Leipziger Str. 91, Frankfurt-Bockenheim) veranstaltet von www.GegenBuchMasse.de:
    Lesung mit dem Autor Gabriel Kuhn: „Neuer Anarchismus" in den USA-- Seattle und die Folgen" (Unrast Verlag 2008)
  • 24.05.08 (Sa), 13.00 Uhr Marktplatz, Mannheim-Neckarau: "Kein neuer Klimakiller in Mannheim" - Demonstration gegen den Ausbau des Mannheimer Kohlekraftwerks
  • 31. Mai 2008, 14 Uhr, Frankfurt/Opernplatz: Bundesweite Aktionen gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" . Im Rhein-Main-Gebiet ruft daher ein breites Bündnis aus Organisationen und Parteien zu einer großen und bunten Demonstration in Frankfurt auf.
  • Donnerstag 5. Juni ab 19.30 Uhr (Beginn 20.00 Uhr)
    Work-Life-Balance als Antwort auf die schöne neue Welt?
    Zum Thema "Work-Life-Balance. Zur Konstruktion und Regulation von Geschlechterregimen" referiert Stefan Paulus aus Hamburg.
    FAU, Mühlgasse 13, 60486 Frankfurt/Main-Bockenheim
  • 10. bis 13. Juli 2008: 5. Libertäres Camp in Geretsried, Mails an anarkomm@anarchie.de, http://anarchie.de/main-71624.html
  • 18-27. Juli 2008: internationales A-Camp im nördlichen Niederösterreich, näheres unter: http://a-camps.net/AST/
  • 30.08.08: Tag ohne Abschiebungen
    Um den Kämpfe um Bleiberecht, gegen rassistische Sondergesetze, gegen Abschiebehaft und Lager, für Legalisierung und soziale Rechte: die antirassistische Bewegung ist vielfältig und aktiv. Und doch sind wir zu oft in Abwehrkämpfen gefangen oder versteifen uns auf Einzelfälle, die die Unmenschlichkeit der Abschiebemaschine besonders drastisch machen.
    Wir möchten anknüpfen an diese regionalen Kämpfe und ihnen eine gemeinsame Perspektive geben. Wir wollen nicht zurückschauen vor die Zeit der Asylrechtsänderung, sondern vorwärts in Richtung einer Durchsetzung von Bewegungsfreiheit, hin zu einer grundsätzlichen Kritik an Grenzkontrolle und Migrationssteuerung. Darum schlagen wir einen bundesweiten Tag ohne Abschiebungen um den 30.08.08 herum vor. Dieser Tag steht allein durch vier Todesfälle für die Gewalt des Systems Abschiebung.
    Konkret bedeutet dies, dass wir überall in der BRD neuralgische Punkte des Abschiebesystems blockieren wollen, um den Abschiebebetrieb zu stören: vor Abschiebeknästen genauso wie an Flughäfen, vor Flüchtlingslagern und Ausreisezentren, auf Ausländerbehörden und bei Dienstleistern und Profiteuren.
    Um dies vorzubereiten fordern wir euch auf, vor Ort Bündnisse für die Umsetzung eines solchen Aktionstages zu initiieren und Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir wollen dann beim bundesweiten Treffen der Abschiebehaftgruppen vom 4.-6. April
    in Paderborn und auf dem BUKO (9.-12. Mai in Dortmund) die Aktionen gemeinsam koordinieren und planen.
    Nehmt Kontakt mit uns auf!
    Bürengruppe Paderborn | info[at] aha-bueren.de
    Weitere Informationen und Material findet ihr hier:
    http://buerengruppe.wordpress.com/2008/02/15/konkrete-planungen-fur-den-tag-ohne-abschiebungen /
    http://buerengruppe.wordpress.com/action/ein-tag-ohne-abschiebungen-2008 /
    außerdem ein Artikel von uns in der neuen Hinterland:
    http://hinterland-magazin.de/pdf/07-65.pdf
    und ein sehr guter Artikel über unsere Planungen bei no-racism.net:
    http://no-racism.net/article/2448 /
  • 01. -07. 09.2008: Aktionswoche / Sommerfest der WaldbesetzerInnen gegen die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen
    http://waldbesetzung.blogsport.de/wegbeschreibung/
    Buntes Programm und Aktionstag gegen Fraport am Freitag den 05.09.

    Montag
    12 Uhr: Waldralley, lustige Aufgaben erledigen und dabei den Wald und das Gelände kennenlernen
    17 Uhr: Infoplenum
    19 Uhr: vegane Brotaufstriche selber machen
    20 Uhr: Erzählung und Austausch über die 3 Monate Waldbesetzung
    22 Uhr: Filme über den Widerstand gegen die Startbahn West

    Dienstag
    10 Uhr: Aktionstraining: Bezugsgruppen, verhalten in Aktionen, verschiedene Techniken bei Aktionen.
    14 Uhr: Rundgang durch die Hütten und besprechung wo was gebaut werden kann.
    14 Uhr: Luxus für alle. Diskussion über Lebensstandards in einer klimagerechten Welt
    16 Uhr: Workshop: Vorstellung veraschiedener Blockadetechniken * Beiträge
    16 Uhr: kreative öffentlichekeitswirksame Aktionen (gemeinsamer Start)
    16 Uhr: Atomkraft ist keine Lösung gegen den Klimawandel
    18 Uhr: Veranstaltung zum dießjährigen Camp und Aktionen gegen die Überflutung Islands für die Stromerzeugung zur Alluminiumverarbeitung
    19 Uhr: Film Castor 2006. Im Anschluss Mobilisierungsveranstaltung zum diesjährigen Castor
    20 Uhr: Film Fiese Tricks von Polizei und Justiz

    Mittwoch
    ganztags: Training in kreativer Antirepression
    10 Uhr: Hüttenbauen mit Anleitung. Ansonsten können natürlich auch Hütten gebaut werden, aber bei diesem Workshop werden Fachkundige ihr Wissen weitergeben.
    10 Uhr: Waldrundgang
    10 Uhr: Workshop: Farbbeutel und andere kreative Verschönerungen
    14 Uhr: Workshop: Direct Action-Techniken
    16 Uhr: Vorstellung und Workshop: Open Street Map
    19 Uhr: Klimacamp ´06: Film über das erste Klimacamp in England
    20 Uhr: Open stage, Kleinkunst, einfach mal die Meinung sagen,…
    21 Uhr: Konzert Peryton aka Georg Hemprich

    Donnerstag
    10 Uhr: intensive Aktionsplanungsphase
    14 Uhr: Workshop: emanzipativer Klimaschutz, Klimaschutz von unten
    16 Uhr: Lesung
    16 Uhr: Workshop: Massage
    19 Uhr: Vorführung mit Bildern und Filmen über die Genfeldbesetzungen in diesem Frühjahr
    21 Uhr: Film: der 4. Weltkrieg. Im Anschluss Diskussion

    Freitag
    Aktionstag: ganztags: Einige Aktivistinnen werden das Fraport Hauptbüro versuchen lahmzulegen.
    Abends: Konzert: Klaus der Geiger

    Samstag
    10 Uhr: lokale Vernetzung. Diskussion üb. Vernetzung von Klima AktivistInnen (Rising Tide)
    14 Uhr: Trommeln gegen Fraport
    16 Uhr: Antifaschistischer Wald
    16 Uhr: Film über Julia Butterfly Hill, die 2 Jahre auf einem Baum lebte, um ihn zu retten
    20 Uhr: Konzert: es wird eine Funk/Rock Band spielen und zwei Punkrockbands

    Sonntag
    10 Uhr: Klimacamp 2009, Infos zur Vorbereitung (evtl. Gründung einer Rhein-Main-Gruppe)
    14 Uhr: Der Chor des 3. Welthaus Frankfurt singt internationale Lieder
    15 Uhr: Militanter Widerstand gegen Großprojekte. Vortrag v. Michael Wilk mit Bsp. Proteste gegen AKW und Startbahn West
    15 Uhr: Kuchenstand der BIs
    19 Uhr: Auswertung der Aktionen mit dem Ziel, bis zum Ende im Wald zu bleiben:-)
    20 Uhr: Abschlussparty

    14.09.08 15 Uhr - Lesung mit Alexander Pfeiffer
    Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) in Hessen. Gerade
    ist “Das Ende vom Lied” erschienen, der dritte Teil seiner Wiesbadener
    Krimitrilogie.

    28.09.08 15 Uhr - Lesung - Hadayatullah Hübsch
    Am 28.09.08 liest sein Vorstands-Vorgänger beim hessischen
    Schriftstellerverband Hadayatullah Hübsch aus Frankfurt. U.a. Deutscher
    Literatur Meister 1996.

    12.10.08 15 Uhr - Lesung mit Robsie Richter
    Robert “Robsie” Richter ist Frontmann diverser Hanauer Beatbands und
    trägt deshalb einige seiner Texte wie Rocksongs vor.
  • 13.9.2008: Demos gegen die geplanten Kohlekraftwerke in Jänschwalde (Brandenburg) und Staudinger (Hanau, Hessen)
  • 20.9.2008: Demo: "Truppen raus aus Afghanistan" in Berlin und Stuttgart
  • 8.11.2008 Demo "Gorleben vermASSEln"

Terminablage 2007

  • 26.12.07 bis 05.01.08 in Berlin: Bundesweiter JugendUmweltKongress (Jukss)
  • 16.12.2007, 20 Uhr, Wiesbaden Cafe Klatsch, Marcobrunnerstraße 9, 65197 Wiesbaden, Fon: 0611-440266
    Anti-Aging für die Anarchie, Lesung mit Horst Stowasser
  • 15.12.2007, Hamburg: Demo gegen Repression, Überwachungsstaat und §129a: „Out of Control“, www.regierung-stuerzen.de
  • 14.12.2007, 19 Uhr, Berlin: Veranstaltung zum Pflegenotstand, www.BibliothekderFreien.de
  • 14.-16.12.2007, Bochum: Spektakel der JungdemokratInnen NRW: www.jungdemokratinnen.de
  • 13.12.2007, Münster: Veranstaltung zur Geschichte der Anti-Atom- Bewegung: www.muenster-alternativ.de.vu
  • 13.12.2007, 20 Uhr, Breul 43, Münster: Lebensunwert? Paul Wulf und Paul Brune – NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und
    Widerstand. Referent: Bernd Drücke
  • 8.12.2007, Berlin & Neurath (NRW): Demo zum globalen Klima-Aktionstag: www.die-klima-allianz.de

zur Terminablage 2004 2003 2002 2001 2000 1999 (seit Mai 1999)
zu den aktuellen Kampagnen

Wg. dem Zeitaufwand werden nur wenige bundesweite Termine eingestellt.
Uns gemeldete Termine aus dem Rhein-Main-Gebiet haben jedoch große Chancen.

Termine sind u. a. auch hier zu finden:
http://www.fau.org/termine/
http://www.anarchie.de
http://www.anarchismus.at
http://www.projektwerkstatt.de/termine/index.html
http://de.indymedia.org/static/moremedia.shtml#TERMINKALENDER
http://www.labournet.de/termine/index.php
http://radar.squat.net/
http://www.attac.de/termine/index.php
http://www.protest.net

Regionale Termin Rhein-Main
http://www.copyriot.com/untergrund/
- Monatsprogramm Rhein-Main
http://www.politnetz.de/politnetz/kalender - Veranstaltungskalender Politnetz Darmstadt
Linknavigator Rhein-Main - Termine
Frankfurter Info - Termine
https://ffm.demosphere.net/


Kampagnen

Montags-Mahnwachen für den Atomausstieg
Leiharbeit abschaffen
Kampagne „de*fence“ anlässlich der Abschaffung des Asylrechts vor 15 Jahren
Kampagne von PRO ASYL: Stoppt das Sterben!
Kampagne gegen die Militarisierung des öffentlichen Raums: www.bundeswehr-wegtreten .org
Kampagne gegen den Afghanistan-Krieg
Kampagne gegen die Privatisierung der Bahn vom Bündnis Bahn für alle: www.bahn-fuer-alle.de
Kampagne gegen Vorratsdatenspeicherung und Überwachung
Kampagne: "Uberwach" gegen staatliche Überwachung
Kampagne gegen den Überwachungsstaat
Kampagne gegen Genmais-Anbau
Kampagne gegen den EU-Reformvertrag von Lissabon vom Dezember 2007
Kampagne: "Rettet das kleine Ferkel"
Kampage für die Abschafffung von Atomwaffen: "unsere Zukunft - atomwaffenfrei"
Kampagne für einen schnellen Atomausstieg
Kampagne: "Atomkraft jetzt abschalten"
Kampage: "Den Stromkonzernen den Stecker ziehen"
Kampagne gegen Kohlekraft
Kampagne gegen die Ausgrenzung von AsylbewerberInnen
Kampagne "save me - Flüchtlinge aufnehmen!"
Kampagne für deutschlandweite Volksentscheide Kampagne: Free Mumia Abu-Jamal

Vergleich von echtem Ökostrom